Mittwinternacht / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.2 - Rickman, Phil

Phil Rickman 

Mittwinternacht / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.2

Aus d. Engl. v. Karolina Fell
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Mittwinternacht / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.2

Und plötzlich ist der Teufel los.

Merrily Watkins: Ermittlerin und Exorzistin!

Als Merrily Watkins vom Bischof zur "Beraterin in spirituellen Grenzfällen" ernannt wird, ahnt sie nicht, was auf sie zukommt. Hinter dem modernen Titel verbirgt sich ein düsteres Amt: Exorzist. Schon bald droht Unheil: In Merrilys Kirche wird eingebrochen. Eine Leiche treibt im Fluss. Satanisten schänden die Kathedrale von Hereford. Haben die neuen Freunde ihrer Tochter etwas damit zu tun? Dann erfährt Merrily von einer Verschwörung, die die englische Kirche in ihrer Existenz bedroht. Im Zentrum der Umtriebe: der Bischof persönlich.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 604 S.
  • Seitenzahl: 604
  • rororo Taschenbücher Nr.24906
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 128mm x 35mm
  • Gewicht: 442g
  • ISBN-13: 9783499249068
  • ISBN-10: 3499249065
  • Best.Nr.: 26390439
Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kult-Status genießt.

Kundenbewertungen zu "Mittwinternacht / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.2"

19 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.4 von 5 Sterne bei 19 Bewertungen **** gut)
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Bewertung von flyingmouse88 aus Kärnten am 19.01.2012 ***** sehr gut
Inhalt:

Merrily Watkins wurde zur Beraterin für spirituelle Grenzfragen ernannt. Kurz gesagt, zur Exorzistin, noch dazu zur ersten weiblichen Exorzistin! Schon bald wird es ernst, die Kathedrale von Hereford wird geschändet und schon bald bemerkt auch Merrily unheimliche Dinge. Ihre pubertierende Tochter Jane hält gar nichts von der Tätigkeit ihrer Mutter und gerät in einen falschen Freundeskreis…

Meine Meinung:

Ich hatte bereits Teil 1 gelesen, also musste ich natürlich meine Reihe fortsetzen. Wie im ersten Teil kann man die Bücher nicht mit spannenden Thrillern oder Krimis auf eine Stufe stellen. Die Geschichte ist eher seicht und auch für schwache Nerven geeignet, doch genau das gefällt mir an dieser Reihe sehr gut! Merrily und Jane werden sehr gut dargestellt und man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren, sie sind sehr sympathisch, jede mit ihren Eigenarten.

Fazit:

Wie auch der erste Teil, gefällt mir auch dieser sehr gut, das Cover wurde schön gestaltet und der Preis ist absolut in Ordnung. Allerdings ist er mit Sicherheit einigen zu wenig spannend und zu unspektakulär, aber ich mag diese Bücher einfach :)

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Bewertung von Themistokeles am 07.09.2011 ***** gut
Inhalt: Merrily Watkins ist Pfarrerin im beschaulichen Ledwardine und wurde vom Bischhof von Hereford grade zur "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" ernannt. Da ihre Ernennung erst kurze Zeit her ist, ahnt Merrily nicht, was noch auf sie zukommt, denn hinter dem Amt verbrigt sich ein nur allzu bekanntes, das des Exorzisten. Schon bald geschehen komische Dinge und Merrily wird früher als erwartet zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Danach wird ihr schnell klar, das Unheil droht. In ihre Kirche wird eingebrochen. Eine Leiche treibt im Wye und zudem wird eine weitere Kirche von Satanisten geschändet. Neben diesen Problemen hat Merrilys Tochter Jane zudem mit einer ominösen neuen Freundin zu tun, die sie mit anderen Leuten zusammen bringt. Bei allen ihren Nachforschungen erfährt Merrily von einer Verschwörung, die die Kirche von England bedroht.

