Olga, Pasternaks letzte Liebe - Dalos, György

György Dalos 

Olga, Pasternaks letzte Liebe

Fast ein Roman. Dtsch. Bearb. v. Elsbeth Zylla. Text- u. Bildrecherchen v. Andrea Dumai

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Produktinformation

  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783434504238
  • ISBN-10: 3434504230
  • Best.Nr.: 24451301
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.12.1999

Olga, Lara und Schweine
György Dalos besichtigt Pasternak

Hunderttausende hatten "Doktor Schiwago" in der literarischen Hausapotheke stehen. David Leans arg verkitschte Verfilmung mit Omar Sharif als Schiwago, Julie Christie als Lara und reichlich russischem Puderzucker-Schnee machte ganze Kinosäle schluchzen und bescherte Hollywood einen ähnlichen Erfolg wie "Ben Hur" oder "Vom Winde verweht". Als 1978 die Erinnerungen der letzten Geliebten und Muse Boris Pasternaks erschienen, gab der deutsche Verlag Olga Iwinskaja im Buchtitel als die literarische Figur aus, die sie angeblich inspiriert hatte: "Lara. Meine Zeit mit Pasternak".

Die Affäre um die Verleihung des Literatur-Nobelpreises 1958 an Boris Pasternak liegt vier Jahrzehnte zurück, das Buch seiner Geliebten zwei. Was mag den in Berlin lebenden ungarischen Schriftsteller György Dalos veranlasst haben, den Fall noch einmal aufzurollen und in einem "Fast-Roman" das bewegte Leben der Olga Iwinskaja nachzuzeichnen? Nostalgie kann es nicht sein, aber eine gewisse Obsession jener fünfziger und sechziger Jahre, die unter dem Zeichen des Kalten Krieges standen, wohl schon. Es war eine Zeit, …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dorothea Dieckmann äußert sich in ihrer Doppelbesprechung von Györy Dalos` beiden neuen Roman sehr verhalten. Das Thema Thema des "Gottsucher", die Tristesse Ungarns nach der Niederschlagung des 56er-Aufstands, wird nach Dieckmann in dem Buch ziemlich deutlich. Was sie damit meint, bleibt unklar. Dieckmann lässt einen etwas im Umklaren darüber, was sie von der Geschichte hält. "Abgeklärte Sympathie", macht sie in ihr aus, eine "einfühlsame Reportage". Ist das nun gut oder schlecht? "Olga, Pasternaks letzte Liebe" wird von Dieckmann eigentlich nur erwähnt. Eine wahre Geschichte über die Verschleppung einer literarischen Figur. Hhm.

© Perlentaucher Medien GmbH
György Dalos, geb. 1943 in Budapest in einer jüdischen Familie, gehörte zur demokratischen Opposition Ungarns und lebte in den achtziger Jahren nach Aufenthalten in Berlin in Wien und Budapest. György Dalos wurde vielfach in Deutschland und Ungarn ausgezeichnet und war bis 1999 der Direktor des ungarischen Kulturinstituts in Berlin und im selben Jahr literarischer Leiter des Ungarn-Schwerpunkts während der Frankfurter Buchmesse. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 1995 der "Adelbert-von-Chamisso-Preis", 2000 die "Goldene Plakette der Republik Ungarn" und 2010 der "Preis der Leipziger Buchmesse für Europäische Verständigung".§György Dalos lebt als Autor in Berlin.

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