Gothic -, Metal- und Industrialmusiker haben eine große
Gemeinsamkeit: Sie alle hantieren viel und gern mit der Ästhetik
des Grauens, besingen Tod, Gewalt und Mystizismus und vertonen mehr
oder weniger imaginäre Horrorszenarien. Dies treibt erklärte Gegner
aus Politik, Theologie und Pädagogik traditionell auf die
Barrikaden. Für sie handeltet es sich um pietätlose
Effekthascherei: sowohl geschmack- als auch inhaltslos.
Fans und Musiker hingegen fühlen sich missverstanden und zu Unrecht
verteufelt. Haben diese Musikszenen tatsächlich mehr zu bieten als
"menschenverachtende Untergrundmusik" (Zitat Funny van
Dannen)?
Von Subkultur ist die Rede. Was für die einen Ausdruck einer
subversiven Rebellion darstellt, ist für die anderen eine
verbannenswerte jugendliche Unterkultur. Doch was steckt
tatsächlich dahinter? Was kann man in diesem Kontext überhaupt
unter Subkultur verstehen?
Das Buch beschäftigt sich einerseits mit der Problematik des
Subkulturbegriffs im Zusammenhang mit zeitgenössischer Popkultur,
und zeigt andererseits anhand von Interviews und Statements
führender Persönlichkeiten der einzelnen Musikszenen aus der
Genre-Presse, in wie fern gängige Ästhetisierungsstrategien heute
noch subversiven Geist verkörpern, oder in wie weit man tatsächlich
von geistloser Affirmation sprechen kann.
Gegliedert nach den einzelnen Subgenres wie Thrash-, Death- oder
Black Metal beleuchten einige Beispiele das Selbstverständnis der
Musikschaffenden sowie das ihrer jeweiligen Szene. Dabei werden
sowohl spezifische Unterschiede als auch gemeinsame Wurzeln und
ästhetische Vorbilder aus Kunst und Literatur berücksichtigt.
Ausstattung/Bilder: 117 S. m. 40 z. Tl. farb. Abb.
Seitenzahl: 117
Deutsch
Abmessung: 211mm x 149mm x 12mm
Gewicht: 183g
ISBN-13: 9783933060211
ISBN-10: 3933060214
Best.Nr.: 20826702
Philip Akoto, geb. 1976. Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Neueren und neuesten Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 2005 Magisterexamen (Note: "sehr gut") bei Prof. Dr. Karin Priester. Tätigkeit als freier Musikjournalist seit 1998 für diverse Onlinemagazine. Seit 2005 u.a. www.kontrastradio.net Im Wintersemester 2006 wird er mit Roland Seim, Josef Spiegel und Prof. Hanns Wienold ein Praktikumsprojekt am Institut für Soziologie der Univ. Münster zum Thema "Tod und Sterben in der Rockmusik" betreuen. Als Musiker seit 1993 aktiv in verschiedenen Dark-Ambient-/Metal-Bands: www.melanchoholics.de www.exposedguts.de Seine Magisterarbeit "Menschenverachtende Untergrundmusik?" - Todesfaszination zwischen Entertainment und Rebellion am Beispiel von Gothic-, Metal und Industrialmusik ist jetzt im Telos Verlag erschienen.
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