Muttersohn - Walser, Martin

Martin Walser 

Muttersohn

Roman

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Muttersohn

Was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag - der neue, große Roman von Martin Walser.

"Muttersohn" ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.

"Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage - es ist." -- FELICIAS VON LOVENBERG, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Ein heiteres, altersweises Spiel, das von Normen und Begrenzungen nichts mehr wissen will." -- ADAM SOBOCZYNSKI, DIE ZEIT

"So luzide kann Wahn nur in irre großer Literatur sein." -- SABINE VOGEL, BERLINER ZEITUNG

"Dies ist kein wunderliches Alterswerk, sondern ein großer Wurf." -- RICHARD KÄMMERLINGS, WELT AM SONNTAG

"Martin Walsers neuer Roman ist ein Liebes-Evangelium." -- JÖRG MAGENAU, LITERATUREN

"Er war noch nie so gut wie jetzt." -- JOBST-ULRICH BRANDT, FOCUS


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt, Reinbek
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 504 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 140mm x 41mm
  • Gewicht: 609g
  • ISBN-13: 9783498073787
  • ISBN-10: 3498073788
  • Best.Nr.: 32471252
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.07.2011

Produziert ihr Kälte, ich produzier' Wärme

Das Evangelium des Martin Walser: In seinem neuen Roman bündelt der Schriftsteller die Themen seines Lebens. "Muttersohn" trägt diese große Bürde ohne falsche Gelassenheit.

Von Felicitas von Lovenberg

Es ist nie alles gesagt. Doch ab und zu erscheint ein Buch, das es zumindest versucht, das die Wesenssumme seines Autors zieht - im vollen Bewusstsein, dass sich dieser, seit er das Werk vollendet hat, schon wieder weiterbewegt, sich abermals verändert und weiter mit Leben, mit Stimmungen, Gedanken, Wissen angereichert haben wird. So ein Buch ist "Muttersohn", der in der kommenden Woche erscheinende neue Roman von Martin Walser: der Abguss einer quicklebendigen Skulptur.

Wohl kein anderer deutscher Autor der Gegenwart hat sich so oft selbst das Fell über die Ohren gezogen und ist dabei so unverwechselbar er selbst geblieben: eins und doppelt, Umriss und Schatten. In "Muttersohn" bündelt Walser nun all seine großen Themen, und das mit einem Intensitäts- und Identifikationsfuror sowie einer Sprachenergie, die alles tut, um die ihn schreckende Kategorie Alterswerk zu sprengen.

Es ist …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eine Sonderstellung innerhalb des Walserschen Werkes weist Burkhard Müller diesem Roman zu: Als "Altersapokryphe" versteht er das Buch, das seiner Auffassung nach weniger die Öffentlichkeit als den Autor selbst adressiert. Eine gehörige Portion Mystizismus sieht Müller hier ins Werk gesetzt und zur Schau gestellt, was dem Rezensenten doch sehr missfällt. Das dem dritten Teil des Romans vorangestellte Jakob-Böhme-Zitat (sinngemäß: Man brauch mich nicht zu verstehen, denn ich schreibe für mich) interpretiert der Rezensent als Walserschen Gestus der Überheblichkeit und des Trotzes, aber ebenso als tadelnswürdigen Versuch der "Unbelangbarkeitserschleichung". Die Romanhandlung betrachtet Müller ausgehend von einem Rückblick auf Walsers frühe Anselm-Kristlein-Trilogie. Denn eine der Hauptfiguren, der Anstaltsleiter Prof. Dr. Augustin Feinlein, sei gewissermaßen eine von allen notorischen Zwängen befreite Variation Anselm Kristleins. Für zentraler aber hält der Rezensent die Figur des Percy Anton Schlugen, den titelgebenden Muttersohn, bei dem es sich um einen modernen Jesus handle. Walsers um ihre biblische Patina beraubte Version der christlichen Heilsgeschichte kann der Kritiker allerdings bloß als "ziemlich banalen Menschenkitsch" abtun, während er das Buch insgesamt als "nicht gelungen" einstuft.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.07.2011

Wo, bitte, geht’s hier zum Himmel?
Ein Buch wie eine Monstranz: In seinem neuen Roman „Muttersohn“ erzählt Martin Walser vom Leben Jesu als Krankenpfleger in Oberschwaben
In der Jugend, sagt ein persisches Sprichwort, gleiche der Mensch seiner Zeit; im Alter seinen Vorfahren. Wenn das auf irgendeinen Schriftsteller zutrifft, dann bestimmt auf Martin Walser. Als er, kaum dreißigjährig, in den Fünfzigern auftrat, da bescherte er der noch jungen Bundesrepublik ihren exemplarischen Gesellschaftsroman, erst die „Ehen in Philippsburg“ und dann die Anselm-Kristlein-Trilogie, mit dem Auftakt „Halbzeit“ von 1960.
Der scharfe Blick des Autors kam vom zornigen linken Flügel (lange stand Walser den deutschen Kommunisten nahe); aber der Protagonist selber erlebte das alles von innen heraus, als den Zwang, sich bei Strafe des Untergangs jeder der rasch wechselnden Lagen anzupassen wie ein Chamäleon. „Mimikry“ hieß ein Großkapitel; und die Figur des Anselm Kristlein entfaltete ihre peinigende Brillanz in der permanenten Selbstverleugnung des ökonomischen Subjekts. Sah man genau hin, erkannte man jedoch, wonach es sich stattdessen sehnte: Weg aus …

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"Als Evangelium stellt dieses Werk keine Frage? es ist." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Martin Walser, geb. 1927 in Wasserburg/Bodensee, lebt heute in Nußdorf/Bodensee. 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1998, dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Corine - Internationaler Buchpreis; Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten 2008 ausgezeichnet.

7 Marktplatz-Angebote für "Muttersohn" ab EUR 12,00

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