Ohne jede Spur / Detective Sergeant Warren Bd.1 - Gardner, Lisa

Lisa Gardner 

Ohne jede Spur / Detective Sergeant Warren Bd.1

Thriller. Deutsche Erstausgabe

Übersetzung: Michael Windgassen
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Ohne jede Spur / Detective Sergeant Warren Bd.1

Das Böse schläft direkt nebenan ...
Eine junge Frau verschwindet mitten in der
Nacht ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern.
Als Detective Sergeant Warren das Haus in der
idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine
Spuren eines Kampfes oder Einbruchs Sandra Jones hat ihre Familie verlassen.
Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein
Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra
Jones Fassade bröckelt ...


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 540 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 540
  • rororo Taschenbücher Nr.25557
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 115mm x 33mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783499255571
  • ISBN-10: 349925557X
  • Best.Nr.: 32469414
Schon mit zwanzig Jahren versuchte sich Lisa Gardner an ihrem ersten Roman - und wagte damals kaum zu hoffen, dass sie wenige Jahre später eine New-York-Times-Bestsellerautorin sein würde. Lisa Gardner studierte Internationale Handelsbeziehungen auf der Universität in Pennsylvanien lebt heute mit ihrem Ehemann in New England.

Kundenbewertungen zu "Ohne jede Spur / Detective Sergeant Warren Bd.1"

16 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.9 von 5 Sterne bei 16 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von coffee2go aus Österreich am 27.02.2012 ***** sehr gut
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Sandra ist blond, hübsch, eine beliebte Lehrerin, verheiratet mit einem attraktiven Mann und Mutter einer kleinen Tochter namens Ree. Trotzdem verschwindet Sandra eines Nachts auf ungeklärte Weise aus ihrer Wohnung während ihr Mann bei der Arbeit ist und lässt ihre Tochter schlafend zurück. Den Ermittlern fallen einige Ungereimtheiten auf und fast alle männlichen Personen aus Sandras Umfeld erscheinen als verdächtig, allen voran ihr Ehemann.

Meine Meinung zum Buch:
Gut gefallen hat mir, dass die Autorin verschiedene Erzählperspektiven verwendet und somit das Buch lebhafter geworden ist. Die Autorin hat quasi auch mit der Fantasie der LeserInnen gespielt, indem im Laufe der Ermittlungsarbeiten fast jede männliche Person aus Sandras Umfeld verdächtig geworden ist. Der Charakter des Ehemannes, der sich nicht ganz der Situation angemessen verhalten hat, habe ich gut beschrieben gefunden. Einerseits hat man Mitleid mit dem trauernden Ehemann, der sich rührend um die kleine Tochter kümmert; andererseits erscheint er auch etwas suspekt und man erahnt seine negativen Seiten. Die kleine Tochter Ree scheint ein intelligentes und aufgewecktes Mädchen zu sein, das nicht alles erzählen will oder kann, was es mitbekommen hat.
Weniger gefallen hat mir, dass teilweise sehr holprige Formulierungen verwendet wurden und/oder Fehler in der Übersetzung des Buches passiert sind. Auch den Schluss des Buches fand ich eher unglaubwürdig und künstlich, sodass er nicht so gut zum Rest des Buches gepasst hat.

Cover und Titel:
Der Einband des Buches war bei meinem Exemplar leider sehr empfindlich und schlecht verarbeitet. Beim vorsichtigen Durchblättern haben sich schon einzelne Blätter herausgelöst und das Cover hat sich dann auch vollständig abgelöst, da es schlecht geklebt war. Das finde ich sehr schade, da man das Buch kein zweites Mal lesen oder verborgen kann.

Mein Fazit:
Ohne jede Spur erzählt eine sehr interessante Geschichte einer jungen Frau, die ich sehr gerne gelesen habe. Punkteabzug gibt es von mir für das qualitativ minderwertige Cover und den unrealistischen Schluss.

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Bewertung von Die-Rezensentin aus Frechen am 11.01.2012 ***** ausgezeichnet
Wer hat hier keinen Dreck am Stecken ??

