Mimesis - Auerbach, Erich

Erich Auerbach 

Mimesis

Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur

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Mimesis

Erich Auerbach (1892-1957) war bis 1935 Professor für Romanische Philologie an der Universität Marburg. Nach seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten emigrierte er über Istanbul in die USA. Im Exil entstand auch sein Hauptwerk Mimesis, das seit seiner Erstveröffentlichung 1946 längst zu einem Klassiker moderner Literaturwissenschaft geworden ist. Anhand einer Folge von Textanalysen, die sich von Homer und der Bibel bis zu den Brüdern Goncourt und Virginia Woolf spannt, beschreibt Erich Auerbach die Geschichte der Mimesis als Geschichte der je unterschiedlichen Gestalten, die das Verhältnis von Literatur und Wirklichkeit durch die Jahrhunderte hinweg annahm. Er zeichnet aber auf diese Weise auch die Entwicklung des Realismus in der europäischen und insbesondere der französischen Literatur nach.

Rezensionen:
- "Eine Glanzleistung vergleichender Textinterpretation." (ekz-informationsdienst)
- "Bis heute gibt es nichts, was geeigneter wäre, in die Literatur, ja, ins Lesen schlechthin einzuführen." (FAZ)


Produktinformation

  • Verlag: Francke
  • 2001
  • 10. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 524 S.
  • Seitenzahl: 524
  • Sammlung Dalp Bd.90
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 128mm x 33mm
  • Gewicht: 525g
  • ISBN-13: 9783772012754
  • ISBN-10: 3772012752
  • Best.Nr.: 00506580
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.09.1996

Dichter des Irdischen
Schule des Lesens: Erich Auerbachs "Mimesis" wird fünfzig

1946 erschien bei Francke in Bern zum ersten Mal Erich Auerbachs "Mimesis", das mit dem Untertitel "Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur" sogleich darauf aufmerksam machte, daß es über die Grenzen der Nationalliteratur hinausgriff. Das Buch hat, mit einer schon damals seltenen Verbindung von sachkundigem Ernst und weltläufigem Schreibstil, nicht nur in den literaturwissenschaftlichen Seminaren vieler Länder Epoche gemacht, sondern ist auch für "einfache" Leser zum Schlüsselerlebnis geworden. Bis heute gibt es nichts, das geeigneter wäre, in die Literatur, ja ins Lesen schlechthin einzuführen.

Erich Auerbach (1892 bis 1957) hat "Mimesis" im Istanbuler Exil verfaßt, ohne "Sekundärliteratur", was sich hinterher - wie er selbst im Nachwort betont - als Vorteil erwies. Denn er hätte das Buch vermutlich nie geschrieben, wenn ihm eine der großen Bibliotheken zur Verfügung gestanden hätte, in denen das angesammelte Wissen der Spezialisten nicht immer nur hilfreich ist, sondern zuweilen auch das eigene Denken verhindert. Auch hat erst die …

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