Musikerhandschriften - Brosche, Günter

Günter Brosche 

Musikerhandschriften

Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm

Hrsg. v. Günter Brosche
Buch mit Leinen-Einband
 
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Musikerhandschriften

80 Autografen europäischer Komponisten aus über 350 Jahren gestatten Einblick in deren Werkstatt. Skizzen, Einzelstimmen, Klavierauszüge, Teilpartituren und Partituren belegen den kompositorischen Schaffensprozess. Darüber hinaus erlauben sie Rückschlüsse auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Persönlichkeiten der Komponisten. Dem faksimilierten, fast immer in Originalgröße wiedergegebenen Blatt steht jeweils ein Essay gegenüber, das über den Komponisten und das Werk Auskunft gibt.


Produktinformation

  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 180 S. m. zahlr. Faks. auf Taf.
  • Seitenzahl: 180
  • Deutsch
  • Abmessung: 358mm x 281mm x 27mm
  • Gewicht: 1696g
  • ISBN-13: 9783150105016
  • ISBN-10: 3150105013
  • Best.Nr.: 10741897
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.09.2002

Was uns die Notenschrift erzählt
Der Wiener Musikhistoriker Günter Brosche legt eine Musikgeschichte in Autographen vor
In Zeiten, in denen der Notendruck teuer und deshalb keineswegs die Regel war, mussten die ausführenden Musiker aus der Handschrift des Komponisten spielen, mussten die Stimmensätze mühelos lesen können. Bei Bach war dies kein Problem, bei Mozart auch noch gut machbar, bei Beethoven wurde es jedoch schon deutlich schwieriger. Bei ihm verselbstständigt sich nicht nur musikalischer Formwille, da wird auch die Niederschrift allmählich zum geheimen Code, zudem mit Abkürzungen und Querverweisen versehen, die nur noch der Komponist entschlüsseln kann.
Wie im hier abgebildeten Autograph des D-Dur-Violinkonzertes, das allerdings auch vor Augen führt, was im gedruckten Notentext in aller Regel verloren geht: Das Ringen ums Detail, die gewissenhafte Überarbeitung, in penibler Schreibweise, die wütend durchgestrichenen, vernichteten Stellen, das Gewicht eines Basstons, die Dringlichkeit eines Subitopiano. Und – natürlich – die Legati. Sind es nun Bindebögen, Markierungen von Phrasen, deutet sich hier schon die Revolution des Taktschemas …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.12.2002

Der Weltgeist der Musik ergreift den Federkiel
Zwischen Chaos und Kalligraphie: Ein prächtiger Bildband mit den Autographen der Komponisten

"Le style, c'est le homme" deklarierte Buffon als Credo hochartifizieller Literatur-Ästhetik. Man könnte den Satz paraphrasieren: L'homme, c'est le stylo. Der Kreative wäre demnach nicht nur identisch mit seinem (Schreib-)Stil, sondern sogar auch - wenn auch nur als pars pro toto - mit seinem Schreibgerät. Zumindest die eurozentrisch geprägte Hochkultur ist auf Individuen und "Werke" fixiert, im weiteren Sinne auf "Autoren" und ihre "Schrift" - bis hin zur "Handschrift" eines Malers, selbst eines Regisseurs. Auf jeden Fall aber basieren Literatur, Musik und Theater auf der Spannung zwischen der Text-Vorlage und ihrer wie auch immer sinnlichen Imagination.