Meinung: Ich hätte bei einem Kriminalroman eigentlich etwas anderes erwartet muss ich sagen und finde ehrlich, dass Kriminalroman einfach als Bezeichnung für dieses Buch nicht passt. Die Krimielemente verglichen mit den Mysterieelementen waren in diesem Buch ziemlich gering, so dass ich eher sagen würde, dass es sich um einen Mysterieroman handelt.
Insgesamt war die Geschichte auf jeden Fall nicht uninteressant und auch die Kleinigkeiten, die man über die englische Kirche oder den keltischen Glauben erfahren hat. An manchen Stellen wirkte die Geschcihte jedoch ein bisschen zu gestellt durch die einzelnen Gegebenheiten, die einen zu den Geistererscheinungen führen mussten. Insbesondere den Teil der Geschichte mit Moon fand ich ein bisschen eigenartig.
Die einzelnen Charaktere sind teilweise auch schon sehr schnell verdächtig und durchschaubar, wie zum Beispiel Michael Hunter oder Rowenna Napier. Andere Charaktere blieben mir bis zum Ende ein ziemliches Rätseln, wie Huw und Dobbs. Zudem muss ich sagen, dass es mir echt gefallen hat, wie die Gefühle von Merrily des öfteren beschrieben wurden, auch wenn mir unter anderem die genaue Beziehung zwischen ihr und Lol überhaupt nicht klar geworden ist.
Jedoch war das Buch als Unterhaltung ziemlich gut und auch auf seine Art und Weise spannend, weil man einfach nicht wissen konnte, wie die ganzen Sachen letztendlich aufgelöst werden. Also eindeutig eine ziemlich gute Unterhaltung, wenn auch mit leichten Schwächen.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 07.03.2011 ***** gut
Merrily Watkins, Pfarrerin von Ledwardine, wird vom Bischof als erste Frau zur Exorzistin ernannt, mit dem neuen Titel 'Beraterin für spirituelle Grenzfragen'. Denn Michael Hunter, recht frisch in seinem Amt als Bischof und dazu ungewöhnlich jung, frei von jeglicher Spiritualität, sieht diese Aufgabe eher als Dienstleistung im beratenden Bereich an mit größtmöglicher Offenheit nach außen. Ganz im Gegensatz zu Merrilys Vorgänger, der, zwar krank, aber noch amtierende Dobbs, der seine Aufgaben möglichst im Verborgenen erfüllte. Merrily erkennt bald, dass sie sich zwischen zwei gegnerischen Auffassungen befindet: Der des Bischof, dem jegliche Form von Exorzismus völlig fremd und zuwider ist. Und der ihres Vorgängers, einem überzeugten Exorzisten, dessen Einstellung auch von vielen anderen Mitgliedern der Kirchenhierarchie geteilt wird. Noch nicht richtig im Amt wird Merrily mit Geschehnissen konfrontiert, die sie daran zweifeln lassen, ob die Auffassung ihres Vorgesetzten die richtige ist...

Mittwinternacht ist ganz klar ein Mystery-Krimi. Es geht um Visionen, Satanisten, das Böse an sich undundund. Doch Rickman behandelt all die aussergewöhnlichen Ereignisse erst intensiv unter rationalen Aspekten und Gesichtspunkten, sodass am Ende die übernatürlichen Erklärungen beinahe wie selbstverständlich als Einzige noch in Frage kommen und somit auch (Noch)Nicht-Mystery-Fans ihren Spass beim Lesen haben werden. Neber der eigentlichen Krimihandlung stellt Rickman auch ein stimmiges Bild der aktuellen Situation der Kirchen dar: die Konkurrenz durch Esoterik, der Zweifel insbesondere der jungen Leute am Sinn der Kirche und ihren Ritualen, die Sinnsuche der Menschen die die Kirche nicht unterstützt usw.

Das Ganze liest sich gut und flüssig weg, lediglich die Handlung bleibt recht vorhersehbar und stellenweise wenig überraschend, so dass es über einen, wenn auch soliden, Durchschnittskrimi nicht hinauskommt.

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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 13.02.2011 ***** gut
Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Teil einer Bücherserie, in deren Mittelpunkt die Pfarrerin Merrily Watkins steht. Die Lektüre des ersten Teils ist zwar nicht zwingend notwendig, da beide Bücher in sich abgeschlossen sind, aber trotzdem empfehlenswert, da sonst einige Hintergrundinformationen zu den agierenden Personen und ihrer Beziehung untereinander, fehlen. Ich bin jedenfalls froh, den ersten Teil gelesen zu haben, da mir sonst der Einstieg in die Handlung deutlich schwieriger gefallen wäre.

Die Handlung besteht aus verschiedenen Erzählsträngen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sich aber im Laufe der Erzählung verknüpfen, um am Schluss ein stimmiges Ende zu bilden. Einen großen Teil der Handlung macht dabei natürlich Merrilys neues Amt und die damit verbundenen Probleme aus. Auch der Musiker Lol, der bereits im ersten Band eine wichtige Rolle übernahm, ist in diesem Teil wieder dabei. Er kümmert sich um Moon, die sich stark für die Vergangenheit ihrer Familie interessiert und als sehr labil gilt. Außerdem spielt auch Merrilys Tochter Jane wieder eine große Rolle. Denn sie hat eine neue Freundin. Durch dieses Mädchen lernt sie eine Wahrsagerin kennen, die sie mit einer spirituellen Gruppe bekannt macht.

