Normale deutsche Rechtschreibung - Ickler, Theodor

Theodor Ickler 

Normale deutsche Rechtschreibung

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Normale deutsche Rechtschreibung

Kurze, klare Regeln. Mit einer Anleitung zum richtigen Schreiben und einem ausführlichen Wörterverzeichnis. Mit dieser neuartigen Darstellung soll nicht nur ein praktisches Hilfsmittel für den Alltag bereitgestellt, sonder zugleich gezeigt werden, dass die in Jahrhunderten gewachsene Orthopraphie äusserst lesefreundlich und - bei hinreichender Liberalität an den richtigen Stellen - leicht zu beherrschen ist.


Produktinformation

  • Abmessung: 197mm x 139mm x 42mm
  • Gewicht: 720g
  • ISBN-13: 9783931155148
  • ISBN-10: 3931155145
  • Best.Nr.: 09180878
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.09.2000

Das wohltemperierte Wörterbuch
Einfach weise: Theodor Icklers sanft reformierte Orthographie

Fast vier Jahre währt nun der Protest gegen die überfallartig verordnete Rechtschreibreform: Schriftsteller und Wissenschaftler, Journalisten, Lehrer und Eltern, die einfach kundige Leser und Schreiber des Deutschen sind, wehren sich gegen diesen Oktroi voller Verschlimmbesserungen der vertrauten Schreibnorm. In ihrem eigenen Schreibgebrauch vertrauen sie auf ihr orthographisches Wissen und ihre sprachliche Institution - notfalls nehmen sie einen alten Duden zur Hand. Denn alle Rechtschreibwörterbücher seit 1996 versuchen, die neuen Regeln anzuwenden - wie bekannt mit unterschiedlichen Ergebnissen. Nur eines gab es nicht mehr: eine Darstellung der bewährten Rechtschreibung. Die angestrebte Bewahrung der seit hundert Jahren geltenden deutschen Einheitsorthographie drohte an einer Banalität zu scheitern: dem Fehlen eines entsprechenden Wörterbuches, das jeder kaufen kann.

Hier ist es endlich: von Theodor Ickler, dem schärfsten Kritiker der Rechtschreibreform. Aber man darf sich wundern: Nicht der gewandte Polemiker führt hier das Wort, sondern der …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Theodor Ickler hat seinen "Gegenentwurf" zum reformtreuen Duden überarbeitet, und hat nach Ansicht von Horst Haider Munske gute Arbeit geleistet. Doch was ist die "normale deutsche Rechtschreibung"? Es ist die eingebürgerte "Gebrauchsnorm", die der Autor aus "unzähligen Texten ermittelt" hat. Diese Gebrauchsnorm sei nicht immer regelkonform, werde aber von jedem als richtig empfunden. Also setzt Ickler auf Sprachvernunft und, bei Streitfällen, auf freie Wahl. Worin aber bestehen eigentlich noch, wenn es um die Getrennt- und Zusammenschreibung von Verbkonstruktionen   geht, die Unterschiede zwischen den duldenden Regeln der 2004 angepassten neuen Rechtschreibung und den Abwägungen von Ickler? Darauf geht der Rezensent leider nicht ein - und empfiehlt abschließend beide Nachschlagewerke.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.12.2004

David gegen Goliath?
Die Neuausgaben von „Ickler” und „Duden” markieren die Positionen im Rechtschreib-Streit
Zwei Rechtschreibwörterbücher, der bewährte Duden und der neue Ickler, repräsentieren die beiden wichtigsten Positionen im Konflikt um die deutsche Rechtschreibung. Hier das Traditionswerk aus dem Duden-Verlag im jüngsten Kleid der Reform, dort der Gegenentwurf des prominenten Verteidigers der bewährten Rechtschreibung.
Der Duden hat eine lange Geschichte und leitet daraus seine Vorrangstellung ab. Bereits 1880, wenige Jahre nach dem Scheitern der Rechtschreibreform von 1876, erschien unter dem anspruchsvollen Titel „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache” eine Wörterliste von 187 Seiten, die die Regeln der Preußischen Schulorthographie auf den Grundwortschatz des Deutschen anwandte und eine leicht lernbare Richtlinie bot. Konrad Duden, ursprünglich durchaus Reformen zugeneigt, schlug sich damit auf die Seite der Tradition und setzte das neugefasste, aber in der Sache kaum veränderte Regelwerk der deutschen Orthographie in ein Wörterbuch um. Der Erfolg seines Buches bahnte den Weg für …

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Leseprobe zu "Normale deutsche Rechtschreibung"

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Kundenbewertungen zu "Normale deutsche Rechtschreibung" von "Theodor Ickler"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.3 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen **** gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
 