Erst recht bedarf die Notenschrift als Codierung innerhalb eines zweidimensionalen Zeichensystems der Auslegung und Aufführung. Das musikalische Werk "an sich" existiert nicht. Selbst die penibelste Partitur bleibt Notation, die quasi in einen anderen, tönenden Aggregat-Zustand überführt werden muß. Und nicht nur das: Während sich das Schriftbild …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Helmut Mauro ist begeistert von dieser Sammlung musikalischer Autographen, die weit in die Vergangenheit zurückgeht und bis in die Gegenwart reicht. Es handelt sich dabei um die Abbildungen der originalen Notensätzen der verschiedenen Komponisten. Da gibt es allerhand Details zu entdecken, die bei gedruckten Noten zwangsläufig verloren gehen, die aber "musikalischen Formwillen" bezeugen. So sieht Mauro hier unter anderem "das Ringen ums Detail, die gewissenhafte Überarbeitung, in penibler Schreibweise, die wütend durchgestrichenen, vernichteten Stellen". Der Schaffensprozess des Musikers wird so nachvollziehbar. In all dem entdeckt er "eine Musikgeschichte in Noten, die mehr erzählt als viele Bücher". Besonders angetan hat es ihm Beethoven und dessen wilde Niederschrift, die nach Mauros Empfinden voller "Schweiß und Tränen" steckt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autograph, Original, Urschrift, Inkunabel - das sind für viele Kunstbeflissene Zauberworte, schiere Geheimnisträger. Denn der Betrachter mag beim Anblick solcher ersten Niederschriften meinen, dem Schöpfergeist und dem Schöpfervorgang selbst zu begegnen, das Genie gleichsam im Zeitpunkt seiner Niederkunft zu beobachten. Und auch nüchterne Gemüter, die der ehrfürchtige Schauer nicht so schnell überfällt, mögen angesichts eines Manuskripts eine Braue heben: Der Akkord aus historischem, künstlerischem und persönlichem Ton hat seinen eigenen Reiz. Da kommt eine Edition des Reclam-Verlags sehr gelegen: <em>Musikerhandschriften - Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm</em>, ein prächtiger Band mit mehr als achtzig kommentierten Partiturseiten der größten Meister aus vier Jahrhunderten. Natürlich handelt es sich um Faksimiles, und der säuberliche äußere Eindruck dieser pretiösen Bindungen steht gewiss hinter jenem zurück, den ein vergilbtes, brüchiges Pergament erwecken würde, zu dessen Offenlegung ein Kustos tief in den Keller zu steigen hätte. Aber es bleibt auch beim Faksimile genug zu grübeln, zu fantasieren, zu vergleichen, zu vermuten, zu studieren - eben all diese Nuancen zu goutieren, die sich zwischen der Kalligraphie eines Paul Hindemith und der Klaue eines Alban Berg eröffnen. Welche Spekulationen und Spintisierungen lassen sich da über die Komponisten und ihre Befindlichkeiten anstellen, bei all diesen Seiten- und Umwegen über Graphologie, Charakterkunde, Ästhetik oder was auch immer. Doch am schönsten ist es doch, löst sich aus dem Notenbild auch ein Klang, hilft das offene Auge solcherart dem inneren Ohr. Denn dann sind im menschlichen Bewusstsein kompositorische Aura, wissenschaftliche Neugier und tönendes Ereignis vereint - dem Faksimile sei Dank. <em>Kölner Stadt-Anzeiger</em><br/><br/>Manche Komponisten schrieben ihre Noten so klar, dass sie aussahen wie gedruckt - Antonio Vivaldi etwa. Andere wie Beethoven oder Janácek müssen eine Plage für die Kopisten gewesen sein. Auf jeden Fall erlauben die Handschriften Einblicke in die Werkstatt der Tonsetzer. Im von Günter Brosche herausgegebenen und kundig kommentierten Band <em>Musikerhandschriften</em> kann man sein blaues Wunder erleben. Wie Beethovens Sinfonien jemals auch nur einigermaßen fehlerfrei kopiert werden konnten, ist beim Anblick der Handschrift ein Rätsel. <em>Lübecker Nachrichten</em><br/><br/>(Ein Band), der auch vor Augen führt, was im gedruckten Notentext in aller Regel verloren geht: Das Ringen ums Detail, die gewissenhafte Überarbeitung, in penibler Schreibweise, die wütend durchgestrichenen, vernichteten Stellen, das Gewicht eines Basstons, die Dringlichkeit eines Subitopiano. (...) - eine Musikgeschichte in Noten, die mehr erzählt als viele Bücher. <em>Süddeutsche Zeitung</em><br/><br/>Stimmungslage, Zeitdruck, Temperament, Charakter, Leichtigkeit - kurzum: die innere und äußere Befindlichkeit des schöpferischen Menschen spiegelt sich im Notenbild wieder. Riesenkontraste werden sichtbar, ehe ein einziger Ton erklingt, wenn man die eilig festgehaltenen Einfälle eines Telemann mit den wilden Schmierereien eines Beethoven, die Notenverwaltungsakte eines Strawinsky mit den Kalligrafien eines Franz Schmidt vergleicht. In der Reclam-Neuerscheinung "Musikerhandschriften" findet man die eigenhändigen Notationen von 80 Komponisten aus über 350 Jahren höchst aufschlussreich zusammengetragen.