Die Beschreibung der sehr unterschiedlichen Protagonisten ist wieder sehr gelungen. Denn durch die detailliert ausgearbeiteten Merkmale der jeweiligen Personen, wirken sie durchgehend glaubhaft und lebendig. Ein übelstriechender und unheimlich wirkender Besessener, ein modisch gekleideter und äußerst attraktiver Bischof und ein verbohrter, berufserfahrener und mit allen Weihwassern gewaschener Alt-Exorzist, bilden nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Protagonisten. Außerdem schafft der Autor eine neblige und unheimliche Atmosphäre, die den Leser in die kleine englische Ortschaft entführt.

Der erste Teil überzeugte mich durch eine spannende und unheimliche Handlung. Doch dieser zweite Band startet eher langsam und verwirrend. Echte Spannung kommt erst auf den letzten 100 Seiten auf. Sonst plätschert die Handlung teilweise recht langatmig vor sich hin. Für mich kommt diese Spannung schon fast zu spät, denn wenn ich nicht den ersten Teil voller Begeisterung gelesen hätte, dann hätte ich vielleicht beim zweiten Band entnervt aufgegeben.

Mein Fazit:

"Mittwinternacht" ist zwar für mich kein richtiger Krimi, aber dennoch ein gut lesbarer Fortsetzungsband der Serie um die Pfarrerin Merrily Watkins. Da mich die düstere Atmosphäre und auch die lebendigen Figuren wieder überzeugen konnten. Der erste Teil hat mir in puncto Spannung deutlich besser gefallen, aber dennoch werde ich der Pfarrerin von Ledwardine die Treue halten und mir die folgenden Bände der Reihe gönnen.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011 ***** gut
Mittwinternacht hat mir gut gefallen! Der Schreibstil von Phil Rickman ist flüssig, Spannung wird aufgebaut und ich kam gut in die Geschichte rein. Es ist der zweite Teil über Merrily Watkins. Den ersten habe ich nicht gelesen, was aber überhaupt nicht störte. Es wird kein, bzw. kaum Bezug auf den ersten Teil genommen und so hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas Wichtiges an Hintergrundinformationen fehlt.

Merrily Watkins ist Pastorin in ihrer eigenen Gemeinde und alleinerziehende Mutter von ihrer sechzehnjährigen Tochter Jane. Die beiden haben ein sehr gutes Mutter-Tochter Verhältnis. Es wird zwar etwas getrübt, weil die christliche Welt von Merrily mit der spirituellen Welt von Jane kollidiert, dazu noch die Pupertät und falsche Freunde, aber im Grunde sind die Probleme nur oberflächlich, da die Basis stimmt. Merrily lässt Jane genug Freiraum, um sich selbst zu finden und zu experimentieren, weil das Grundvertrauen da ist. Jane nutzt diese Freiheit aus, erkennt allerdings auch ihre Fehler und gibt sie zu.

Diese Familienachterbahnfahrt muß Merrily meistern, während sie in ihrem Beruf extrem gefordert wird und ihren eigenen Weg nicht klar erkennt. Sie wird von ihrem Bischof als Beraterin für spirituelle Grenzfragen, kurz Exorzistin, ernannt. Als erste Frau in diesem Amt hat sie gegen Vorurteile und Vorverurteilungen zu kämpfen. Zudem wird ihr Glaube erschüttert. Natürlich glaubt sie an Gott (das Gute) und Satan (das Böse), aber Geistererscheinungen sind doch ein anderes Kaliber.

In dieser schweren Zeit steht ihr Lol zur Seit. Ein guter Freund - vielleicht auch mehr - , der selber durch den Selbstmord seines Schützlings Moon in eine Sinnkrise gestürzt wird.

Phil Rickman verknüpft diese diversen Handlungsstränge zu einer spannenden Geschichte. Und ja, auch mit hat das Fieber für Marrily Watkins gepackt und ich freue mich auf die Fortsetzungen!

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Bewertung von Pharo72 aus Zittau am 15.11.2010 ***** gut
Mit „Mittwinternacht“ erscheint in Deutschland der zweite Roman der „Merrily-Watkins-Reihe“ des britischen Autors Phil Rickmann, in dessen Heimat die Serie eine große Fangemeinde hat. Es gibt bereits 10 Bände um die Pfarrerin. Den ersten Band der Reihe zu kennen, ist jedoch für die Lektüre des vorliegenden Romans nicht erforderlich.