Dieses Buch war anders als andere Krimis, denn gleich mehrere Personen erzählten in der Ich-Form.
Die junge hübsche Sandra Jones verschwindet spurlos und läßt ihre kleine Tochter allein zuhause. Alles deutet auf eine Entführung hin, doch es meldet sich niemand und man muß mit dem Schlimmsten rechnen.
Der Ehemann verhält sich sehr merkwürdig, so als ob es ihm nicht das Geringste ausmacht, dass seine Frau verschwunden ist. Damit macht er sich natürlich für die Polizei verdächtig .
Nach und nach bekommen wir Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten, wodurch manche Dinge klarer werden, manche aber auch erst recht verwirrend.
Das Buch ist sehr spannend zu lesen, denn man weiß nicht, was hier eigentlich los ist. Wer ist nun böse und wer ist gut ? Irgendwie scheint jeder Dreck am Stecken zu haben.
Der Roman ist ziemlich dick, 538 Seiten, aber ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.
Allerdings empfand ich das Ende, wie so oft, von sehr weit hergeholt und ziemlich unrealistisch. Und leider blieben auch noch einige Fragen für mich offen.
Aber vielleicht gibts ja bald einen zweiten Band, in dem noch einiges erklärt wird...
Auf jeden Fall flüssig zu lesen, fesselnd bis zum Schluß und das Ganze ohne großes Blutvergießen....

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 13.12.2011 ***** sehr gut
Hmmm, ein spannender Krimi (Thriller?) mit einem Schluss, der mich jedoch etwas unzufrieden zurücklässt. Nicht dass es an Aufklärung fehlt, aber einige der Erklärungen wirkten auf mich doch etwas weit hergeholt.
Scheinbar ohne jeden Grund verschwindet plötzlich die schöne junge Ehefrau und Mutter Sandra und lässt ihr geliebtes Kind allein zurück. Mord, Entführung oder war sie plötzlich ihres Ehelebens überdrüssig? Da es keine klaren Zeichen eines Einbruches oder Kampfes gibt, deutet alles auf ihren Gatten hin, dem das Verschwinden seiner Ehefrau offenbar nicht allzu nahe zu gehen scheint. Und je mehr Nachforschungen die Polizei anstellt, umso mysteriöser wird seine Person...
Im Gegensatz zu 'normalen' Krimis spielt die ermittelnde Polizei in diesem Buch nur eine Rolle unter vielen. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht der Verschwundenen, ihres Ehemannes und eines verdächtigen Nachbars erzählt, wobei bald klar ist, dass das Ehepaar, jeder für sich, eine Menge zu verbergen hat. Die Neugier auf deren Geheimnisse ist fast größer als die Lösung des Verschwindens, denn dass die eigentlichen Verdächtigen nicht die Übeltäter sind, ist recht schnell klar. Alles in allem eine spannende Lektüre, wobei jedoch die Überraschungsmomente eher gering ausfallen. Und, wie schon erwähnt, die Lösungen des Ganzen wirkten teilweise doch etwas sehr konstruiert.

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Bewertung von Themistokeles am 25.10.2011 ***** sehr gut
Inhalt: Sandra Jones verschwindet mitten in der Nacht aus ihrer Wohnung in South Boston. Sandra ist hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Die einzige mögliche Zeugin ist ihre kleine Tochter Ree, die mit ihr zusammen in der Wohnung war. Bemerkt wurde ihr Verschwinden von ihrem Mann Jason, der nachts arbeitet und bei seinem Eintreffen zu Hause Sandras Verschwinden bemerkt haben will. In der Wohnung deutet jedoch außer einer kaputten Nachtischlampe nichts auf ein Verbrechen hin, denn alle Schlösser sind noch intakt und auch sind keine anderen Spuren eines Einbruchs oder Kampfes zu sehen. Für die ermittelnde Sergeantin D.D. Warren kommen nur zwei mögliche Fälle in Frage, entweder hat Sandra ihre Familie einfach verlassen oder ihr Mann ist Schuld an ihrem Verschwinden, denn dieser geht nicht nur beunruhigend ruhig mit der Situation um, sondern hat die Polizei auch erst einige Stunden nach der Entdeckung, dass seine Frau verschwunden ist, alarmiert. Plötzlich stürzen sich die Medien auf den Fall und viele neue Erkenntnisse erreichen Seargent Warren: Die Tochter scheint mehr zu wissen, als zunächst vermutet, der Ehemann hütet eindeutig ein Geheimnis, ein vorbestrafter Sexualtäter in der Nachbarschaft und auch Sandras perfekte Fassade fängt immer mehr an zu bröckeln.