<br/><br/>Fast alle sind in Originalgröße reproduziert ... Das hat ein Großformat zur Folge, das sich schon im Frühherbst absichtsvoll als bibliophiles Festtagsgeschenk anbietet. <em>Esslinger Zeitung</em><br/><br/>Verblüffende Einblicke in Komponisten-Persönlichkeiten gibt Günter Brosches faszinierende Autografensammlung "Musikerhandschriften - Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm" dem Kenner wie dem musikinteressierten Laien. Fundierte, unterhaltsame Texte (vorwiegend österreichischer) Musikwissenschaftler begleiten 80 ehrfurchtgebietende Faksimile-Blätter legendärer Kompositionen: etwa Bachs Matthäus-Passion, Grubers "Stille Nacht", die einzig erhaltene Seite aus Janáèeks "Jenufa" oder die letzte Seite des Mozart-Requiems, um deren abgerissene rechte untere Ecke sich neue Legenden ranken. <em>Die Presse, Wien</em><br/><br/>Wer schreibt heute noch von Hand? Des Menschen unvollkommene, zuweilen unleserliche Schreib-Spur hat im Zeitalter von SMS, E-Mail und Computer einiges an Bedeutung verloren. Doch nichts von ihrer Faszination. Im Gegenteil. Die Handschrift bietet als ein vom Hirn gesteuertes psychomotorisches Geschehen einmaliges Datenmaterial aus Bewegung, Formung und räumliches Gestaltung, Schreibstrichqualität und Druck und scheint durch ihre Einzigartigkeit geradezu prädestiniert dazu, einen Einblick in die Werkstatt und den Entstehungsprozess eines Schriftstücks zu geben. Und vielleicht in die Befindlichkeit des Schreibers oder der Schreiberin.<br/><br/>Im Band <em>Musikerhandschriften</em> sind originale Handschriften von 80 Komponisten aus 350 Jahren zusammengefasst. Die faszinierende Sammlung umfasst nahezu alle Arten von Notationen das heißt Skizzen, Teilpartituren im Klaviersatz, Klavierauszüge und Stimmen für Druckausgaben und Aufführungen. Jeder der achtzig ganzseitigen, nach ihrer Entstehungszeit reproduzierten Notationen (der Anhang ist alphabetisch geordnet) steht linksseitig ein Essay gegenüber, das über den Komponisten und die Entstehung des Werks Auskunft gibt. Und obwohl zwischen Worthandschriften und Notenhandschriften ein fundamentaler Unterschied besteht, indem nämlich Dichter und Schriftsteller sich mit ihren Briefen und Manuskripten allen Menschen mitteilen und Noten bloß einen zeitlichen Ablauf festhalten, der zudem noch eines kundigen Interpreten bedarf, scheint man unabhängig vom Inhalt auf den ersten Blick einiges an Informationen über das Temperament, die Leichtigkeit oder die Arbeitstechnik der Komponisten zu erfahren. <em>Der Bund</em><br/><br/>"Wie jede Handschrift sagt auch die des Musikers viel über Charakter und momentane Befindlichkeit des Schreibenden aus", meint Günter Brosche, der Leiter der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Er hat einen großformatigen, edlen Band mit eigenhändigen Notationen von 80 Komponisten aus über 350 Jahren herausgegeben, der auch für Musikliebhaber ohne Dirigentendiplom eine Fundgrube ist. (Und allemal spannende Musikhistorie, weil jeweils ein Essay über Werk und Komponist informiert.) <em>Südwest Presse</em><br/><br/>Ein toller Band.<br/><br/><em>Fuldaer Zeitung</em><br/><br/>Ob die penible Klarheit bei Strawinsky oder Richard Strauss, Händels wie im Wind liegende Notenköpfe oder Smetanas Großzügigkeit, man sieht mit nicht erlahmenden Interesse und freut sich zusätzlich über die reichlichen Informationen verschiedener Autorinnen und Autoren. <em>Frankfurter Neue Presse</em><br/><br/>Und so träumt man sich vor diesem schönen Band in den Besitz kostbarer Notenblätter oder fantasiert über ihre Urheber. Vivaldi, als ob der einen Schönschreibwettbewerb gewinnen wollte: rund, voll, elegant und deutlich kollern die Notenköpfe über die Seite einer Violinenstimme aus der Konzertsammlung op. 9; kindlich unfertig eine Opernarie Glucks; zickig zackt Händel das <em>Halleluja</em>; vollkommen natürlich, mit nicht zu wenig, nicht zu viel Druck auf der Feder, setzt Mozart Punkte und Hälse (und wie herausgebissen eine aus dem Blatt gerissene Ecke - was er wohl mit dem Zipfel angestellt hat?); schließlich Janaceks Totalchaos, der Albtraum aller Musikwissenschaftler: eine von Fliegendreck übersäte Seite - es soll sich um seine Oper <em>Jenufa</em> handeln. <em>Stuttgarter Zeitung</em><br/><br/>Es lohnt also durchaus, einen Blick zu werfen hinter die musikalische Kulisse, hinein in die karge Schreibwerkstatt des Komponisten. Der vom österreichischen Musikwissenschaftler Günter Brosche herausgegebene Bildband "Musikerhandschriften - von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm" ist für