Mein Vater aus Paris - Skármeta, Antonio

Antonio Skármeta 

Mein Vater aus Paris

Roman

Übersetzung: Stefanie Gerhold
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Mein Vater aus Paris

Dorflehrer Jacques verzehrt sich nach der schönen jungen Teresa. Als er sich ihr nähert, holt ihn das Geheimnis seines französischen Vaters ein ... Mit klaren, sinnlichen Sätzen erzählt Antonio Skármeta eine Geschichte von Liebe, Sehnsucht und südamerikanischer Melancholie.

Jacques, ein junger Lehrer, der abends französische Gedichte übersetzt, lebt mit seiner Mutter in einem gottverlassenen chilenischen Dorf. Sein Vater, ein Franzose, ist Hals über Kopf nach Paris zurückgekehrt - aus Sehnsucht. Jacques hingegen sehnt sich nach der schönen Nachbarin Teresa ... Eines Tages bietet ihm Teresas lebenshungriger jüngerer Bruder verschwörerisch seine Hilfe an. Einzige Bedingung: Er möchte einmal mit ins Bordell der nahegelegenen Provinzstadt. Aber in der Stadt dann trifft Jacques überraschend auf seinen in der Ferne geglaubten Vater ... und ahnt bald, das dessen Weggang mit Liebe, Schmerz und einem großen Opfer zu tun hatte. "Die Winteräpfel, die taufeuchten Zitronenschalen, die Spinne, die geduldig in meinem dämmrigen Zimmer wartet, der Windhauch, der die Vorhänge bläht: all diese ländlichen Dinge machen mein Leben aus."


Produktinformation

  • Verlag: Graf Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 96 S.
  • Seitenzahl: 96
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 124mm x 15mm
  • Gewicht: 176g
  • ISBN-13: 9783862200139
  • ISBN-10: 3862200132
  • Best.Nr.: 32461146
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.08.2011

Im kalten Süden

Dieses entzückende kleine Buch versammelt eine tolle Geschichte, gleich mehrere Liebesgeschichten und hat am Ende, wie es sich für eine Novelle gehört, eine ungewöhnliche Überraschung parat, und ist also mitnichten ein "Roman", wie jedenfalls in der deutschen Ausgabe der Untertitel sagt. Die Geschichte führt uns in eine fremde Welt, in ein Dorf mit dem klingenden Namen Contulmo, das im kalten Süden Chiles liegt. Bewundernswert hier ist vor allem die kühne Knappheit der Erzählung, die doch ganz locker ist. Schwerlich wird man anderswo von einem so sachlich und nett absolvierten Bordellbesuch lesen. Übrigens berichtet der Erzähler, als der, der hier "ich" sagt, nie weiter als die Handlung, von der er berichtet. Immer steckt er mittendrin. Das Verfahren ist heikel, hier aber wird es so gekonnt angewendet, dass es tatsächlich für Unmittelbarkeit sorgt. Die Figuren werden gegenwärtig, man sieht sie klar vor sich: den jungen, intellektuell unruhigen Dorfschullehrer Pierre sowie seinen verqueren, aber redlichen Freund Cristián, der in der benachbarten Mühle wohnt, Pierres Angebetete Teresa Gutiérrez und deren Schwester Elena, schließlich …

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"Dieses entzückende kleine Buch versammelt eine tolle Geschichte, gleich mehrere Liebesgeschichten und hat am Ende eine ungewöhnliche Überraschung parat ... Bewundernswert ist vor allem die kühne Knappheit der Erzählung, die doch ganz locker ist." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2011 'Der Autor des Welterfolgs Mit brennender Geduld beschert uns ... mit seinem kleinen Roman zwei Stunden Leseglück.' Frankfurter Neue Presse, 13.04.2011 'Ein kleiner großer Roman.' Ulrich Faures Lesetipp, BuchMarkt März 2011 'Mein Vater aus Paris, ein entzückender kleiner Roman aus der chilenischen Provinz, ist wie eine sommerliche Liebesgeschichte kurz vor dem Erwachsenwerden: schmerzlich, aber schön.' Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung, 26.05.2011 'Antonio Skármeta ist Spezialist für die Anbahnung von Liebesgeschichten ... Ein literarisches Fundstück.' Alexandra Föderl-Schmid, Der Standard, 20.05.2011 'Skármeta erzählt in knappen Sätzen voller Sinnlichkeit, wie Zeit, Sehnsucht und die Macht des Schicksals in Reife und Verantwortlichkeit münden. Liebhaber der besonderen Mischung aus Humor und Melancholie südamerikanischer Literatur werden an dieser Geschichte ihren Spaß haben.' Hannoversche Allgemeine, 06.04.2011 'Antonio Skármeta ist ein Herzchirurg, der statt mit Skalpell mit Worten arbeitet ... Auch sein neuer Roman ist eine kleine Geschichte voller großer Gefühle.' Osnabrücker Zeitung, 13.04.2011

'Ein kleiner großer Roman.' Ulrich Faures Lesetipp, BuchMarkt März 2011 "Skármeta erzählt in knappen Sätzen voller Sinnlichkeit, wie Zeit, Sehnsucht und die Macht des Schicksals in Reife und Verantwortlichkeit münden. Liebhaber der besonderen Mischung aus Humor und Melancholie südamerikanischer Literatur werden an dieser Geschichte ihren Spaß haben." Hannoversche Allgemeine, 06.04.2011
Antonio Skarmeta, geboren 1940 in Antofagasta, Chile, verließ 1973 nach dem Putsch Pinochets seine Heimat und verbrachte viele Jahre im Exil in Berlin. Für sein literarisches und filmisches Werk erhielt er zahlreiche internationale Preise. Sein bisher größter Bucherfolg "Mit brennender Geduld", wurde mehrfach verfilmt. 1989 kehrte er nach Chile zurück; im Sommer 2000 wurde er zum Botschafter seines Landes nach Berlin berufen. Der Autor lebt heute in Santiago de Chile.

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