Meinung: Was ich an dem Buch sehr gelungen fand, waren die Anfänge der einzelnen Kapitel, bei denen nicht nur die Perspektive der erzählenden Person wechselt, sondern auch von einem Erzähler aus der dritten Person in einen Ich-Erzähler. Durch dieses Vorgehen, noch verdeutlicht, durch eine kursive Schrift, werden einem Teile aus der Vorgeschichte der Charaktere erzählt und nähergebracht. Meist auch Gedanken und Gefühle die mit den Geschehnissen zusammen hängen. Zum einen werden einem die Charaktere dadurch substantieller jedoch ist es zum anderen auch so, dass einem immer wirklich nur ein kleiner Teil verraten wird, wodurch man zwar zum Grübeln angeregt wird, aber trotzdem nicht viel weiß.

Insgesamt lebt das Buch davon, dass der Leser immer nur Bruchstücke über die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander weiß und sich selbst noch viele Gedanken darum machen muss, wie die Fakten letztendlich zusammenspielen und sich ein großes Ganzes ergibt und man die Lösung findet, was wirklich mit Sandra Jones passiert ist. Zudem nutzt es die Autorin geschickt, dass sie dem Leser Kleinigkeiten vor die Füße wirft, bei denen sich Charakter Gedanken machen, ob das für Sandras Verschwinden eine Rolle spielt, gleichzeitig sagt sie aber nie worum es sich genau handelt. Besonders interessant sind die Charaktere des Jason, der durch seine extrem beherrschte und kühle Art auffällt und außerdem keine Anstalten zu machen scheint, seiner Frau helfen zu wollen und sie zu suchen, sich dafür liebevoll um seine Tochter kümmert, sowie Ree. Die kleine Tochter scheint sehr clever zu sein und deutlich mehr zu wissen, als zunächst vermutet wird, insbesondere, da man über ihren Wissenstand nur so viel herausfinden kann, wie Jason Jones zulässt.

Alles in allem ist innerhalb der Geschichte jedoch das auffälligste, dass der Leser am Rätseln gehalten wird und nie richtig klar ist, wer an ihrem Verschwinden beteiligt ist, auf welche Weise genau sie verschwunden ist und in welchem Zustand sie sich aktuell befindet. Der Showdown selbst, ist dann jedoch nicht mehr halb so detailliert, wie das Zuspitzen der Situation und das Erlangen von Erkenntnissen. In diesem Roman kann man also sagen, der Weg ist das Ziel und diese Art von Roman, die am Ende nicht in einer Art Explosion endet, muss man einfach mögen oder nicht und dann kann einen das Ende auch enttäuschen. Wobei ich für mich sagen muss, dass mir der Roman auf diese Art sehr gefallen hat, zumal bis sehr spät zum Ende hin, alles noch ungewiss ist.

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Bewertung von McFayden aus St. Ingbert am 20.10.2011 ***** ausgezeichnet
Der Thriller von Lisa Gardner hat sich den Titel “Ohne jede Spur” redlich verdient. Denn anders wie in vielen Krimis oder Thrillern, in denen ab einem gewissen Punkt absehbar ist, in welchem Personenkreis der Mörder zu finden sein wird, oder gar wer der Mörder ist, bleibt der Leser hier bis zum Schluss im Unklaren. Dies macht das Buch richtig spannend und absolut lesens- und empfehlenswert.

Ich fand die wechselnden Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, sehr gut dargestellt. Oft erlebt man hier, dass sich hinter einer Perspektive der Mörder verbirgt, dem die ermittelnden Beamten dann mit der Zeit auf die Schliche kommen. Doch hier findet meine keine Spuren, die einem helfen würden, (voreilige) Schlüsse zu ziehen.

Langsam wird im Verlauf des Thrillers immer mehr über das Leben der Familie preisgegeben. Der Ehemann James hütet ein dunkles Geheimnis, seine Tochter Ree hat gesehen, was in der Nacht passiert ist, doch sie verdrängt die schlimmen Gedanken und schweigt sich darüber aus. Und Sandra, die vermisste Ehefrau und Mutter, erzählt ihre Geschichte und Vergangenheit.