Neue Herausforderungen, die sie noch gar nicht so richtig einschätzen kann, kommen auf Merrily Watkins zu, als sie vom charismatischen Bischof zur „Beraterin für spirituelle Grenzfragen“ oder auch kurz Exorzistin, ernannt wird. Kaum von einem entsprechenden Seminar zu den verschiedensten Formen von dämonischen Auswüchsen zurück, häufen sich übernatürliche Ereignisse. Ein Sterbender lehrt die Pfarrerin das Gruseln, die Leiche eines Satanisten wird gefunden, eine Kirche geschändet und nicht zuletzt hat es Merrily nicht einfach mit ihrer pubertierenden Tochter, die ihre eigenen Erfahrungen auf spirituellem Gebiet machen möchte und den Glauben ihrer Mutter für überholt und zu eingeschränkt hält.

Meine großen Erwartungen bezüglich des Romans haben sich leider nicht erfüllt, hatte ich mir doch einen packenden Krimi im Kirchenmilieu vorgestellt. Es gibt durchaus spannende Momente, die aber keine befriedigende Auflösung finden. Die sehr häufigen Perspektivenwechsel halten den Leser zwar bei der Stange, sind teilweise aber auch irritierend, weil man wirklich ständig umdenken muss.

Der Autor ist ein guter Erzähler, keine Frage, und das Buch daher auch recht gut zu lesen, nur so richtig fesseln konnte es nicht. Die Exorzismen werden nur angedeutet ebenso wie tatsächliche Erscheinungen. Man weiß eigentlich nie, was ist Realität, was nur Einbildung. Dafür dass das Buch fast 600 Seiten umfasst, passiert erstaunlich wenig und ich bin nicht wirklich an einer Fortsetzung der Lebensgeschichte von Merrily und ihrer Tochter interessiert.

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Bewertung von Hardy aus Sonthofen am 14.11.2010 ***** schlecht
Ich sehe schon die Verfilmung als typisch britische Krimiserie vor mir. Die hübsche, alleinerziehende Pfarrerin, die gegen ihre unterdrückte Sexualität und den einen oder anderen aufdringlichen Verehrer kämpft. Nebenbei löst sie dann noch Kriminalfälle im Stile eines Bullen von Tölz. Sehr spannend...haha. Leider ist diese recht interessante Ausgangssituation nicht ausgenutzt worden. Die ersten Seiten lassen vermuten, dass sich der Roman zu einem Gruselroman mit Geistern, Teufelsaustreibungen und richtig spannenden Szenen entwickelt. Doch man hat ja immer im Hinterkopf, dass es sich laut Buchcover um einen Kriminalroman handelt. Dann wird lange erzählt, man erfährt etwas über das komplizierte Verhältnis der Geistlichen zu ihrer pupertierenden Tochter, bekommt hinweise auf mysteriöse Geistererscheinungen, einen undurchschaubaren Exorzisten, einen machtgierigen Bischof und diverse andere Personen. Doch alles wirkt oberflächlich, man wird einfach nicht warm mit den Personen. Das Ganze ist durchaus stilsicher geschrieben. Aber wo bleibt die Spannung? Wo der durchgehende Faden? Plötzlich taucht eine Leiche auf. Hier fehlt die Darstellung des Verbrechens, oder eine weitere Erläuterung. Das wirkt wie so manches einfach eingeworfen, ohne Gefühlsregung nimmt das der Leser auf und kämpft sich weiter durch die Kapitel. Natürlich wird dies am Ende alles erklärt. Doch auch dann fehlt etwas. Die Erklärung, das ein paar böse Pseudosatanisten die englische Kirche zerstören wollen wirkt aufgesetzt. Alle Schandtaten werden zwar schlüssig begründet, aber der Leser möchte doch bei einem Krimi mitraten. Eine dermaßen aufgesetzte Lösung ist weder spannend, noch irgendwie logisch, da auch ein Dutzend andere Lösungstränge möglich wären. Der Roman erzeugt keine wirklichen Spannungsmomente. Weder die merkwürdigen parapsychologischen Vorkommnisse, noch die Morde sind überzeugend strukturiert. Alles eingeworfene Abschnitte, ohne Spannungsaufbau. Enttäuschend. Wie dieses Buch zu einem Bestseller werden konnte, weiß ich nicht.

Langatmig, unlogisch, nicht spannend. Das Gesamturteil fällt nicht positiv aus. Der Autor hätte sich entscheiden müssen: Krimi mit sauberem Handlungsaufbau, Gruselroman mit richtigen Gänsehautmomenten oder einfach eine Familiengeschichte mit Pfarrersfrau. Doch es entstand nur ein Mischmasch der nicht überzeugt und nicht fesseln kann.

