Mögen deine Hände niemals schmerzen - Prasske, Bruni

Bruni Prasske 

Mögen deine Hände niemals schmerzen

Broschiertes Buch
 
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Mögen deine Hände niemals schmerzen

Die Abenteuer einer jungen Deutschen im Iran und die Geschichte einer verbotenen Liebe: Eine leidenschaftliche Begegnung mit einer fremden Kultur, die hinter dem Rücken der gestrengen Sittenwächter ein fröhliches, exotisches Antlitz und viel Lebenskunst offenbart."Mögen Ihre Hände niemals schmerzen"ist eine der vielen Formeln, die Iraner benutzen, um dem anderen Dank und Ehrerbietung zu bezeugen - und dies tun sie in unzähligen Riten gerade auch in der Begegnung mit einer Europäerin, die allein durch ihr Land reist. So etwas sieht man dort nicht alle Tage, seitdem die strengen islamischen Gesetze herrschen, die etwa auch von Besucherinnen aus anderen Ländern verlangen, das Haar zu bedecken und den Körper vollständig zu verhüllen. Wer ist diese junge Frau aus Hamburg, die im Reich der Mullahs ein Abenteuer nach dem anderen erlebt, als sei dies die selbstverständlichste Sache der Welt? Und die es als Erzählerin versteht, von der ersten Seite ihres Buches an das Herz ihrer Leser zu gewinnen, sie zu Verschworenen zu machen, denen mit ihr der Atem stockt, wenn beispielsweise mitten in der Nacht laut an der Tür des Hotelzimmers geklopft wird, das sie - ein schweres Verbrechen in diesem Land - mit dem geliebten Kurosh teilt? Eines wird bei der Lektüre auf den ersten Blick klar: Es ist nicht nur die präzise und zugleich poetische Sprache, die diesen Bericht zu einem Leseerlebnis macht; dahinter steht eine Persönlichkeit, die es überhaupt erst ermöglicht, das zu erleben, was sie so mitreißend schildert. Sie ist keine naive Touristin, sondern eine wachsame Forschungsreisende, unbestechlich in ihrem Blick für die Zerrissenheit der iranischen Kultur und zugleich offen und mutig genug, sich von ihr berühren und verändern zu lassen.


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 334 S.
  • Seitenzahl: 334
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.77239
  • Deutsch
  • Abmessung: 18, 5 cm
  • Gewicht: 240g
  • ISBN-13: 9783404772391
  • ISBN-10: 3404772393
  • Best.Nr.: 22842105
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.06.2000

Ferne

"Mögen deine Hände niemals schmerzen. Iran. Eine verbotene Liebe" von Bruni Prasske. Hoffmann und Campe, Hamburg 2000, 335 Seiten. Gebunden, 39,90 Mark. ISBN 3-455-08275-0.

Betty Mahmoodys Bestseller "Nicht ohne meine Tochter" hat das Iranbild einer halben Nation geprägt. Unverhohlen rassistisch und inzwischen auch als weitgehend erfunden entlarvt, haben das Buch und der daraus entstandene Film geschickt die Erwartungen einer breiten Öffentlichkeit bedient, die Klischees über den barbarischen Orient zugespitzt und der weitgehend weiblichen Leserschaft wohlige Schauer aus Ekel, Schrecken und Mitgefühl über den Rücken rieseln lassen. Bruni Prasskes "Mögen deine Hände niemals schmerzen" ist gewissermaßen ein Gegenentwurf zu Betty Mahmoodys Geschichte. Es handelt von den zum Teil alltäglichen, zum Teil irrwitzigen Abenteuern einer jungen Deutschen in Iran. Mit wenig Vorkenntnissen und vielen Ängsten hat sich die Autorin in ein Land gestürzt, auf dessen ideologisches Zwangsregime sie bald zu fluchen lernt, dessen Menschen sie aber von Tag zu Tag mehr beeindrucken. Sie beschreibt die reiche und im Alltag lebendige Kultur der Iraner, deren …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als "Gegenbuch" zu Betty Mahmoodys "unverhohlen rassistischer und weitgehend erfundener" Geschichte "Nicht ohne meine Tochter" wird dieses Buch von Rezensent N. K. vorgestellt: zum Teil "irrwitzige", zum Teil alltägliche Abenteuer einer jungen Deutschen im Iran, die zwar das Regime bald hassen lernt, die Menschen aber dafür lieben, besonders einen "schönen Perser", hört man. Nicht ohne sanftes Spötteln über die "kühle Norddeutsche", die der Faszination einer fremden Kultur erliegt, beschreibt N.K. das Buch. "Keine hohe Literatur", wird schließlich befunden. Aber meistens "präzise beobachtet" und "eine spannend zu lesende Einstimmung in das Land", weshalb das Buch auch im Reiseteil der Zeitung besprochen wird.

