Seit Mitte des 20. Jahrhunderts begegnen uns Museen in
literarischen Texten, die weit über die Funktion als literarisches
Motiv hinausgehen. Als Schauplatz und als Institution mit eigenen
Regeln sind sie kulturprägend und -konstituierend. Wie literarische
Texte speichern Museen Informationen und sind an der
(Weiter-)Entwicklung von Diskursen über kulturelle Verhältnisse,
soziale Gefüge, psychologische Strukturen und politische
Zusammenhänge beteiligt. Dieser Band geht der literarischen
Reflexion von Museumskonzepten nach und fragt, wie Museen erzählt
werden und welche Bildstrukturen und Memorialfunktionen etwa die
literarischen Museen selbst erzählen, um so wiederum neue
Perspektiven auf 'Museums- und Textwelten' zu eröffnen.