Misogynie - Holland, Jack

Jack Holland 

Misogynie

Die Geschichte des Frauenhasses

Übersetzer: Götting, Waltraud / Mitwirkender: Streeruwitz, Marlene
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Produktbeschreibung zu Misogynie

So aktuell wie die neueste Porno-Internetseite: Die Geschichte des Frauenhasses. Jack Holland untersucht die älteste Diskriminierung der Welt, den Frauenhass und beschreibt die Ursprünge und Folgen der Misogynie - von der Antike bis heute. In der griechischen Schöpfungsmythologie bringt Pandora immerwährendes Unheil über die bis dahin glücklich und autark lebenden Männer, in der Bibel ist Eva verantwortlich für die Vertreibung aus dem Paradies: Die Frauen sind schuld am Elend der Menschheit. Und das hat Folgen: In Griechenland und Rom gehörten Frauen zum vererbbaren Besitz erst ihres Vaters, dann ihres Ehemannes, die alle rechtliche Gewalt bis hin zur Verhängung der Todesstrafe über sie ausübten. Noch in der Neuzeit wurden Frauen als Hexen verbrannt, verlieren sie in England und Frankreich noch im 19. Jahrhundert eigenen Besitz bei der Eheschließung an den Gatten. Sein Züchtigungsrecht gegenüber seiner Frau ist gesetzlich verankert. Bis heute kämpfen frauen in hoch entwickelten Industrieländern um gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Witwenverbrennung und Tötung von weiblichen Neugeborenen in Indien, Klitorisbeschneidung in Nordafrika, Massenvergewaltigung von Frauen in Kriegsgebieten sind traurige Gegenwart. Wie ist die subtile wie gewalttätige Unterdrückung einer Hälfte der Menschheit durch deren andere Hälfte zu erklären? Der irische Autor und BBC-Journalist Jack Holland verfolgt in seinem Buch die frauenfeindliche Grundhaltung des Abendlandes zurück bis zu ihren Wurzeln in Philosophie und Christentum. Er zeigt, wie männliche Denker und Schriftsteller von Platon und Aristoteles bis Rousseau und Weininger die aberwitzigsten Begründungen für ihre Theorie der naturgegebenen Minderwertigkeit der Frau geliefert haben. Und er zeigt, warum Frauen oft entweder als Heilige in den Himmel gepriesen oder als Hure in den Schmutz getreten werden, wie sich dieses Frauenbild bis in unsere populäre Alltagskultur gerettet hat.

Produktinformation


  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS
  • 2007
  • 1., Aufl.
  • Best.Nr. des Verlages: 200328
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 125mm
  • Gewicht: 570g
  • ISBN-13: 9783861507932
  • ISBN-10: 3861507935
  • Best.Nr.: 25046108

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht wirklich zufrieden scheint Rezensentin Christine Tauber mit Jack Hollands Geschichte des Frauenhasses. Zwar findet sie die engagierte Herangehensweise des Autors durchaus sympathisch, aber zum einen bietet das Buch trotz der Fülle des Materials und des Anspruchs, die gesamte Geschichte der Mysogynie zu zeichnen, kaum Neues. Das Meiste hat sie anderswo schon treffender gelesen, etwa bei Simone de Beauvoir. Zum anderen schießt Holland in ihren Augen oft über das Ziel hinaus. So hält Tauber ihm etwa vor, Zitate aus dem Kontext zu reißen und Positionen zu verkürzen. Gerade, was Holland im "gerechten Zorn der Enthüllung" über Kant und Freud schreibt, ist in ihren Augen ziemlich daneben, weil höchst "sinnentstellend". Insgesamt vermisst die Rezensentin die genauere Analyse und die "tiefer gehende Erschließung".

© Perlentaucher Medien GmbH

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