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Mord auf ffolkes Manor
Eine Art Kriminalroman
Aus d. Engl. v. Jochen Schimmang
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Heyne
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 296 S.
- Seitenzahl: 296
- Heyne Bücher Nr.43286
- Deutsch
- Abmessung: 189mm x 116mm x 24mm
- Gewicht: 290g
- ISBN-13: 9783453432864
- ISBN-10: 345343286X
- Best.Nr.: 22840432
Leseprobe zu "Mord auf ffolkes Manor"
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Produktbeschreibung zu "Mord auf ffolkes Manor"
Kurzbeschreibung
Ein verschneites Herrenhaus am Rande von Dartmoor im Jahre 1935: Colonel Roger ffolkes gibt ein Abendessen für Freunde des Hauses. Was keiner zu wissen scheint: Oben im Dachgeschoss liegt eine Leiche mit einem Einschussloch im Herzen. Es ist Mord. Der Raum ist von innen verschlossen. Und jeder der Anwesenden hat ein Motiv.
Beschreibung
"Eine hintersinnige Hommage an die Oldtimer des Kriminalromans." Die Welt
"Mord auf ffolkes Manor ist perfekt und kompliziert." Frankfurter Allgemeine Zeitung
22.09.2006
Mord in der Trickkiste
Für Gilbert Adair wird's mit dem Tod des Autors erst
richtig lustig
Für gewöhnlich steht die Aufklärung am Ende des Kriminalromans,
hier schon im ersten Satz: "So etwas kann man sich eigentlich
nur in Büchern vorstellen", brummt Roger ffolkes (sic). Der
Mord in der von innen verriegelten Dachstube seines Landsitzes
erinnert den Colonel an die Krimis von Evadne Mount, dem
prominentesten Gast seiner Weihnachtsgesellschaft. Ihre Spezialität
sind verwickelte, "irreführende Spielchen", die einen
grotesken Grundeinfall ad absurdum führen: Brudermord unter
Zwillingen, Mord im Hosenbügler oder auch im Traum. In Mrs. Mounts
Landhauskrimis wird selbst das Wasserkochen zum abgründigen
Problem; dabei weiß sie, daß der perfekte Mord "einfach und
uninteressant" ist und nur ohne logischen
"Schnickschnack" funktioniert.
"Mord auf ffolkes Manor" ist perfekt und kompliziert, ein
Pasticcio nach Art Agatha Christies und zugleich ein vertracktes
Literaturrätsel. Gilbert Adair ist nicht umsonst ein Postmoderner
der unterhaltsameren Sorte: Der Tod des Autors ist bei ihm der
Anfang detektivischer Lust. Schon in seinem gleichnamigen …
01.09.2006
Wenn der Ohrensessel knarrt
Gilbert Adairs Retro-Krimi „Mord auf ffolkes Manor”
Zu den interessantesten Problemen der Ästhetik zählt die Frage, ob man von Kunstwerken einer näheren oder ferneren Epoche weitere Exemplare, also wohlgemerkt nicht Kopien, sondern neue Kunstwerke in derselben Machart und im selben Stil anfertigen könne. Man hat es immer wieder versucht: Fälscher haben neue, „unbekannte” Botticellis und Vermeers erstellt, wobei sie eine Zeitlang selbst ausgepichte Kenner täuschten. Der italienische Petrarkismus hat die Zahl der Sonette im Petrarca-Ton vervielfacht, und in der musikalischen Ausbildung gehört die kompositorische „Stilkopie” sogar zu den festen Aufgaben. Mit seiner „Symphonie classique” hat Sergeij Prokofjew Joseph Haydn nachgeahmt, und der junge Michelangelo bewies seine Virtuosität als Bildhauer in einer vielbestaunten Antikenfälschung.
Natürlich kann dergleichen nur in Kunstgattungen mit relativ festen Genregesetzlichkeiten gelingen. Es dürfte leichter sein, eine antike Tragödie mit ihrem überschaubaren mythologischen Stoffrepertoire und ihrem festen Apparat von langen Reden, knappem Schlagabtausch, …
01.09.2006
Viel will Gustav Seibt nicht verraten. Schickt sich nicht bei einem
Whodunnit. Also erörtert er ein bisschen das Genre des Pasticcios.
Und erklärt das Buch von Gilbert Adair kurzerhand zur "fast
makellosen" literarischen Stilkopie, hier des britischen
Kriminalromans der 30er und 40er Jahre. Seibt hat große Achtung vor
einer solchen Kraftanstrengung ("die langwierige
Gangart"). Zumal, wenn der Autor, wie hier, nicht nur formal,
sondern auch atmosphärisch ganze Arbeit leistet. Agatha Christie
lässt grüßen. Und gründlich: Abgelegenes Herrenhaus, Leiche unterm
Dach, Motive in Hülle und Fülle, Kommissar mit kalter Pfeife,
alles da. Der "Denksportaufgabe" des spielerischen
Mitratens gibt Seibt sich darum gerne hin. Im retardierenden Moment
("absichtvolle Langeweile") erkennt er schließlich sogar
etwas Überraschendes an diesem Buch, für ihn noch überraschender
als die Auflösung des Mordfalls selbst.
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
England, im Dezember 1935. Im Herrenhaus des ehrwürdigen Colonel Roger ffolkes feiert eine illustre Gesellschaft den Weihnachtsabend und wird durch plötzlichen Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten. Als am nächsten Morgen die Leiche des Klatschreporters Raymond Gentry in der Dachkammer des Hauses gefunden wird, ist klar: Der Mörder muss einer der Anwesenden sein. Ein pensionierter Scotland-Yard-Ermittler wird zur Lösung des Falls herbeigeholt, denn er wohnt zufällig im einzigen benachbarten Haus. Mit erloschener Pfeife im Mundwinkel, seinen alten Jagdhund bei Fuß, verhört er die Gäste des Hauses - und fördert dunkle Geheimnisse zu Tage. Gilbert Adairs Roman ist eine gelungene Hommage an die britische Kriminalliteratur der 30er und 40er. Nicht nur Schauplatz und Figuren könnten eins zu eins einem Agatha-Christie-Roman entsprungen sein, sondern auch der langatmige, sich in überflüssigen Details verlierende Erzählstil Adairs. Bei einem so gelungenen Duplikat ist selbst die Auflösung des Falls nicht wirklich überraschend. Wer kann die Tat klassischerweise begangen haben? Ein Tipp: Der Gärtner war's nicht. (jul)
Autorenporträt zu "Gilbert Adair"
Gilbert Adair, geboren 1944, Schriftsteller und Kolumnist (The Independent on Sunday), lebt in London.
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