solche Spurensuche zur Zeit ein wohl konkurrenzloses Medium: von den ersten gesicherten Autographen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zu jüngsten Handschriften Rihms, Stockhausens oder Gubaidulinas werden auf 80 Doppelseiten jeweils ein Teil einer Skizze, einer Arbeitspartitur oder einer Reinschrift und ein begleitender Kommentar zum Werk und seiner Genese gegenübergestellt. Das Ergebnis ist ein ganz und gar sehens- und lesenswerter Streifzug durch's Hinterzimmer der Musikgeschichte, in dem sich - und das ist vielleicht die erstaunlichste Erfahrung, die sich hier machen lässt - in den Jahrhunderten vieles verändert hat, nur nicht dies: dass hier auch die größte Kunst geschaffen wird mit denkbar einfachen Mitteln: mit einem Stift nämlich und ein paar Bögen Papier. <em>Raoul Mörchen im Bayerischen Rundfunk/Musik aktuell</em><br/><br/>Der prachtvolle Band ist sogar solchen Musikliebhabern zu empfehlen, die einen Violin- nicht vom Bassschlüssel unterscheiden können, ist doch jedes Blatt jeweils von einem Experten ausführlich kommentiert. Da lernt man Franz Lehár als Opernkomponisten kennen, Hindemith als pedantischen Genauigkeitsfanatiker und sieht, dass es bei dem Zwölftoner Matthias Hauer auch ganz ohne Noten geht. Bei Alban Bergs Handschrift aus der lyrischen Suite für Streichquartett fällt einem ein Satz aus Büchners "Woyzeck" ein: "Wer das lesen könnt'!" <em>Jörg W. Gronius im NDR/Radio 3</em><br/><br/>Die im Buch abgebildeten Handschriften von Heinrich Schütz (1640, zuvor gibt es keine gesicherte autografe Notation eines Musikstückes) bis Wolfgang Rihm haben nicht nur einem elitären Zirkel etwas zu "sagen"; auch der - von präzisen, bisweilen kurzweiligen und aufmerksam machenden Texten begleitete - Blick nur auf das Schrift"bild", auf die Graphologie, verrät etwas über den Komponisten: über Temperament, Arbeitstechnik oder momentane Befindlichkeit. Bayerische Staatszeitung<br/><br/>Sag' mir, wie du schreibst, und ich sag' dir, wer du bist. Die Handschrift des Menschen verrät viel über Charakter und Eigenart. Nicht ohne Grund verlangen auch heute noch einige Firmen von ihren Bewerbern einen mit der Hand verfassten Lebenslauf. Eine Sonderform des Schreibens ist die Notation von Musik, und auch hier gibt es eklatante Unterschiede zwischen den einzelnen Niederschriften der Komponisten.(...) Das beweist das großformatige Buch aus dem Philipp Reclam Jun. Verlag: <em>Musikerhandschriften. Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm</em>. Herausgeber Günter Brosche, der 1984 zum Wiener Hofrat ernannte Direktor der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek und Leiter des Instituts für Österreichische Musikdokumentation, trug Autographen von 80 Komponisten aus mehr als 350 Jahren zusammen. Die Faszination, die diese Aufzeichnungen ausstrahlen, ist beträchtlich. (...) Um möglichst viele Komponisten vorstellen zu können, wurde von jedem der 80 Musiker nur ein Werk aufgenommen. Außerdem strebte der Herausgeber eine ausgewogene Repräsentation aller Epochen und Gattungen an. Es spielten bei der Auswahl der einzelnen Seiten aber durchaus auch ästhetische Aspekte mit. (...) So kann man beim Blättern lohnende Vergleiche anstellen und erfährt dabei viel über die Musikgeschichte der zurückliegenden dreieinhalb Jahrhunderte. <em>Rhein-Neckar-Zeitung</em><br/><br/>Nahaufnahmen aus der "Werkstatt" des Komponisten offeriert der großformatige Band <em>Musikerhandschriften</em>. Und zwar in wörtlicher Bedeutung, bietet er doch anhand des Nachdrucks exemplarischer Einzelseiten die Möglichkeit, Autografe großer Komponisten aus nächster Nähe zu betrachten und so einen faszinierenden Einblick in die individuellen Handschriften zu erhalten. Es ist eine Sammlung, die - zumeist in Originalgröße - alle Arten der Notation umfasst: Skizzen, Particelle, Partituren, Klavierauszüge, Stimmen für Druckausgaben und Aufführungen (entsprechend unterschiedlich ist die Deutlichkeit der Notenschrift). Die vorliegende, chronologisch angeordnete Auswahl der Komponisten von Heinrich Schütz bis Sofia Gubaidulina lässt zudem aber auch so etwas wie eine historische Entwicklung von Komposition und Notation verfolgen. Die Anlage ist bewusst selektiv, reduziert sich tatsächlich nur auf eine Seite Notentext pro Komponist, kombiniert diese doch auf der jeweils gegenüberliegenden Seite mit einem kurzen und doch aussagekräftigen Infotext zur abgebildeten Handschrift und deren Besonderheiten sowie Wissenswertem über das entsprechende Werk. <em>Opernglas</em><br/><br/>[Eine] vortrefflich gestaltete Sammlung mit autografischen Notenblättern von 80 Komponisten, die aus über 350 Jahren