(1)
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Bewertung von Theodor Ickler aus Spardorf am 13.09.2006 ***** sehr gut
Als Verfasser dieses Wörterbuches möchte ich eine Richtigstellung zur Rezension von Lars Kerner geben.
Mein Wörterbuch stellt nicht die "alte Rechtschreibung" dar, worunter der Rezensent anscheinend die Dudenrechtschreibung vor der Reform versteht. Es stellt vielmehr die vor der Reform und unabhängig von ihr immer noch übliche Schreibweise dar. Wo sie in bedeutsamem Maß variiert, ist das auch im Wörterbuch so verzeichnet. Das ist die Idee des empirischen Rechtschreibwörterbuchs, die Kerner nicht verstanden zu haben scheint.
Nach meinem Wörterbuch kann man keineswegs nur "ernst machen" schreiben, es ist vielmehr zweimal ausdrücklich vermerkt, daß man "ernst/Ernst machen" schreibt (S. 183). So findet man es in den Texten, es handelt sich offenbar um die beiden Muster "Schluß machen" und "schnell machen".
(Da hier eine Wertung abgegeben werden muß, möchte ich notgedrungen mein Buch mit "gut" bewerten. Bitte nehmen Sie das nicht zu ernst!)

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Bewertung von Norbert Pomplun aus Berlin am 10.08.2006 ***** ausgezeichnet
Bei der deutschen Rechtschreibung den ständig sich ändernden amtlichen Regeln (1998, 2004, 2006...) zu folgen, ist eine Möglichkeit, eine andere jedoch der bis 1996 gültigen Rechtschreibung - und möglicherweise bessere. Für diese Variante gibt es derzeit nur ein einziges aktuelles Wörterbuch, nämlich dieses von Theodor Ickler. Wohlgemerkt: es ist kein Nachdruck des letzten Dudens vor der ersten Rechtschreibreform, sondern eine Beschreibung der bis dahin entwickelten Norm der deutschen Rechtschreibung. So legt sich Th. Ickler nicht auf jene manchmal sehr schwer nachvollziehbaren Einzelfallentscheidungen des alten Dudens fest, sondern führt alle der Norm entsprechenden Schreibungen an (so darf es also "radfahren" und "Rad fahren", "in bezug" oder "in Bezug" heißen). Hier wird deutlich, daß sich die Schreibung des Deutschen (wie auch anderer Sprachen) nicht in das Korsett einer starren Regelung pressen, sondern nur durch Regeln beschreiben läßt, die einen angemessenen Rahmen für sinngerechtes Schreiben darstellen (und daher auch Differenzierungen ermöglichen und nicht nur beliebige Varianten). Seinem (manchmal vielleicht etwas zu) knapp gehaltenen Wörterverzeichnis sind zwei Regelbeschreibungen vorangestellt: eine als "Kurze Anleitung zum rechten Schreiben" und eine mit den "Hauptregeln der deutschen Orthographie", die in Paragraphen eingeteilt ist und auf die das Wörterverzeichnis zur Begründung zuweilen hilfreich verweist. Diese Beschreibungen sind erfreulich kompakt und klar, vielleicht manchmal auch zu knapp. Dennoch läßt sich aus ihnen die angemessene Schreibweise leicht ableiten. Sprache ist stets im Wandel, der sich durch Übergänge auch in der Schreibung ausdrückt. Diesen Übergängen entsprechen manchmal verschiedene mögliche weil angemessene Schreibungen. Da sich diese aber stets begründen lassen, ist dies etwas anderes als Varianten, zwischen denen man beliebig wählen kann. Der einzige in meinen Augen kritische Punkt dieses Werkes sind die wenig differenzierenden Angaben zu einigen problematischen geschichtlichen Personen. Dies hat eigentlich nichts mit dem Werk als solchem zu tun, könnte aber manch einen gegen das ganze Buch voreingenommen machen, was sehr schade wäre. Vielleicht werden diese Angaben in einer der nächsten Auflagen korrigiert. Als Orientierung zu einer vernünftigen deutschen Rechtschreibung und mitten in einer sich auflösenden Einheitlichkeit der Schreibungen mit der Folge des Verlusts an Rechtschreibintuition kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es kann sogar denen helfen, die sich an die neue Rechtschreibung halten müssen oder wollen und die nicht einfach nur den Empfehlungen der Dudenredaktion folgen wollen.

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Bewertung von Lars Kerner aus Am Vogelsang 3, Düsseldorf am 24.12.2000 ***** schlecht
Der Autor behauptet, dass er in seinem Wörterbuch die alte Rechtschreibung darstelle.
In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mischform aus alter und neuer Rechtschreibung. Besonders die Vielzahl an Doppelschreibungen (statt dessen/stattdessen, ernst nehmen/ernstnehmen, die dritte Welt/die Dritte Welt) ist einfach unerträglich. Da kann man ja gleich nach dem Motto "schreib, wie du willst" vorgehen. Darüber hinaus enthält es sogar Grammatikfehler. So darf man nur noch "ernst machen" schreiben. "Ernst" ist hier aber ein Substantiv und nicht ein Adjektiv, wie in "ernst nehmen/meinen/werden". So ein Fehler sollte einem Germanistik-Professor eigentlich nicht unterlaufen.
Mein Fazit: Dieses Buch ist völlig unbrauchbar für Leute, die sich weiterhin der alten Rechtschreibung bedienen wollen. Sie sollten sich lieber antiquarisch einen alten Duden besorgen.

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