Murakami und die Melodie des Lebens - Rubin, Jay

Jay Rubin 

Murakami und die Melodie des Lebens

Die Geschichte eines Autors

Aus d. Engl. v. Ursula Gräfe u. Angela Praesent
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Produktbeschreibung zu Murakami und die Melodie des Lebens

Ein biografischer Einblick in die fantastische Welt des Kultautors Haruki Murakami.

Wie sind die Katzen und Brunnen in Haruki Murakamis Romane geraten? Wieso hat er angesichts des überwältigenden Erfolgs von 'Naokos Lächeln' die Anonymität Europas gesucht und jahrelang in den Vereinigten Staaten gelebt? Was schwebt Murakami beim Schreiben zuerst vor, eine Geschichte oder ein so sonderbarer Titel wie 'Sputnik Sweetheart'? Jay Rubin, einer der beiden amerikanischen Übersetzer von Murakami und wahrer Kenner seines Werks, setzt sich mit dem Phänomen 'Haruki Murakami' auseinander.

"Ein klares und ergreifendes Porträt eines großen Schriftstellers." WIENER ZEITUNG

"Ein klares und ergreifendes Porträt eines großen Schriftstellers." Wiener Zeitung

Produktinformation


  • Verlag: Btb
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 381 S.
  • Seitenzahl: 381
  • btb Bd.73383
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 355g
  • ISBN-13: 9783442733835
  • ISBN-10: 3442733839
  • Best.Nr.: 20764145

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ich habe nichts zu sagen." Der Satz stammt von Haruki Murakami, und Leopold Federmair ergänzt: "Nichts zu sagen, nichts zu schreiben haben, das heißt bei einem so phantasiebegabten und zuweilen redseligen Autor, dass er alles sagen kann." Jay Rubins Monografie hat dem Rezensenten geholfen, Murakamis Ideenuniversum zu verstehen. Vor allem das Zustandekommen seines erzählerischen "Cocktails" aus Popkultur und verschiedensten Genres, für das ihm die Schlagworte von der Postmoderne und dem "Kulturwarenhaus" durchaus angebracht erscheinen: "Anything goes, man muss nur probieren, spielen, improvisieren wie im Free Jazz oder surfen, Verbindungen wagen, Links herstellen wie am Computerbildschirm mit seinen endlosen Fensterreihen". Rubin, Murakamis amerikanischer Übersetzer, gibt auch Einblicke in die Arbeitsweise: planlos, aufs Geratewohl, traumwandlerisch. Ein interessantes Buch also, nur die Inhaltsangaben waren dem Rezensenten zu ausführlich.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.12.2004

Mr. Stehaufmännchen
Jay Rubins Murakami-Biographie läßt den Leser hungrig zurück

Was muß eigentlich passieren, damit ein in Japan extrem erfolgreicher Autor auch im deutschen Sprachraum seine Chance bekommt? Vierzehn außerordentlich produktive Jahre in der Schriftstellerkarriere von Haruki Murakami waren vergangen, als sein deutscher "Entdecker" und erster Übersetzer, Jürgen Stalph, ihn 1993 anläßlich des Starts der Japanischen Bibliothek im Insel Verlag in einem so informativen wie gewitzten Essay mit dem Titel "Spannung, Schmalz und Dosenbier" vorstellte. "Gemeinhin", so heißt es dort, "gilt er als der gute Junge von nebenan, als innozenter Musterknabe, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann (. . .) - ein Image, das er seinem stets still-reservierten Auftreten, nicht zuletzt aber auch seinem braven Aussehen zu verdanken hat: Schülerhaarschnitt, makellos saubere Jeans (und Turnschuhe), Sporthemd, gelegentlich bis zum Kragen zugeknöpft, die Ärmel des übergeworfenen Pullovers locker vor der Brust geknotet. Ein weiteres Element dieses Images ist Murakamis sattsam bekannte Medienscheu - er tritt nicht im Fernsehen auf, macht keine Werbung, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.11.2004

E-Mail für den Meister
Aus der Perspektive des Fans: Haruki Murakamis Übersetzer Jay Rubin hat seinem Autor eine Biografie geschenkt
Japaner erwarten von ihren Schriftstellern außer Büchern auch Anleitung und Auskunft fürs ganze Leben. Haruki Murakami muss sich auf seiner Homepage nicht nur der Neugier stellen, ob seine Frau damit gerechnet hat, dass er je berühmt würde (hat sie), und der Not, die einen Rat will, ob man einen krebskranken Verwandten über sein Leiden aufklären soll (schwierig zu entscheiden), sondern auch dem müßigen Wissensdurst: Haben Tintenfische Arme oder Beine? Mehr als tausend solcher Emails hat Murakami in einem Band gesammelt, bunt und preiswert wie ein Comic-Heft (950 Yen), der stapelweise in den japanischen Buchhandlungen liegt.
Solche und andere Dinge, die Murakamis amerikanischer Übersetzer Jay Rubin im Buch über seinen Autor erzählt, machen es dem deutschen Murakami-Leser klar, wie sehr er an den vierzehn bislang auf Deutsch vorliegenden Bänden nur die Spitze eines Eisbergs hat. Rubin fängt sein Buch an: „Am besten gebe ich’s gleich zu: Ich bin ein Murakami-Fan.” Das ist in der Tat die fruchtbarste Art, an einen …

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Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main.

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