Nur sehr langsam entwickelt sich die Geschichte, die keine Spuren des Verbleibens von Sandra enthüllt, ohne dabei langatmig oder gar langweilig zu sein. Denn immer wieder kommen neue Wendungen und Ereignisse hinzu, die die Spannung aufrecht erhalten und teils auch noch steigern. Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen und nach ein paar kurzen Nächten hatte sich das Geheimnis dann endlich gelüftet. Das Ende war voller spannender Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte und die eine dunkle Vergangenheit der Familie zu Tage fördern.

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Bewertung von TrollMutti aus NRW am 05.10.2011 ***** ausgezeichnet
Gute Umsetzung einer alten Geschichte

Eine verschwundene Frau, jedoch keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen, ein verstörtes Kleinkind und ein Vater und Ehemann, der als der perfekte Verdächtige gelten kann. Dazu noch jede Menge Familiengeheimnisse und keine Kooperation vom liebenden Ehemann. Damit hat die Autorin nicht das Rad neu erfunden, nichtsdestotrotz aber geschafft den bekannte Plot sehr gut auszuschmücken.

Die einzelnen Personen, vor allem Jason, wirken sehr real und haben Charakter. Sie sind nicht perfekt, sondern haben auch Ecken und Kanten, so wie es sich für gute Figuren gehört. So entwickelt der Leser schnell Sympathien oder auch Antipathien. Besonders schnell schließt man die kleine Ree ins Herz, ein kleines freches und sehr cleveres Mädchen. Vor allem die Liebe und Hingabe der Eltern fasziniert immer wieder. Eine dazu parallele dunkle Vergangenheit wirkt besonders spannend.

Nach und nach erfährt der Leser immer mehr von den Hintergründen des Verschwindens und den Geheimnissen der Familie. Auch wie schnell es durch mangelnde Kommunikation zu schlimmen Missverständnissen kommen kann und vor allem welche Folgen daraus resultieren, konnte die Autorin hervorragend zeigen. Das Buch ist so von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und schafft es den Leser zu fesseln und zu überraschen.

Alles in einem auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

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Bewertung von Nefret am 23.09.2011 ***** sehr gut
Sandra Jones, Ehefrau und Mutter einer vierjährigen Tochter, verschwindet eines Nachts spurlos aus ihrem Haus. Die Polizei verdächtigt ihren Ehemann Jason, der seltsam emotionlos erscheint. Doch auch die Nachbarn haben dunkle Geheimnisse.

Normalerweise müssen für mich Thriller eher blutig sein, damit sie mir gefallen, aber "Ohne jede Spur" hatte mich wirklich gepackt. Ich habe alles liegen und stehen lassen, damit ich Lisa Gardners Buch schnell durchlesen konnte. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich nach den ersten Kapiteln nicht bereits ahnte, wie es enden würde.

Bis kurz vor dem Ende hätte ich diesem Thriller ohne Problem fünf Sterne gegeben, aber dann überschlagen sich die Ereignisse und der ganze Fall verliert ein wenig an Glaubwürdigkeit. Hier hat Lisa Gardner eindeutig zu viel gewollte. Eine Finte und ein Haken weniger wären besser gewesen.

"Ohne jede Spur" ist übrigens der dritte Teil um Sergeant D.D. Warren, die aber keine besonders prägnante Rolle spielt, so dass es kein Problem ist, das Buch außer der Reihe zu lesen.

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Bewertung von Marie1 aus der Nähe von Stutgart am 10.09.2011 ***** gut
Da ich eigentlich kein Freund von Thrillern bin, war ich natürlich doppelt gespannt auf dieses Buch.

Alles fängt auch ganz beschaulich und friedlich an. Die junge, hübsche Mutter Sarah Jones ist Lehrerin und Mutter der kleinen Fee. Ihr Mann Jason Jones ist Journalist und arbeitet größtenteils nachts. Nach außen scheint also alles unauffällig und unscheinbar. Bis Sandra eines nachts plötzlich wie vom Erdboden verschwindet und ihre Tochter allein in der Wohnung zurücklässt. Was ist passiert? Wurde sie entführt, ist sie aus freien Stücken davongelaufen oder hat sie gar einen Liebhaber? Die Verwirrung ist groß, denn es kommen immer mehr Tatverdächtige ins Spiel. Ist es der vorbestrafte Sexualtäter aus der Nachbarschaft, der Vater der Vermissten, der 13-jährige Schüler, der seine Lehrerin anhimmelt? Oder etwa der Ehemann von Sandra Jones?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Das macht die ganze Story unterhaltsam und abwechlungsreich. Die Spannung wird fast bis zum Schluß aufrechterhalten und man ist regelrecht hin- und hergerissen, was den potentiellen Täter betrifft.

