München Blues - Bronski, Max

Max Bronski 

München Blues

Kriminalroman

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München Blues

Die Wiesn tobt - Gossec ermitteltMünchen, Oktoberfest. Gossec, streitbarer Antiquitäten - händler und Amateurdetektiv, findet hinter seinem Laden eine Bierleiche. Es ist der Abgeordnete Hirschböck aus Niederottling, ausgeraubt bis auf einen Hinweis auf eine Immobilienfirma. Gossec hilft, bezieht dafür Prügel und beginnt zu ermitteln - und stößt auf eine skrupellose Immobilienfirma, die die Leute aus ihren billigen Wohnungen hinaussaniert, korrupte Politiker und Amigofilz.


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 173 S.
  • Seitenzahl: 173
  • Heyne Bücher Nr.43485
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 17mm
  • Gewicht: 175g
  • ISBN-13: 9783453434851
  • ISBN-10: 3453434854
  • Best.Nr.: 27946613
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.05.2008

Unter den Altaren der Muff von 850 Jahren
Max Bronski: „München Blues”
Beim Thema München sind sich Literatur und öffentliche Meinung seit jeher uneins: Hier der katholische Muff, da der barocke Glanz. Aber gerade weil der Münchenjubel zum Stadtjubiläum gar so schaumig durch die Weltpresse spült, ist der „München Blues” von Max Bronski so gut zu lesen. Denn Bronski fällt nicht in einer Zeile auf die modische Lebensqualitätshysterie herein. Im Gegenteil.
Seine Hauptfigur ist der Händler Wilhelm Gossec. Die Antiquitäten in seinem Geschäft sind nur Trödel, und weil der Laden nicht weit von der Theresienwiese liegt, stellt er sein Sortiment auf Bavarica um. Während des Oktoberfests knallen dann die Bierleichen vor seiner Türe aufs Trottoir. So eine Bierleiche gibt dem Krimidrama auch seinen Verlauf. Ein Landtagsabgeordneter liegt vor Gossecs Laden. Der Mann ist in einen Immobiliencoup verwickelt. Und dann ist man auch schon mittendrin in diesem Oktoberfestmünchen, in dem sich die Baulöwen und die zutiefst korrupte bessere Gesellschaft die Millionengeschäfte zuschustern und der normalmünchner Mietbürger als Kollateralschaden in die …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.03.2008

DIE STADT IM ROMAN

München: Wer Romane sucht, in denen München eine tragende Rolle spielt, der kommt an Georg M. Oswald nicht vorbei. In seinem Roman "Im Himmel" schildert Oswald, der als Anwalt in der bayerischen Landeshauptstadt lebt, die besserverdienenden Kreise. Deren Himmel liegt über dem Starnberger See. Oswald zeigt die Welt der Schönen und Neureichen in all ihrer inneren Leere mit ironischer Distanz, aber ohne jede Abscheu.

Georg M. Oswald, Im Himmel, Rowohlt-Verlag, Reinbek, 8,90 Euro.

München: Einen ganz anderen Blick auf die Stadt, die schnell mit Schicki-Micki in Verbindung gebracht wird, hat Max Bronski. In seinem Krimi "München Blues" zeigt er, wie korrupt und rabiat es in München auch zugehen kann. Wilhelm Gossec, Trödelhändler im Schlachthofviertel nahe der Theresienwiese, legt sich mit der Immobilienmafia an. Viel Lokalkolorit und Einblicke in die Denkungsart der Bayern.

Max Bronski, München Blues, Kunstmann, München, 16,90 Euro.

