Produktbeschreibung zu Nach Rom zu Fuß
Über die Alpen und durch Italien - zu Fuß in die Ewige Stadt
Nach Rom zu reisen bedeutete einst, daß sich ein Lebenstraum
erfüllte. Ob der Kaiser, der in Rom die Krone, oder der Bischof,
der hier den Bischofsstab zu empfangen hoffte, der Pilger, der vor
den Apostelreliquien beten, der Künstler, der sich an der Antike
vervollkommnen, oder der Gebildete, der sich in Roms Geschichte
selbst finden wollte - die Ewige Stadt zog sie alle an, und die
Anziehungskraft war so groß, daß Menschen auf der Nordseite der
Alpen die Kosten und Beschwernisse wochen-, ja monatelangen Reisens
auf sich nahmen, um das Ziel ihrer Wünsche zu erreichen. Heute
haben Eisenbahn, Auto und Flugzeug die Romreise zu einer Sache von
wenigen Stunden gemacht, sie ist das Ergebnis einer
Augenblicksentscheidung und nicht mehr Gegenstand der
Lebensplanung."War die Reise hierher einst eine Pilgerfahrt
und sicherlich ein Ereignis im Leben eines Menschen, so macht man
sie jetzt in kürzester Zeit ab", schrieb schon im
19.Jahrhundert der Schriftsteller und Romkenner Gregorovius.
Lange Zeit hat Christian Jostmann davon geträumt, zu Fuß nach Rom
zu gehen, und als sich plötzlich die Gelegenheit ergab, ist er nach
wenigen praktischen Vorbereitungen von München aus aufgebrochen,
auf dem Rücken das Lebensnotwendige, vor sich die Alpen und zwei
Monate Zeit. Was er auf seiner Reise zu einem uralten Ziel, auf
alten, aber längst vergessenen Wegen erfahren hat, erzählt er in
diesem Buch. Er erzählt von Gefährten und Vorläufern, von großen
Schlachten und verschwundenen Sprachen, von einem deutschen
Militärarzt am Po und einem Hobby-Archäologen im Apennin, von
singenden Mönchen und verkannten Propheten, von Gastfreundschaft
und Einsamkeit, kurzum: von anrührenden Begegnungen mit Geschichte
und Gegenwart Italiens, wie sie nur ein Wanderer erlebt. Es ist
dieGeschichte einer Reise, die nicht nur den Raum, sondern die Zeit
durchmißt.
Produktinformation
- Verlag: Beck
- 2007
- Ausstattung/Bilder: 2007. 220 S. m. 20 Abb. u. 6 Ktn.-Skizzen.
- Seitenzahl: 220
- Deutsch
- Abmessung: 21 cm
- Gewicht: 335g
- ISBN-13: 9783406557392
- ISBN-10: 3406557392
- Best.Nr.: 20934479
 | Besprechung von 16.02.2007 |
Die Reise wert
Von SZ-Autoren: Christian Jostmann wandert nach Rom
Wer einst nach Rom ging, machte die Reise seines Lebens. Ob er ein
frommer Christ war, der die Nähe der Apostelreliquien suchte, ein
Künstler, der sich an der Antike vervollkommnen, oder ein
Gebildeter, der sich in Roms Geschichte selbst finden wollte: Die
Reise nach Rom war „eine Pilgerfahrt und ein Ereignis im Leben
eines Menschen”, schrieb Ferdinand Gregorovius. Gregorovius selbst
erlebte, wie die Eisenbahn die Romfahrt zu einer Sache von Stunden
machte – und wie die Ewige Stadt eben dadurch in unerreichbare
Ferne rückte. Im Glauben, dass Rom eine weite Reise wert ist, hat
sich Christian Jostmann, Historiker und regelmäßiger Autor im
SZ-Feuilleton, von München aus auf den Weg gemacht, auf dem Rücken
das Nötigste, vor sich die Alpen und zwei Monate Zeit. In „Nach Rom
zu Fuß” erzählt er, was er unterwegs erlebt und gesehen hat. Er
berichtet von Vorläufern und Gefährten, von großen Schlachten und
verschwundenen Sprachen, von singenden Mönchen und verkannten
Propheten, von Gastfreundschaft und Fremdheit: von Italiens
Geschichte und Gegenwart, wie sie nur ein Wanderer erfährt.
SZ
CHRISTIAN JOSTMANN: Nach Rom zu Fuß. Geschichte einer Pilgerreise.
Verlag C. H. Beck, München 2007. 224 Seiten, 18,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH,
München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
 | Besprechung von 03.05.2007 |
Italien unter den FüßenWer je versucht hat, sich im Autoland Italien spazierengehenderweise fortzubewegen, der wird vor dem Autor dieses Buchs den Hut ziehen. "Nach Rom zu Fuß" ist Christian Jostmann gegangen, ein moderner Pilger und Historiker, der sich mit dieser mühsamen Reise ab München einen langgehegten Traum erfüllt hat - so wie die Rom-Pilger vergangener Jahrhunderte, die schier unendliche Strapazen auf sich nahmen, um an den Apostelgräbern zu beten oder die Kunst der Antike zu bewundern. Heute, da nur eine Flugstunde Rom und München voneinander trennt, erscheint ein solches Vorhaben ebenso spannend wie skurril. Das Pilgern mag neuerdings wieder en vogue sein, in Italien mit seinen schlecht gepflegten Wanderwegen und gefährlichen Schnellstraßen ist es sicherlich nicht das reine Vergnügen. Jostmann stürzt sich denn auch gleichermaßen mit Lust und Zweifeln in sein Abenteuer, ausgerüstet mit einem Rucksack, einer Pilgerkarte aus der Zeit um das Jahr 1500 und zwei Monaten Zeit. Von der bayerischen Landeshauptstadt aus wandert er die Isar entlang und ins Karwendelgebirge hinein, über den sogenannten "Traumpfad" Richtung Venedig bis nach Verona, …
"Ein schönes Buch für lange Abende auf einsamen Berghütten. Und ein Ansporn, die Niederungen des Alltags hinter sich zu lassen." (stern)
»bemerkenswerte Begegnungen und ungeschminkte Beobachtungen.« Bert Hoppe, Berliner Zeitung 28.08.2007
Christian Jostmann, geb. 1971, ist promovierter Mediävist und Autor der 'Süddeutschen Zeitung'.
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