Meine ungeschriebenen Bücher - Steiner, George

George Steiner 

Meine ungeschriebenen Bücher

Aus d. Engl. v. Martin Pfeiffer
Broschiertes Buch
 
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Meine ungeschriebenen Bücher

Im Laufe seines Leben hat George Steiner ein Werk geschaffen, das alle Facetten der Kultur erschließt. In diesem großen Essay stellt Steiner nun eine Sammlung ungeschriebener Bücher vor, die sein reales Werk vervollständigen würden, aber aus unterschiedlichen Gründen nie geschrieben wurden. Da steht chinesische Wirtschaftsgeschichte neben einer Abhandlung über den Neid, eine Untersuchung des Eros neben einem bildungspolitischen Manifest. Das Universum des George Steiner erscheint in diesem Buch en miniature.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 262 S.
  • Seitenzahl: 262
  • Edition Akzente
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20934
  • Deutsch
  • Abmessung: 20 cm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783446209343
  • ISBN-10: 3446209344
  • Best.Nr.: 22793460

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

In höchsten Tönen lobt der rezensierende Schriftsteller Gert Loschütz George Steiners Buch, in dem der gelernte Komparatist sieben Bücher vorstellt, die er nicht geschrieben hat, sondern gerne hätte schreiben wollen. Für den Rezensenten zählt der Autor "zu der kleinen Schar von Universalgebildeten, deren Wissen für uns ganz unverzichtbar ist", und was George Steiner in seinen Essays zum Beispiel zum "folgenlosen Wissen", einem Wissen, das sich der Moderne entzieht, oder der "invidia", dem Neid, zu sagen hat, findet der Rezensent so gehaltvoll, "dass es Denkanstöße für mehrere Symposien liefern könnte". Insgesamt hat ihm die Lektüre, der man den strengen Komparatisten erfreulicherweise nicht anmerke, großes Vergnügen bereitet. Ganz besonders beeindruckt hat ihn aber der Essay, in dem sich George Steiner mit den Ursachen des Antisemitismus befasst und als tiefsten Grund die "Überforderung durch Gottes Gesetz, die wir den Juden als seinem Volk nicht verzeihen" ausmacht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2007

Worüber man nicht reden kann, das soll man aufschreiben
Philologie des Bettgeflüsters, oder: Das hätte sechzig Jahre Arbeit ohne Ferien bedeutet George Steiner hat eine Sammlung von Büchern verfasst, die er aus guten Gründen nicht verfasst hat
In seiner prägnanten Autobiographie „Errata” (1999) hat der Literaturwissenschaftler George Steiner geschrieben: „Ich habe meine Kräfte zersplittert und sie damit vergeudet.” Ganz schlimm findet er das freilich nicht: Nur weidende Kühe, sagt er, brauchen ein Feld, nicht aber die Wissenschaftler.
Der Lust an der Selbstbezichtigung frönt Steiner auch in seinem jüngsten Buch. Vordergründig handelt es von den Monographien, die er nicht geschrieben hat. Man kann es aber auch als Ergänzung zu „Errata” lesen. Selbst ein abenteuerlustiger Gelehrter wie George Steiner, der in jedem guten Buch eine neue Welt entdeckt, ist sich darüber im Klaren, dass die wenigsten Autoren alle paar Jahre neue Memoiren vorlegen können, nur weil es ihnen Spaß macht, über sich selbst zu schreiben.
Steiner lässt es langsam angehen: Das erste ungeschriebene Buch hätte von dem verstorbenen Biochemiker Joseph Needham …

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"Steiner gehört zu der kleinen Schar von Universalgebildeten, deren Wissen für uns ganz unverzichtbar ist." Gert Loschütz, Frankfurter Rundschau, 30.10.07
George Steiner, geb. 1929 in Paris, hat seit 1994 den Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität Oxford inne.

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