Nur der Name ist gewöhnlich - Müller, Peter

Peter Müller 

Nur der Name ist gewöhnlich

Die Karriere des "Karate-Peter"

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Nur der Name ist gewöhnlich

Peter Müller blickt zurück auf ein Leben voller Berg- und Talfahrten, auf eine ganz außergewöhnliche Biografie. Nach abgeschlossener Schule, Lehre und Wehrdienst, findet er zum Kampfsport. Wie besessen betreibt er Karate und Taekwondo, eröffnet seine eigene Sportschule und nimmt an internationalen Meisterschaften teil. Doch mit der erlernten Kampfkunst und dem Gefühl der Stärke, beginnt auch der Weg in die Kriminalität und ins Milieu. Was mit vereinzelten Schlägereien begann, führt bald zu gezieltem Raub der scheitert. Nach wochenlanger Flucht wird er schließlich gefasst, verurteilt und zum ersten Mal inhaftiert. Nach der Entlassung versucht Müller wieder mit einem Sportstudio seinen Unterhalt zu verdienen doch die Verlockungen des schnellen Geldes sind zu groß. Es folgen Schutzdienste, Geldeintreibung, Zuhälterei und Drogenhandel. Auch diese Karriere endet mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe. In der Haft beginnt er Gedichte zu schreiben, die sogar als Buch erscheinen. Abermals auf freiem Fuß versucht er es zunächst wieder mit legalen Geschäftsideen und erliegt ein weiteres Mal. Peter Müller erzählt sein Leben und seine Taten ohne zu verharmlosen oder um Entschuldigung zu bitten. Es ist ein ungeschminkter Einblick in die kriminelle Welt, ihren Verlockungen und ihren Regeln. Er zeigt auch die Brüche in der Gesellschaft und die Schwierigkeiten wieder in ein normales Leben zurück zu kommen, obwohl man seine Strafe verbüßt hat.


Produktinformation

  • Verlag: B3 Verlag
  • 2012
  • 1. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 150 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 150
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 149mm x 18mm
  • Gewicht: 295g
  • ISBN-13: 9783943758320
  • ISBN-10: 394375832X
  • Best.Nr.: 35205284
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.04.2012

Räuber und Gendarm
Bücher über Kriminelles, verfasst von Fachmännern

Man sieht sich immer zweimal im Leben. Was in der Politik wie eine Drohung klingen kann, erwies sich gestern in der Romanfabrik als versöhnliche Wiederbegegnung gereifter Männer. Sie stammen, wenn man so sagen darf, aus verfeindeten Lagern. Harald Körner war Oberstaatsanwalt, Peter Müller Verbrecher. Der Drogenhändler, Räuber, Zuhälter und sein Gegner, der Rauschgiftbekämpfer, Ankläger, Kommentarverfasser im Fachgebiet Betäubungsmittelgesetz, hatten einst einen wichtigen gemeinsamen Termin, als sie noch aktiv waren. Vor dem Frankfurter Landgericht sorgte Körner dafür, dass Müller eine langjährige Freiheitsstrafe wegen Drogenkriminalität bekam. Die beiden Spitzenkräfte ihrer Branche haben inzwischen den Beruf gewechselt und sind unter die Schriftsteller gegangen.

Unter dem Pseudonym Johannes Frumen (ein Lateiner, wer an Körner denkt) hat der ehemalige Strafverfolger einen Kriminalroman vorgelegt: "Sterbeengel". Das Buch ist kein Reißer, eher eine nachdenklich erzählte Geschichte über einen Grenzgang zwischen Recht, Gerechtigkeit und Moral. Jahrzehntelange …

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"Peter Müllers Buch "Nur der Name ist gewöhnlich" gehört zur Gattung Biographie, doch der dezente Ausdruck ist unpassend für das, was man zu lesen bekommt. Es handelt deftig von Liebe, Sex, Beruf und Kriminalität. [...] Der Ton auf 150 Seiten ist freilich von einer Direktheit, die schlangenhaftes Sichwinden auszuschließen scheint."
[Quelle: FAZ]

"Müller fand einen eigenen Weg, mit seinem Schicksal umzugehen. Schreiben, das Spielen mit Worten, reizte ihn schon immer. Im Gefängnis verfasste er Gedichte. Es sind keine poetischen Höhenflüge, aber ehrliche Verse: "Ein Unfall ist ganz schnell passiert,/wenn der Bus die Spur verliert,/vielleicht fängt er dann an zu brennen,/die Wärter um ihr Leben rennen,/das machen die in solchen Fällen/und ich sitz' da - mit meinen Schellen", beschrieb er eine der vielen Busfahrten vom Gefängnis zur Gerichtsverhandlung. Für fröhlichere Achtzeiler zahlte ihm eine Grußkartenfirma später 250 Mark. Das machte ihm Mut für das Projekt Biografie. "Ich weiß, dass meine Geschichte kein Vorbild ist. Aber sie ist lesenswert und zeigt, wie das Leben laufen kann."
[Quelle: Frankfurter Neue Presse]
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