Partitur des Todes / Kommissar Marthaler Roman Bd.3 - Seghers, Jan

Jan Seghers 

Partitur des Todes / Kommissar Marthaler Roman Bd.3

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Partitur des Todes / Kommissar Marthaler Roman Bd.3

Erben lässt sich auch der Tod.

Sechzig Jahre lang wollte Georg Hofmann alles vergessen: seine Kindheit, seine Eltern, sein Land. Doch dann wird auf einem kleinen Schloss bei Paris ein geheimnisvoller, alter Umschlag entdeckt. Darauf ein Name und als Absender das Wort: Auschwitz. Wenige Tage später geschieht in Frankfurt ein grauenhaftes Verbrechen. Fünf Leichen werden auf einem Boot am Mainufer gefunden. Eine junge Journalistin verschwindet in den Wäldern des Taunus. Und ein Mann taucht auf, den alle für tot gehalten haben. Während Hauptkommissar Marthaler fieberhaft ermittelt, erfährt er von seiner Freundin Tereza eine Neuigkeit, die sein Leben gründlich verändern wird ...


Produktinformation

  • Verlag: Wunderlich
  • 2008
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 475 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Kommissar Robert Marthaler Bd.3
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 138mm x 40mm
  • Gewicht: 580g
  • ISBN-13: 9783805208390
  • ISBN-10: 3805208391
  • Best.Nr.: 22812923
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Ein alter Mann in Frankreich erinnert sich vor laufender Kamera an seine lang verdrängte Vergangenheit: Seine Eltern wurden nach Auschwitz abtransportiert, sorgten aber dafür, dass der Junge vorher ins Ausland fliegen konnte. Wenige Tage später erhält der alte Mann die Partitur einer unbekannten Operette von Jacques Offenbach, die sein Vater einem Mithäftling überlassen hatte. Dann überschlagen sich die Ereignisse: In Deutschland werden plötzlich fünf Menschen ermordet, und die Kripo in Frankfurt hat alle Hände voll zu tun, Motiv und Täter aufzuspüren. Ab hier wird die zunächst arg konstruierte Geschichte richtig gut - nicht zuletzt, weil Jan Seghers alias Matthias Altenburg mit seinem Hauptkommissar Marthaler einen wahren Charakterkopf geschaffen hat. Die deutsche Geschichte ist noch längst nicht verarbeitet und sollte nicht in Archiven weggeschlossen werden. Noch immer muss die Verarbeitung in den Köpfen der Menschen stattfinden. Und ein so spannender Krimi ist sicher nicht der schlechteste Weg, um möglichst viele zu erreichen und zum Nachdenken zu bringen. (bl)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.02.2008

Wo im Döner-Boot fünf Menschen sterben müssen
Miroslav Nemec liest in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt aus dem neuen Buch von Jan Seghers

Von null auf elf. Zwei Wochen nach seinem Erscheinen hat der neue Krimi von Jan Seghers einen Spitzenplatz auf der "Spiegel"-Bestsellerliste erobert. Der Frankfurter Schriftsteller Matthias Altenburg, der unter seinem offenen Pseudonym Seghers den Roman "Partitur des Todes" beim Verlag Wunderlich veröffentlichte, hat mit seinem neuen Werk seine Position als führender deutscher Krimiautor wiederum bestätigt. Und er hat abermals bewiesen, dass er nicht nur ein handwerklicher Perfektionist ist, der die Regeln des Genres kennt und beachtet, sondern auch ein literarischer Könner, der dem Stoff und den Personen eine Tiefe gibt, die über reine Unterhaltung hinausgeht.

Die Leser sind völlig verrückt nach dem Hauptkommissar Robert Marthaler - das hat am Samstagabend die Deutsche Nationalbibliothek an der Adickesallee zu spüren bekommen: Der große Saal war viel zu klein, um all die vielen Gäste zu fassen, die nicht nur neugierig auf den Erfolgsautor Altenburg waren, sondern auch auf Miroslav Nemec …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Besonders überzeugend findet die Rezensentin Sylvia Staude Jan Seghers neuen Frankfurt-Krimi nicht. Weder stilistisch noch dramaturgisch findet sie ihn besonders interessant. Die "Handlung ist nicht gerade ein Achttausender", so ihr lapidarer Kommentar, und auch die Dialoge sind so phrasen- und klischeehaft wie in einem "schlechten Fernsehkrimi". Auf die Rezensentin wirkt Seghers Herangehensweise an seinen dritten Krimi jedenfalls "seltsam routiniert". Da hilft es auch nicht wirklich, dass der Autor offensichtlich gut recherchiert hat, wie die Ermittlungsmaschinerie nach einer Mordserie, die auch noch ein prominentes Opfer aufweist, bei der Polizei anläuft.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jan Seghers, alias Matthias Altenburg, wurde 1958 geboren. Er ist Schriftsteller, Reporter, Kritiker und Essayist und lebt in Frankfurt am Main. 2008 erhielt Jan Seghers den Literaturpreis der Stadt Offenbach.