Stuttgart: Schwäbisch-großindustrielle Interessenverflechtungen wuchern nur so durch den Roman "Das Rattenprinzip" von Uta Maria Heim. Heim schildert das Stuttgart der …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Dass es in der feinen Bayernmetropole so richtig schön dreckig zugehen kann, hat der Münchner Max Bronski bereits mit seinem Erstling "Sister Sox" bewiesen. In bewährter Manier nimmt er sich jetzt des Themas Immobilienspekulation an. Trödelhändler Gossec hat gerade sein Fenster mit Bavarica fürs Oktoberfest umdekoriert, als ihm ein Besoffener vor die Füße fällt: ein Landtagsabgeordneter, der bei einem fetten Deal im stinkenden Schlachthofviertel mitmischen will. Als dann Gossecs Kumpel Julius seine Wohnung zwangsräumen muss, bleibt nur eins: kraftvoll zuschlagen! Bronskis Sprachverliebtheit geben dem temporeichen Krimi zusätzlich Speed und fordern zur Hirnakrobatik heraus. Denn wer weiß schon, dass mit Albinobräts Weißwürste und mit dem morgendlichen Vibrationswunder der Elektrorasierer gemeint sind? (bl)

»Max Bronski beweist, dass man auch in Derricks ach so sauberem München einen richtig fetzigen, knalligen, bösen Kriminalroman ansiedeln kann.« Ulrich Noller, WDR
Max Bronski, geboren 1964 in München, hatte nach einem abgebrochenen Theologiestudium verschiedene Jobs. Er malt und schreibt.

Leseprobe zu "München Blues" von Max Bronski

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Kundenbewertungen zu "München Blues" von "Max Bronski"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
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(1)
***** gut
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Bewertung von Stefanie aus Reisbach am 25.11.2010 ***** weniger gut
Nach den Bewertungen hatte ich anscheinend doch zu viel erwartet. Das Buch hat mich wirklich enttäuscht. Nur, wenn man München kennt, kann man über die örtlichen Beschreibungen etwas schmunzeln, die recht schön die reelle Welt beschreiben. Allerdings schreibt der Autor teils- für mich zumindest- etwas wirre Sätze und er neigt zu Fäkalienausdrücken, was mir besonders missfällt. Die Person des Aktiquitätenhändlers passt für mich nicht ins wirkliche Schema dieser Gattung, da mir diese nicht unbekannt ist.
Leider insgesamt enttäuschend-schade!

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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 04.05.2007 ***** sehr gut
Weißblaue Mordsgeschichte

Wilhelm Gossec ist ein Trödelladenbetreiber. Ein Kommissar ist er jedenfalls nicht, obwohl er in dieser Geschichte geradezu kriminalistisch aktiv wird. Vor seinem Laden liegt eines Tages ein betrunkener Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Situationen sind übrigens rein zufällig und keineswegs gewollt – es handelt sich also um eine ganz und gar fiktive Erzählung!) vor der Tür. Alles, was ihm blieb ist eine Einladung zur „Wies’n“ von der Immobilienfirma „Global Real Estate“ und ein Dossier. Das steckt Gossec ein, nachdem er den Samariter gespielt hat und den alltagsuntauglichen Politiker Hirschböck mit einem Taxi nach Hause geschickt hat, ist der Fall erledigt. Bis, ja bis ein paar Tage darauf sein Freund Julius von besagter Firma „entmietet“ wird.

Der hilfsbereite Wilhelm will seinem Freund helfen, die Zwangsräumung dessen Wohnung zu verhindern. Dabei kommt es zum etwas handgreiflichen und nasenblutenden Kontakt mit einem Handlanger einer offensichtlich viel gewichtigeren „Mauschel-Clique“. Es geht um das Schlachthofviertel, dessen Neubebauung und Verwendung geldgierigen Hintermännern das „Goldwasser“ im Munde zusammenlaufen lassen.

Der Autor erzählt hautnah und authentisch, gewährt einen Einblick in die Welt bayrischer Outlaws und Rechtsbeuger und staffiert seinen Protagonisten mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, Geradlinigkeit und einem Hauch von krimineller Derbheit aus. Mit zudem einem ausgeprägten Maß an Lokalkolorit entsteht so ein Regionalkrimi der ganz eigenen Art, der München mit einem Schattenwurf versieht, dessen man im sonstigen High-Society-Blick auf die Stadt gar nicht gewahr wird. „In München ein Verbrechen – na, des gibt’s ned“ möchte man sagen und wird – zumindest in Bronski’s witziger Realfiktion eines Besseren belehrt. Das macht Spaß und ist auch spannend.

© 5/2007, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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