© Perlentaucher Medien GmbH
Bruni Prasske, geboren in Norddeutschland, studierte Interkuturelle Pädagogik, war Sozialarbeiterin in Flüchtlingsunterkünften und wirkte bei Einwanderungsprojekten in den USA mit, bevor sie ihr erstes Buch 'Mögen deine Hände niemals schmerzen' schrieb.

Kundenbewertungen zu "Mögen deine Hände niemals schmerzen" von "Bruni Prasske"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von Kristin aus SW am 29.04.2008 ***** weniger gut
Anfangs dachte ich, dass Buch sei noch sehr interessantl. Fremde Länder und deren Kulturen versprechen immer Spannung und dazu noch eine Liebesgeschichte. Perfekt. Nur leider muss ich sagen, dass mir die Umsetzung so gar nicht gefallen hat. Es wir alles ziemlich schlecht erklärt und Hintergrund informationen gibt es zwar, aber die wirken nicht ausführlich und so mit nicht verständlich. Dauernd tauchen neue Familien auf und man kennt nicht die Verbindung zur Autorin und ist dadurch ziemlich schnell verwirrt. Ich ahbe nicht bis zum Ende gelesen, da mich nach 100 Seiten einfach keine Spannung packen wollte und ich diesen Reisebericht zum Gähnen langeweilig fand.
Schade eigentlich!

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Bewertung von Jamila aus Bramsche am 02.03.2008 ***** schlecht
Der Rückentext hört sich sehr interessant an. Allerdings verbirgt sich in diesem Buch wohl eher ein Reisebericht als alles andere. Sie fährt durch den Iran und erzählt von den Basaren, der Landschaft und Geschichte, eher weniger interessant. Ganz zuende mochte ich es gar nicht mehr lesen, eher ein Reinfall.

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Bewertung von Saeid Mottaki aus Stuttgart am 07.12.2001 ***** ausgezeichnet
Die Entdeckung eines Landes!
Die Autorin erzählt in diesem Buch in beeindruckender Weise von einem Land, das als Hardliner bekannt ist. Man empfindet Achtung und Bewunderung für ihre Art, alles genau und herzlich zu beobachteten und zu beschreiben. Man fühlt, schmeckt, riecht,
hört und sieht alles mit ihr. Sie beschreibt Dinge so, wie man sie nur erlebt, wenn man wirklich dort ist. Umso erstaunlicher ist dieses Buch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass eine Europäerin sich zutiefst mit den Gefühlen und der Denkweise der Iraner
beschäftigt. Das verlangt Respekt und Bewunderung. Eine Autorin mit viel Mut und Toleranz für ihre Umgebung. Sie springt über den Schatten der islamischen Gesellschaft, aber das mit sensiblem Einfühlngsvermögen. Nicht nur ein Buch über die Kultur im Iran, sondern auch eine schöne Geschichte über eine Frau in einem fremden Land zwischen Liebe und Konflikten mit vielen Spannungsmomenten.


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