Kein Muss und vor allem kein Anreiz, den Nachfolger zu lesen.

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Bewertung von Nazena aus Göttingen am 28.10.2010 ***** gut
Am Anfang fand ich es relativ schwierig, mich in das Buch hineinzulesen. Die Charaktere sind sich relativ ähnlich, keiner hat irgendwelche besonders herausragenden Eigenschaften oder besondere Fähigkeiten, es sind eher "Jedermannspersonen". Es dauert auch ein bißchen, bis Schwung in die Handlung kommt. Merrily zweifelt häufig an sich selbst und dass hemmt den Lesefluss meiner Meinung nach ungemein. Nach ungefähr 100 Seiten und dem ersten "Exorzismus" sind einem die Personen allerdings hinreichend vertraut und auch die Handlung nimmt Fahrt auf. Positiv war meiner Meinung nach vor allem die Darstellung des Übernatürlichen und die Art und Weise, wie Merrily damit umgegangen ist. Spukerscheinungen wurden völlig natürlich und in einer Art und Weise dargestellt, die jedem schon einmal widerfahren ist, uind auch Merrilys Umgang damit dürfte jeden überzeugen. Meiner Meinung nach weder von der Handlung noch von Schreibstil her überragend, aber ein solider Krimi, wenn man die ersten Kapitel durchgelesen hat.

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Bewertung von Silke B. aus Köln am 16.07.2010 ***** gut
"Mittwinternacht" ist der zweite Band der Reihe rund um die Pfarrerin Merrily Watkins.
Um die Handlung und Entwicklung der Figuren vollständig nachvollziehen zu können, sollte der erste Band "Frucht der Sünde" vorher gelesen werden.
Im Vergleich zum ersten Buch, bewerte ich "Mittwinternacht" etwas schwächer. Zwar ist mit Merrily und ihrer Tochter Jane weiterhin ein sehr interessantes Figurenpaar vorhanden und auch die Nebenfiguren konnten bei mir punkten, doch fand ich dieses Buch diesmal etwas zäher und langatmiger als den Vorgänger. Die Handlung empfand ich als interessant, jedoch nicht in allen Abschnitten schlüssig. Zwar wurden die großen Ungereimtheiten alle aufgeklärt, doch einige Fragen sind bei mir dennoch zurück geblieben. Dies betrifft insbesondere die übersinnlichen Abschnitte der Handlung und den Umgang der anglikanischen Kirche mit diesen.
Dennoch kann ich mir gut vorstellen, die Buchreihe weiter zu verfolgen, da mir insbesondere die Darstellung der Beziehung zwischen Mutter und Tochter und die Konfrontation der Pfarrerin mit ihrer Gemeinde gut gefällt.

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Bewertung von Merendina aus Bayern am 13.05.2010 ***** ausgezeichnet
Nachdem ich die Leseprobe von Phil Rickmans Roman "Mittwinternacht" gelesen hatte und das gruselige Cover gesehen hatte, war ich sehr neugierig auf das Buch.

Leider kenne ich den ersten Teil bzw. das erste Buch nicht. Vielleicht war es für mich deswegen anfangs etwas schwierig, mich in die Handlung hineinzufinden. Manche Andeutungen, die Zuordnung der Charaktere und manche Zusammenhänge gestalteten sich zunächst als unklar. Stellenweise ist das Buch auch etwas langatmig. Doch nach und nach fand ich mich gut zurecht, was nicht zuletzt am flüssigen Schreibstil und dem kontinuierlichen Spannungsaufbau lag. Hat man sich erst im Buch zurecht gefunden, war es schwierig, es aus den Händen zu legen.

Bischof Mick Hunter will Merrily als Beraterin für spirituelle Grenzfragen gewinnen. Deswegen nimmt sie an einem Kurs teil, der sich mit spirituellen Erscheinungen beschäftigt. Dann passieren plötzlich unerklärliche Dinge: ein Einbruch in der Kirche, eine Leiche schwimmt im Fluss, die Kathedrale in Hereford wird geschändet usw. Privat hat Merrily dazu noch Konflikte mit ihrer 16jährigen Tochter, die sich sehr für mystische Dinge interessiert. Haben die Freunde ihrer Tochter mit den unheimlichen Dingen zu tun?

Natürlich möchte ich nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber ich war positiv überrascht vom Ende des Buches!

Insgesamt würde ich "Mittwinternacht" nicht unbedingt als Krimi bezeichnen. Aber die düstere, spannende, gruselige Atmosphäre ist perfekt geeignet für kalte, dunkle Winterabende vor dem Kamin.

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