Leseprobe zu "Partitur des Todes / Kommissar Marthaler Roman Bd.3"

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Kundenbewertungen zu "Partitur des Todes / Kommissar Marthaler Roman Bd.3"

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Bewertung von McFayden aus St. Ingbert am 27.04.2012 ***** ausgezeichnet
Reise in die Vergangenheit

Die Geschichte beginnt in Frankreich, wo der Revuetheaterbesitzer Georges Hofmann ins Arte Studio eingeladen und dort von der Fernsehjournalistin Valerie interviewt wird. Während des Gesprächs erzählt er – eigentlich ungewollt – von der Zeit des Nationalsozialismus und die verdrängten Erinnerungen kommen in ihm zum Vorschein.

Nach der Sendung wird ihm ein Umschlag zugespielt, auf dem lediglich das Wort „Auschwitz“ steht und in dem sich eine noch nicht veröffentlichte Operette von Jacques Offenbach befindet. Valerie schlägt Georges vor, für ihn in Deutschland nach einem Käufer zu suchen und begibt sich auf die Reise.

Wenige Tage später ereignet sich im „Sultans Imbiss“ am Frankfurter Mainufer ein Massaker: Fünf Menschen werden erschossen und vom Wirt fehlt jede Spur. Außerdem wurde Valerie entführt. Die Zeugin Eva Helberger hat alles beobachtet und auch der Polizei gemeldet – die jedoch den Anruf zunächst nicht ernst nimmt.

Kommissar Marthaler nimmt die Ermittlungen auf, die ihn in die Zeit der NS-Verbrechen führen und ihm – sowie dem Leser – deutlich machen, dass diese Zeit längst noch keine abgeschlossene Vergangenheit ist.

Die Entwicklung der Geschichte hat mich äußerst positiv überrascht. Zunächst sind dem Leser die Zusammenhänge der unterschiedlichen und scheinbar voneinander unabhängigen Handlungsstränge noch nicht bewusst und es dauert auch fast bis zum Ende hin, bis die Parallelen sichtbar werden. Alles in allem ein äußerst gelungener Kriminalroman mit unerwarteten Wendungen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 13.12.2011 ***** ausgezeichnet
Der Krimi ist sehr spannend und realitätsnah geschrieben. Ich wünsche mir noch vile Romane mit dem Komissar Marthaler. Es macht Spass die Bücher von Jan Seghers zu lesen

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Bewertung von Krimihexe aus Hamm Westfalen am 15.05.2010 ***** ausgezeichnet
Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass dieses wunderbare Buch bisher nur einen Stern hat, das muß ich doch glatt ganz schnell mal ändern.

Jan Seghers schafft es mal wieder den Spannungsbogen bis zum Schluß zu halten. Bei dieser Geschichte wird eine Zeitbrücke geschlagen bis zum dritten Reich, genauer gesagt zu Auschwitz. Tolle, intelligente Story, flüssig geschrieben, hat mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen. Bin Fan der Serie und von Robert Marthaler.

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Bewertung von Fischer aus Frankfurt am 26.08.2008 ***** schlecht
Selten habe ich einen Kriminalroman gelesen, der so wenig stimmig ist und so viele Ungereimtheiten aufweist.

Da fährt eine französische Journalistin alleine mit der Original-Partitur von Jaques Offen (Wert: mehrere Millionen) mit dem Zug nach Frankfurt, um sich dort auf einem Dönerboot in Frankfurt mit potentiellen Käufern zu treffen. Der Mörder, der sich aus unerklärten Gründen stundenlang vor dem Boot aufgehalten hat, kommt zu dem Treffen, erschießt kaltblütig 5 Menschen, entführt die Journalistin und hält sie tagelang fest ...aber schafft es nicht, aus ihr herauszupressen, wo die Partitur ist. Er ist ja auch damit beschäftigt, mit einem gestohlenen Wagen weiter durch die Gegend zu fahren, selbst nachdem er geblitzt wurde, bis er (anhand des Blitzerfotos) von pfiffigen Polizisten erkannt und überführt wird.

Beauftragt wurde der professionelle Killer von einem ehemaligen KZ-Aufseher, der,obwohl er wusste, dass sein neuer falscher Name entdeckt und niedergeschrieben wurde, trozdem jahrelang weiter unter diesem Namen sein Leben führte.

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