Odyssee - Homer

Homer 

Odyssee

Nachw. Walter Burkert.

Aus d. Griech. übertr. u. komment. v. Kurt Steinmann
Buch mit Leinen-Einband
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Odyssee

Mit Homer begann die abendländische Literatur. Sein Menschheitsepos um die Abenteuer des listenreichen Odysseus und dessen Gefährten wurde zum Leitstern für die bedeutendsten Dichter von Vergil über Dante und Shakespeare bis in die Neuzeit. Noch heute erweist sich die "Odyssee", dieser "Triumph des Erzählens" (Virginia Woolf), als die sinnfälligste Metapher für das Leben des Menschen und sein Schicksal in der Welt. Manesse legt den Großklassiker in einer prachtvollen, illustrierten Referenzausgabe auf - für "Odyssee"-Kenner wie -Entdecker.

Die "Odyssee" in einer Ausgabe für das 21. Jahrhundert: neu übersetzt und erstmals mit Kommentar

Mit Homer begann die abendländische Literatur. Sein Menschheitsepos um die Abenteuer des listenreichen Odysseus und dessen Gefährten wurde zum Leitstern für die bedeutendsten Dichter von Vergil über Dante und Shakespeare bis in die Neuzeit. Noch heute erweist sich die "Odyssee", dieser "Triumph des Erzählens" (Virginia Woolf), als die sinnfälligste Metapher für das Leben des Menschen und sein Schicksal in der Welt. Manesse legt den Großklassiker in einer prachtvollen, illustrierten Referenzausgabe auf - für "Odyssee"-Kenner wie -Entdecker.

Nach langen Jahren der Belagerung und dem ersehnten Sieg über Troja zieht es König Odysseus zurück in die griechische Heimat. Doch die Überfahrt gestaltet sich gefahrenreich. Sie stellt die Einfallsgabe des ebenso klugen wie phantasievollen Helden in zahlreichen populär gewordenen Episoden auf eine harte Probe: Um sich aus der Gefangenschaft des Kyklopen Polyphem zu befreien, nennt sich Odysseus "Niemand" und sticht dem Riesen sein einziges Auge aus. Den Gesängen der zwitterhaften Sirenen widersteht der umsichtige König, indem er die Ohren seiner Gefährten mit Wachs verklebt und sich selbst an den Schiffsmast fesseln läßt - da lauert mit den Seeungeheuern Skylla und Charybdis bereits neue Bedrohung. Auf einem Floß kehrt Odysseus schließlich als einzig Überlebender nach Ithaka zurück und tötet in einem beispiellosen Rachefeldzug die aufdringlichen Freier seiner Frau Penelope.

Mit detaillierter Wirklichkeitsfülle, kräftig-erdnaher Sprache und differenzierter Figurenzeichnung entfaltet dieses Versepos die unerschöpflich reiche Welt des Altertums. Raffiniert-verschlungen erzählt es in vierundzwanzig Gesängen eine Lebensreise, die seit der Entstehung im 8. Jahrhundert v. Chr. als ein "Höhepunkt der Menschheit" (Hugo von Hofmannsthal) zum Kanon jeder Lesegeneration gehört. Die vorliegende sprachmächtige neue Übertragung in Versen wird ergänzt durch einen sorgfältigen Anmerkungsapparat mit Stellenkommentar und das Nachwort des Homer-Fachmanns Walter Burkert.
- Nach dem großen Erfolg von "Gullivers Reisen" - ein weiterer Prachtband bei Manesse!
- Satiniertes Naturpapier und 16 eigens für diesen Band gestaltete Graphiken von Anton Christian vervollständigen diese bibliophile Kostbarkeit.

'Und es gilt eine Übersetzungsleistung zu feiern, die seinesgleichen sucht.' Literarische Welt

"Es ist, als spiegelte sich zum erstenmal die Welt in einer menschlichen Seele." Hugo von Hofmannsthal

'Man hätte es kaum geglaubt, dass es genauer überhaupt, auch 'schöner' noch gehen könnte.' Hans-Albrecht Koch in NZZ über Übersetzung


Produktinformation

  • Verlag: Manesse
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 420 S. m. 16 Illustr. v. Anton Christian.
  • Seitenzahl: 420
  • Deutsch
  • Abmessung: 30, 5 cm
  • Gewicht: 2075g
  • ISBN-13: 9783717590200
  • ISBN-10: 3717590200
  • Best.Nr.: 22817255
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.12.2007

