Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben - Keßler, Heinz; Streletz, Fritz

Heinz Keßler Fritz Streletz 

Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

Zwei Zeitzeugen erinnern sich

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Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben

Die Entscheidung wurde von der Führungsmacht getroffen

Inzwischen sind sich alle, die sich ernsthaft mit dem 13. August 1961 und seinen Ursachen befassen, darin einig: a) Die Maßnahmen beendeten eine latente Krise in Zentraleuropa, welche in einen Krieg zwischen West und Ost hätte münden können. Und b) die DDR handelte im Auftrag des Warschauer Vertrages und seiner Führungsmacht, der Sowjetunion. Aus Anlass des 50. Jahrestages dieser Operation äußern sich im Gespräch: Heinz Keßler und Fritz Streletz, die letzten noch lebenden prominenten Beteiligten, die Zeugnis darüber ablegen können.


Produktinformation

  • Abmessung: 210mm x 128mm x 23mm
  • Gewicht: 285g
  • ISBN-13: 9783360018250
  • ISBN-10: 3360018257
  • Best.Nr.: 32596380
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.05.2011

Verblendete
Mauerbau aus NVA-Sicht

Zwei Veteranen der Nationalen Volksarmee reden die Zeit des "Schutzwalls" schön und bringen viel Verständnis für Staats- und Parteichef Walter Ulbricht auf, vor allem aber für sich selbst. Der frühere Armeegeneral Heinz Keßler (Jahrgang 1920), von 1956 bis 1986 Stellvertretender Minister und anschließend bis 1989 Minister für Nationale Verteidigung, und Fritz Streletz (Jahrgang 1926), von 1979 bis 1989 Chef des Hauptstabes der NVA, attackieren in ihrem Greisen-Sturmlauf gegen das westlich-kapitalistische Geschichtsbild sogar die Linkspartei, die sich zu jedem Jahrestag des Mauerbaus "pflichtschuldig ihr Büßergewand" überwerfe. Dabei stehe fest, dass nicht einmal Ulbricht eine "geistige Urheberschaft an der Mauer" zukomme: "Die DDR wollte die Bombe Westberlin entschärfen, aber nicht unbedingt auf jene Weise, wie es am 13. August 1961 geschah." Damals hätten die "Machthaber Westdeutschlands und der USA" zum Krieg gedrängt. Die Sowjetunion habe nur auf die "Rückkehr alter Nazis", die forcierte Aufrüstung und den "massiven Antisowjetismus und Antikommunismus" in der Bundesrepublik reagiert. Das alles klingt …

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Heinz Keßler, Jahrgang 1920, trat 1941 als Wehrmachtsoldat zur Roten Armee über. 1961 war er Chef der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung und Stellvertretender Verteidigungsminister.

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