zusammengetragen wurden. Wie unterschiedlich die Handschriften der Genies doch sind - allesamt sind sie jedoch spannende biografische Visitenkarten, die über Charakter und momentane Befindlichkeit des Komponierenden Aufschluss geben können. Der umfangreiche Textkommentar zu jedem Meister ist sehr lehrreich und unterhaltsam zugleich. Das Schmökern in diesem erschwinglichen Prachtband lässt sich nicht nur an langen Winterabenden gut an - am besten mit Musikuntermalung. <em>Rheinischer Merkur</em><br/><br/>Der Reclam Verlag bringt jetzt einen prachtvollen Großformatband mit Musikerhandschriften von Heinrich Schütz bis Karlheinz Stockhausen heraus. (...) Dieses außergewöhnlich gelungene Buch ist eine Freude für echte Musikkenner, doch auch dem Laien-Musikfreund erzählt zum Beispiel der Blick auf Beethovens wilde Korrekturen einiges über dessen Charakter und Temperament. <em>Westfalenpost</em><br/><br/>80 Blicke in die Werkstätten großer Tonsetzer gestattet jetzt der prachtvolle Band <em>Musikerhandschriften. Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm</em>. 360 Jahre Komponiergeschichte vergehen auf 180 Seiten wie im Flug.(...) Der Band dokumentiert nicht nur die Entwicklung der Notenschrift und der Notationsstile, sondern die der neueren Musikgeschichte überhaupt. <em>Die Zeit</em><br/><br/>Musikgeschichte einmal anders. Das Studium der fast immer in Originalgröße gedruckten Faksimileblätter hat fast schon etwas Meditatives, (...). <em>Generalanzeiger</em><br/><br/>Sicher ist, wer diese Musikerhandschriften aufschlägt, sollte sich Zeit nehmen. Durchweg sachlich fundierte Kurzeinführungen zu Werk und Komponist verführen zum Schmökern, die nebenstehenden Handschriften bestätigen das Gelesene auf ihre Art und verleiten dazu, sich hineinzuversenken. <em>Lied & Chor</em><br/><br/>Brosches Band mit Musikerhandschriften ist eine originelle, teils amüsante, jederzeit spannende Reise durch vier Jahrhunderte Musikgeschichte. Dabei ist sie stets frei von Zwangsbeglückung. Der Leser kann verweilen und Seiten überschlagen, wie es ihm gefällt; er kann sich festbeißen und darf, wo es ihn packt, auch einmal zur Lupe greifen. Zu entdecken gibt es allemal genug. <em>Deutschlandfunk</em><br/><br/>Zustandserfahrungen aus der Werkstatt vermittelt eindrucksvoll der prächtige Bildband <em>Musikerhandschriften. Von Heinrich Schütz bis Wolfgang Rihm</em>. An 164 Beispielen belegt er die immense historische wie persönliche Vielfalt, individueller Schreibweisen zwischen roher Skizze und pingeliger Endgestalt, Schwung und Pedanterie. (...) Die Spannweite der Beispiele ist überwältigend. (...) Der Band ist eine Fundgrube, und vielleicht muss man noch nicht einmal Noten oder gar Partitur lesen können, um über das pure Schriftbild den Persönlichkeiten der Komponisten näher zu kommen. <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em><br/><br/>Was es hier alles zu sehen gibt! (...) Der Band bietet lauter Schmuckstückchen, entweder bei Repertoire-Exoten wie Cherubinis "Faniska" und Ravels "Frontispice" oder bei Highlights wie Händels "Messiah"-Hallelujah und Mozarts "Requiem". Eine Bereicherung für jeden Musikfreund. <em>Fono Forum</em><br/><br/>Es ist eine Musikgeschichte für Augenmenschen. <em>Tages Anzeiger</em><br/><br/>Musik- und Bücherfreunde sollten sich den Band nicht entgehen lassen! <em>Acta Mozartiana</em><br/><br/>Eine Zeitreise, in Kommentaren gut aufgearbeitet und in überdies vorzüglicher Druckqualität. <em>Badische Zeitung</em><br/><br/>Reclams "Musikerhandschriften" ist eines der schönsten "Bilderbücher" für Musiker. ... Nur mit diesem Buch in der Hand erhält jedermann - der professionelle Musiker wie der Laie einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise großer Komponisten. Es ist nicht nur ein Genuss, die aufwändig reproduzierten Faksimila am Auge vorübergleiten zu lassen, sondern darüber hinaus in dieser Ausführlichkeit etwas über die jeweiligen Schöpfer und ihre Musik zu erfahren. <em>M - Musik zum Lesen</em>
Günter Brosche, geb. 1939, Studium der Theater- und Musikwissenschaft in Wien (Promotion 1962); ab 1981 Direktor der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek und Leiter des Instituts für Österreichische Musikdokumentation; 1984 Ernennung zum Hofrat; seit 1975 Generalsekretär der Internationalen Richard-Strauss-Gesellschaft; ab 1997 Universitäts-Lektor am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien; zahlreiche Publikationen zur österreichischen Musikgeschichte des 17.-20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Beethoven, Bruckner, Richard Strauss und Musiksammlung der Österreichischen Nationalbiblithek.

