Menschenopfer - Gibert, Matthias P.

Matthias P. Gibert 

Menschenopfer

Lenz' neunter Fall. Kriminalroman

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Menschenopfer

Hideo Asami, Küchenhilfe in einem Sushi-Restaurant in Kassel, plagen Unwohlsein und Übelkeit. Als ihm die Haare büschelweise ausgehen, verschwindet er plötzlich spurlos. Wenige Tage später werden drei verkohlte Leichen in einer Laube entdeckt, Hauptkommissar Paul Lenz übernimmt die Ermittlungen. Ein weiterer Angestellter des Sushi-Restaurants leidet unter den gleichen Beschwerden wie sein Kollege, weigert sich jedoch zum Arzt zu gehen, da er sich illegal in Deutschland aufhält und nicht krankenversichert ist. Als auch er verschwindet, verschärft sich die Situation dramatisch


Produktinformation

  • Verlag: Gmeiner
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 366 S.
  • Seitenzahl: 366
  • Krimi im Gmeiner-Verlag
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 121mm x 33mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783839212370
  • ISBN-10: 3839212375
  • Best.Nr.: 34531219
Wieder schafft es Matthias P. Gibert hochaktuelle Themen in einem authentischen Kriminalroman zu verpacken: Lebensmittelskandale, wirtschaftliche Interessen und der geringe Wert eines Menschenlebens.
Matthias P. Gibert, geb. 1960 in Königstein im Taunus, lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau in Nordhessen. Nach einer kaufmännischen Ausbildung baute er ein Motorradgeschäft auf. 1993 kam der komplette Ausstieg, anschließend die vollständige Neuorientierung. Seit 1995 entwickelt und leitet er Seminare in allen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre und ist seit 2003 zudem mit einem zusammen mit seiner Frau entwickelten Konzept zur Depressionsprävention sehr erfolgreich für mehrere deutsche Unternehmen tätig. Seit 2009 ist er hauptberuflich Autor.

Leseprobe zu "Menschenopfer"

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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 04.05.2012 ***** sehr gut
Lenz‘ neunter Fall

Hideo Asami ist Küchenhilfe in einem Kassler Sushi-Restaurant. Seit Tagen plagt ihn Unwohlsein und als ihm dann auch noch büschelweise die Haare ausfallen, verschwindet er spurlos. In einer Gartenkolonie brennt einige Zeit später eine Gartenlaube ab, in ihr findet die Feuerwehr drei Leichen. Hauptkommissar Paul Lenz übernimmt den Fall und als feststeht, dass alle Drei gewaltsam zu Tode kamen, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Zur gleichen Zeit ist die junge Japanerin Watane auf der Suche nach ihrem Freund, der auch als Küchenhilfe arbeitete und obwohl schwer krank, ebenfalls spurlos verschwunden ist.

In seinem neunten Fall kämpft Paul Lenz erst einmal mit der magischen Zahl 50, denn sein Geburtstag rückt als näher und Paul hat mit diesem Tag ein Problem, bis ihm seine zukünftige Ehefrau Maria den Kopf zurechtrückt. So stürzt er sich dann auch voller Elan in den neuen Fall, der anfangs so gar keine Ermittlungsansätze bietet.

Hierbei ist man als Leser stellenweise dem Hauptkommissar und seinem Team bei dem Fall etwas voraus, da Matthias P. Gibert immer mal wieder die Handlungsstränge wechselt und man so schon bald feststellt, dass die Morde eng in Verbindung mit einem handfesten Lebensmittelskandal stehen. Doch wie die illegalen Machenschaften genau ablaufen und warum die 3 Menschen sterben mussten, erfährt man erst ziemlich zum Schluss des Falls.

Die Spannung ist zumeist durchweg vorhanden, wird allerdings immer mal wieder durch private Szenen aus Lenz‘ Leben unterbrochen, was jedoch immer unterhaltsam ist. Die Story geht immer mal wieder überraschende Wege, die so nicht unbedingt vorhersehbar sind, allerdings hatte ich fast durchgehend den Eindruck, dass der Fall dieses Mal hauptsächlich durch Kommissar Zufall gelöst wurde, als das Lenz‘ Ermittlungen entscheidend zur Lösung beigetragen hätten. Dies empfand ich allerdings jetzt keineswegs als störend.

Etwas gestört dagegen hat mich der fast durchgehend sehr flapsige Umgang zwischen Lenz und seinem Team. Klar merkt man hierdurch sofort, dass zwischen ihnen ein sehr kollegiales, teilweise freundschaftliches Verhältnis besteht, aber bei dem brisanten Thema wären mir manchmal etwas weniger flapsig, lockere Dialoge lieber gewesen. Seine Charaktere sind dagegen wieder hervorragend herausgearbeitet und überzeugen durchweg bis in die kleinste Rolle.

Fazit: Matthias P. Gibert verarbeitet in seinem neuesten Fall ein hochaktuelles Thema zu einem zumeist spannenden Krimi mit wieder überzeugenden Charakteren.

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