Memoiren - Schuh, Franz

Franz Schuh 

Memoiren

Ein Interview gegen mich selbst

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Memoiren

Ein kluges Lesevergnügen von Wienssympathischstem Philosophen.

Franz Schuh ist "eine Schreibkraft, so unerbittlich wie der beste Ernst Jandl" (Neue Zürcher Zeitung), "eine freundliche Denkmaschine und einer der letzten Allround-Gelehrten" (Die Zeit). In den "Memoiren" spielt Franz Schuh mit der Form des Interviews: Fragen nimmt er so, als ob er sie selbst gestellt, Antworten so, als ob ein Fremder sie gegeben hätte - und dann wieder umgekehrt.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 288 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 280
  • dtv Taschenbücher Bd.14082
  • Deutsch
  • Abmessung: 199mm x 123mm x 23mm
  • Gewicht: 304g
  • ISBN-13: 9783423140829
  • ISBN-10: 3423140828
  • Best.Nr.: 33362095

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Judith Leister beneidet die Alpenrepublik um den Wiener Feuilletonisten Franz Schuh. Nicht ganz so groß wie Schuhs Essaysammlung "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" erscheint ihr das als Memoiren titulierte gedankenreiche Frage-und-Antwort-Spiel. Der ausgesprochenen Unaufgeräumtheit von Schuhs Denken kann sie dennoch einiges abgewinnen. Übers Glück, über die Kritik und über Österreich erfährt die Rezensentin Wunderbares, mit Widerhaken Gespicktes. Eine Einstiegsdroge in den Schuh-Kosmos, meint sie.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.01.2009

Rumsitzen und nachdenken
Die "Memoiren" des Feuilletonisten Franz Schuh

Kraus und Polgar, Kuh und Friedell - die großen Wiener Feuilletonisten sind längst tot, und mit ihnen haben sich auch das Debattenfeuer und der Pulverdampf der großen Fehden aus den Kaffeehäusern verzogen. Aber einer sitzt noch, unverrückbar wie ein Fels: Franz Schuh, geboren 1947 in Wien und nach eigener Aussage kaum aus der Stadt herausgekommen, der er in klassischem Double-bind verbunden ist. Bekannt geworden ist Schuh, daheim eine feste Größe des Betriebs, dem deutschen Publikum erst spät, durch sein Opus Magnum "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche", eine scharfsinnige Sammlung von Essays und Skizzen, für die er 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Sachbuch bekam. Nun hat er mit seinen "Memoiren" nachgelegt, deren Untertitel, "ein Interview gegen mich selbst", so mediengerecht wie streng klingt.

Über das äußere Leben des Franz Schuh erfährt man in diesem gedankenreichen Frage-und-Antwort-Spiel jedoch nicht viel. Der "140-Kilo-Mann" stammt aus "proletarisch-kleinbürgerlichem" Milieu, das sozial durchlässigere Nachkriegs-Österreich …

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"Bestechend klug und stilistisch elegant widmet sich Franz Schuh in seinem jüngsten Büchern zwei großen Themen: der Güte und sich selbst." Kirstin Breitenfellner, Falter, 14.03.08 "So nimmt er uns mit auf seine faszinierenden Denkwege und lässt uns ungeniert zuschauen und mitdenken. Dass wir dabei auch einiges über ihn selbst erfahren, liegt in der Eigenart seines Nachdenkens, aus dem er sich selbst nie ausklammert." Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 19.05.08 "Bücher, die einem das Gefühl geben, Denken sei eines der größten Abenteuer, das man erleben könne, sind leider rar. Die Essays von Franz Schuh gehören eindeutig in diese Gattung. (...) Der Autor interviewt sich selbst. Ein frischer Zugang und eine spannende Fiktion: als könne man jemandem beim spontanen Denken zuschauen. (...) Man wünscht sich nach Lektüre dieser "Memoiren" nur noch eines: Eigentlich sollte Schuh jedes Jahr einen Erinnerungsband herausbringen." Profil, 10.03.08 "Selbstverständlich stimmt der Titel nicht - und der Untertitel nur bedingt. Schließlich ist der Wiener Essayist und Kulturphilosoph Franz Schuh ein ebenso begnadeter Dialektiker wie Ironiker. Nein, Schuh bietet uns keinerlei Intimitäten, das Persönliche, allzu Persönliche verflüchtigt sich ins Geistreiche, und das ist nicht abfällig, vielmehr als Kompliment gemeint: Der Autor denkt und redet nun mal gerne, immerhin seine Hauptbeschäftigung. Fast in jedem Lamento steckt eine Volte, ein Witz, eine elegante Attacke auf die Zumutungen unserer Existenz." Ulrich Weinzierl, Die Welt, 26.07.2008
Franz Schuh, 1947 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien/Österreich. Stationen u.a.: Studium der Philosophie, Geschichte, Germanistik in Wien. Promotion zum Dr. phil. 1976 - 80 Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung. Redakteur der Zeitschrift "Wespennest". Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Kunst. Arbeitsgebiete: Essay, Erzählung, Roman, Rezension. Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Österreichischer Staatspreis des BMfUK für Kulturpublizistik (1985). Jean-Améry-Preis (2000). Preis der Leipziger Buchmesse für Essayistik/Sachbuch (2006). Schweizer Medienpreis, Davos (2006). - Mitglied der Grazer Autorenversammlung.

Leseprobe zu "Memoiren" von Franz Schuh

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