Also sprach er – doch wie soll ihn der Leser betonen?
Auch in schönen Sandalen kann man stolpern: Kurt Steinmanns neue Versübersetzung der „Odyssee”
Über Johann Heinrich Voß, den sterblichen Dichter eigener Werke, aber unsterblichen Übersetzer der Klassiker des Altertums, witzelte man einst, er könne gar nicht mehr anders als in antiken Versmaßen reden. Auf Reisen soll er die Auskunft gegeben haben:
„Rektor in Eutin bin ich, logiere im Schwarzen Adler.”
Das ist ein Hexameter. Also ein sechshebiger reimloser Vers, in dem sechs auf der ersten Silbe betonte Daktylen (also lang-kurz-kurz, wie: rúm-ta-ta) jeweils durch Spondeen (rúm-rum) und im Deutschen auch durch Trochäen (rúm-ta) ersetzt werden können – wobei der letzte Daktylus im Vers immer unvollständig ist. Es ist also ein Hexameter, aber kein guter Hexameter. Denn während die Struktur des Verses im griechischen und lateinischen Vorbild von der Länge und Kürze der Silben bestimmt war, muss die anders funktionierende deutsche Dichtersprache die Hebungen – die Längen – statt dessen durch die natürliche Betonung der Wörter markieren (was beispielsweise dem Französischen mit …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Eingehend lässt Rezensent Hans-Albrecht Koch die Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte der Homerischen Epen Revue passieren, ehe er sich mit hymnisch preisenden Worten der Neuübersetzung der "Odyssee" von Kurt Steinmann zuwendet. Dass eine präzisere und auch noch ansprechendere Übersetzung als die gelungene Fassung des Archäologen Roland Hampe aus den 1970er Jahren überhaupt möglich ist, hätte der freudig überraschte Rezensent nicht geglaubt. Doch überzeugen ihn die Hexameter Steinmanns vor allem durch ihren "Rhythmus", der mitunter kühn auf eine starke Betonung zu Anfang der Verse verzichte und so alles Mechanische und Starre aus der deutschen Übersetzung tilge. Indem er sich traut, von der korrekten Hexameterform in manchen Fällen abzuweichen, gewinnt die Fassung an Lebendigkeit und Frische, schwärmt Koch. "Frische" sagt der Rezensent auch den Illustrationen von Anton Christian nach, kurz: er ist von dieser "Odyssee" einfach rundum begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH"

"Es ist, als spiegelte sich zum erstenmal die Welt in einer menschlichen Seele." Hugo von Hofmannsthal<br/><br/>"Dies ist ein Text ohne Ende für den Denkenden." Friedrich Nietzsche<br/><br/>"An dieser Stelle gilt es einen Illustrator zu feiern, der schon 'Gullivers Reisen' aus der Kinderbuchecke herausgemalt hat. Es gilt einen Verlag zu preisen, der es in jedem Jahr wagt, atemberaubende Entdeckungen auch unter dem scheinbar allzu bekannten zu machen. Und es gilt eine Übersetzungsleistung zu feiern, die seinesgleichen sucht. ... Selten hat es eine solche Lust bereitet, zu den Quellen zu gehen." Die Literarische Welt<br/><br/>"Ein Triumpf des Erzählens." Virginia Woolf<br/><br/>"Man hätte es kaum geglaubt, daß es genauer überhaupt, auch 'schöner' noch gehen könnte. Und doch ist das dem Schweizer Kurt Steinmann, dem wir schon manche vortreffliche Übertragung griechischer Tragödien verdanken, an vielen Stellen gelungen. ... Nicht mechanisch fällt bei Steinmann immer der Wortakzent mit dem Versakzent zusammen, das nimmt seiner Sprache die Schwere. Das ist in der langen Tradition deutscher Hexameter-Übersetzungen ein wenig gewagt, aber es ist schön und entlastet. Das tun auch die Illustrationen von Anton Christian, im Stil auf Frische bedacht wie die Sprache der neuen Übersetzung." Neue Zürcher Zeitung<br/><br/>"Man hätte es kaum geglaubt, dass es genauer überhaupt, auch "schöner" noch gehen könnte." Hans-Albrecht Koch in NZZ über Übersetzung<br/><br/>"Und es gilt eine Übersetzungsleistung zu feiern, die seinesgleichen sucht." Literarische Welt<br/><br/>"Steinmann überzeugt von Anfang an. Er setzt, das Original fest im Blick, von Anfang an auf Präzision [...] und schafft dabei, o Wunder, eine auffallend geschmeidige, flüssige und wohltuend melodische Nachdichtung. ... Locker, elegant, mit Feingefühl und ausgeprägtem Sprachsinn macht er aus dem alten Versepos ein überraschendes Lesevergnügen. Diese Übersetzung, so frisch und gar nicht kantig, ist ein Glücksfall. Und das Buch, das sie uns bietet, auch. Der Manesse-Verlag Zürich, vorzügliche Adresse für alle, denen die Schätze der Weltliteratur nicht schnuppe sind, die wissen, dass man hier Klassiker in exquisiten Ausgaben druckt, demonstriert uch in diesem Fall die hohe Schule der Schweizer Buchkunst... Eein Buch zum Schwärmen, gehüllt in dunkelblaues Leinen, geschmückt mit sechzehn herrlichen, großen Bildern von Anton Christian, und selbst der illustrierte Schuber ist eine Augenweide. Besser, verführerischer kann man für Homer nicht werben." lesart<br/><br/>"Die Leistung einer neuen Übersetzung wird niemals in den Hexametern bestehen. Sie sind die leichteste Übung. Schwierig ist es, die originalen Bilder und Metaphern und noch dazu in ursprünglicher Reihenfolge wiederzugeben, die festen Formeln unerschütterlich festzuhalten und das Prunkende und Üppige zu vermeiden [...] Kann man sagen, dass Steinmann in seiner Neuübersetzung das gelungen ist? Es ist ihm gelungen." Die Zeit<br/><br/>"Nicht nur leicht lesbar, sondern besonders zu empfehlen wegen der ausgiebigen Erläuterungen und dem Personenverzeichnis." Focus<br/><br/>"Eine sprachmächtige Übersetzung, die trotz des Versmaßes im zeitgemäßen Deutsch erscheint. Eine Leseschatz für Jung und Alt." Brigitte<br/><br/>"In strahlendem, neuen Deutsch von Kurt Steinmann." Die Welt am Sonntag
Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.

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