Inhaltsangabe

- Heinrich Schütz
- Johann Jakob Froberger
- Henry Purcell
- Arcangelo Corelli
- Alessandro Scarlatti
- Johann Sebastian Bach
- Antonio Vivaldi
- Johann Joseph Fux
- Georg Friedrich Händel
- Georg Philipp Telemann
- Jean-Philippe Rameau
- Christoph Willibald Gluck
- Johann Christian Bach
- Carl Ditters von Dittersdorf
- Carl Philipp Emanuel Bach
- Luigi Boccherini
- Wolfgang Amadeus Mozart
- Joseph Haydn
- Ludwig van Beethoven
- Luigi Cherubini
- Carl Maria von Weber
- Giacomo Meyerbeer
- Louis Spohr
- Giocchino Rossini
- Franz Schubert
- Franz Xaver Gruber
- Frédéric Chopin
- Niccolò
- Paganini
- Hector Berlioz
- Gaetano Donizetti
- Robert Schumann
- Albert Lortzing
- Felix Mendelssohn Bartholdy
- Carl Loewe
- Richard Wagner
- Franz Liszt
- Bedrich Smetana
- Johannes Brahms
- Jacques Offenbach
- Pjotr Tschaikowskij
- Johann Strauss Sohn
- Antonin Dvorak
- Guiseppe Verdi
- Anton Bruckner
- Giacomo Puccini
- Hugo Wolf
- Jean Sibelius
- Béla Bartók
- Leos Janacek
- Claude Debussy
- Arnold Schönberg
- Anton von Webern
- Gustav Mahler
- Max Reger
- Richard Strauss
- Franz Schreker
- Maurice Ravel
- Max Bruch
- Hans Pfitzner
- Alexander Zemlinsky
- Alban Berg
- Franz Lehár
- Igor Strawinsky
- Franz Schmidt
- Frank Martin
- Paul Hindemith
- Bohuslav Martinu
- Dmitrij Schostakowitsch
- Gottfried von Einem
- Hanns Eisler
- Benjamin Britten
- Hans Werner Henze
- Josef Matthias Hauer
- Luigi Nono
- Pierre Boulez
- Bernd Alois Zimmermann
- Krzysztof Penderecki
- Karlheinz Stockhausen
- Wolfgang Rihm
- Sofia Gubaidulina.

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