Zwischen 2008 und 2010 sind zwei ohnehin schon bekannte Namen in
einer unfassbaren Masse auf Zügen, Wänden sowie allen einschlägigen
Internetportalen aufgetaucht: Taps & Moses. Es gibt wohl keinen
Writer in Europa, der in dieser Zeit nicht mindestens 100 mal über
diese Pieces gestolpert ist es sei denn er lebt hinterm Mond oder
auf dem Mars, ist ohne Internetanschluss oder blind.
Wer und wie viele Leute sich hinter diesen Pseudonymen verbergen
kann keiner so ganz genau sagen, dies gehört aber wohl auch zum
Programm. Mit unglaublicher Dreistigkeit haben die International
Topsprayer in 1000 Tagen weltweit 1000 Trains ins Rennen geschickt
- die Jungs scheinen allen Spielverderbern im Graffitigame immer
einen Schritt voraus gewesen zu sein und haben so die Messlatte von
dem was möglich ist noch ein gutes Stück nach oben gesetzt.
Mit viel Style - und noch mehr Witz und Verstand - sind hier eine
Menge Burner entstanden, welche ihren Platz in die ewigen Hall of
Fame der Zuggraffitis gefunden haben bzw. noch finden werden. Neben
den normalen Styles sind in dieser Zeit auch eine Menge doch eher
ungewöhnliche Produktionen entstanden da soll es schon mal
vorgekommen sein, dass eine S-Bahn nach ihrer Übernachtung im Yard
am nächsten Tag auf einmal eine Türe an einer anderen Stelle gehabt
haben.
Es hat bisher wohl nur ca. 5% des Materials seinen Weg an die
Öffentlichkeit gefunden, man darf also mehr als gespannt sein was
die anderen 95% noch an ungesehenen Knallern und Überraschung
bereithalten.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20