Man wartet gespannt auf die Auflösung des "Falles". Aber was dann kommt, ist in der Tat mehr als unglaubwürdig und mit aller Kraft an den Haaren herbeigezogen. Dieser Schluß hat mir das Lesen dieses Buches ziemlich verleidet.

Deshalb, und für die schlechte Qualität des Bucheinbandes gebe ich nur 3 Sterne.

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Bewertung von Nijura am 22.08.2011 ***** sehr gut
Die dunkle Vergangenheit der Familie Jones

Die junge Mutter Sandra Jones verschwindet mitten in der Nacht. Sergeant Detective D.D. Warren hat es nicht leicht bei der Aufklärung. Der Ehemann Jason Jones scheint etwas zu verbergen, jedenfalls benimmt er sich merkwürdig und wenig kooperativ. Die 4-jährige Tochter Ree weiß etwas, aber wie soll man es ihr entlocken ohne ihrer empfindlichen Kinderseele weh zu tun? Und dann wohnt nur 5 Häuser weiter ein verurteilter Pädophiler....

Die Story wird aus vier verschiedenen Sichtweisen geschildert: aus der Ich-Perspektive von Sandra und dem vorbestraften Aidan Brewster und in der dritten Person von Jason und Sergeant Detective D.D, Warren. Dadurch hat man einen guten Überblick über die jeweilige Gefühlswelt der Protagonisten, dennoch bleibt es spannend, da die Geheimnisse der einzelnen Personen (hauptsächlich Sandra und Jason) nicht bzw. nur stückweise verraten werden und man natürlich sehr neugierig wird, was denn nun so schlimm an deren Vergangenheit ist.

Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, jede der Personen ist sympathisch, man traut keinem von ihnen einen Mord zu und man rätselt bis zum Schluss, was denn nun passiert sein könnte.
Sehr aufschlussreich war die Schilderung wie man gelöschte Daten auf einem PC wieder herstellen kann.

Der Schluss des angenehm unblutigen Thrillers hat mich dann leider sehr enttäuscht, da dieser wirklich an den Haaren herbeigezogen war – kein bisschen plausibel, deshalb muss ich ein Sternchen abziehen.

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Bewertung von urmeli am 07.08.2011 ***** sehr gut
Sandra Jones, eine junge Mutter, Ehefrau und beliebte Lehrerin verschwindet plötzlich mitten in der Nacht, während ihr Mann als Reporter bei der Arbeit war. Die kleine Tochter, die 4-jährige Ree, bleibt zurück. In dem Haus gibt es keine Einbruchsspuren und außer einer zerbrochenen Nachttischlampe ist nichts beschädigt und es fehlt auch nichts. Die Ermittlungen der Polizei beginnen erst schleppend, ein erwachsener Mensch kann auch freiwillig spurlos verschwinden, doch dann häufen sich die Verdachtsmomente.
In ersten Linie gegen den Ehemann, schließlich wohnen sie in einem extrem gesicherten Haus in einer harmlosen Vorortsiedlung in Boston. Woher kommen die Millionen auf seinem Konto und warum gibt es keine Informationen über Jason Jones die länger als 5 Jahre zurück liegen?
In der Nachbarschaft, mit Einblick in das Schlafzimmer der Eheleute wohnt ein vorbestrafter Sexualtäter. Hat er etwas mit dem Verschwinden einer sehr hübschen jungen Frau zu tun? Aber auch Sandra hat so ihre Geheimnisse. Regelmäßig nimmt sie sich eine Auszeit von der Ehe und vergnügt sich mit fremden Männern bei einem Wellnessurlaub. Und warum verhindert sie jeden Kontakt mit ihrem Vater, einem angesehenen Richter aus den Südstaaten, und versteckt sich und ihre Tochter vor ihm?
Viele Fragen und viele Verstrickungen sind in dem rasant geschriebenen Thriller zu lösen. Lisa Gardner schreibt nicht nur äußerst spannend - man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen - sondern auch sehr vielschichtig. Es gibt nicht nur Gut und Böse, alles hat zwei Seiten und ganz frei von Schuld sind auch die "Guten" in der Geschichte nicht. Äußerst lesenswert!

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