Professionelles pädagogisches Handeln reduziert sich angesichts
veränderter kultureller Gegebenheiten von der umfassenden
Einflußnahme auf den Erziehungs- und Bildungsprozeß zur gezielten
Bereitstellung von Lernangeboten. Gleichzeitig weitet es sich aus
von der Beeinflussung der Kinder und Jugendlichen auf jede Art von
Lernen in allen Altersstufen und Anwendungszusammenhängen.
Die Ausführung dieser Gedankengänge gestaltet sich zu einer
systematischen Einführung in das pädagogische Handeln im
Unterschied zu anderen Formen menschlichen Handelns. Sie lenkt den
Blick auf den "Raum", in dem pädagogisches Handeln
stattfindet und damit auf die Faktoren, die es ermöglichen und
begrenzen, sie erörtert die innere Struktur und beschreibt die
Grundformen pädagogischen Handelns näher. Die soziale Dimension
pädagogischen Handelns basiert auf der für alle pädagogischen
Berufe geltenden "pädagogischen Beziehung", die
professionelle pädagogische Kompetenz von technologischen
Sichtweisen abgrenzt.
Ziel dieser Darstellung ist nicht eine systematische Theorie des
pädagogischen Handelns, sondern der Versuch, es vom Standpunkt des
Handelnden zu beschreiben, so daß dieser ein Instrument erhält, mit
dem er sein Handeln in seiner Situation reflektieren kann.
Der Inhalt:
Die Krise der pädagogischen Berufe.
Was ist "pädagogisches Handeln?"
Der pädagogische Handlungsraum: Situation, Institution, Feld.
Die Struktur pädagogischen Handelns.
Grundformen pädagogischen Handelns - Unterrichten - Informieren -
Beraten - Arrangieren - Animieren.
Die professionelle "pädagogische Beziehung".
Konsequenzen für die pädagogischen Berufsgruppen.
Konsequenzen für die pädagogische Hochschulausbildung.
Hermann Giesecke, Jg. 1932, Dr. phil., ist emeritierter Professor für Pädagogik und Sozialpädagogik an der Universität Göttingen. Er veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema Bildung, Familie und Erziehung.
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