Mein schönes Leben - Krug, Manfred

Manfred Krug 

Mein schönes Leben

Broschiertes Buch
 
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Mein schönes Leben

Manfred Krug schreibt über seine Jugend - pointiert, amüsant, nachdenklich. Er selbst sagt dazu: "Alles aus der Zeit habe ich mir gemerkt, und was ich mir nicht genau gemerkt habe, das habe ich mir ungenau gemerkt."


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 451 S., 28 Fotos auf Taf.
  • Seitenzahl: 451
  • Ullstein Taschenbuch Bd.36756
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 116mm x 27mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783548367569
  • ISBN-10: 3548367569
  • Best.Nr.: 13347551
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.07.2004

Das Leben, ein Schauspiel
Mario Adorf, Uschi Glas und Manfred Krug erinnern sich

Der Seufzer, gleich im Prolog von Mario Adorfs jüngstem Buch, kommt aus tiefstem Herzen: Wie leicht haben es doch die Franzosen, weil sie zwischen se rappeler, dem gezielten Eintauchen in den Gedächtnisspeicher, und se souvenir, dem plötzlichen Auftauchen von vermeintlich Vergessenem, zu unterscheiden wissen. Für Adorf, den es aus einem kleinen Eifelstädtchen hinaus in die weite Filmwelt von Italien und Sibirien, Hollywood und Mexiko trieb, gibt es nur Bruchstücke des Erinnerns, unbehauen und unbezeichnet. "Unordentliche Erinnerungen" beschwört deshalb sein Buch "Himmel und Erde" im Untertitel, weil der Autor ihnen das Nebensächliche, Zufällige und auch Lückenhafte bewußt erhalten wollte, weil sie eben nicht den wesentlichen Daten und Linien seines Lebens folgen sollen.

Die Neugier ist auf der Stelle geweckt. "In der Eifel und im rheinischen Raum", erklärt Adorf den Buchtitel, "war ,Himmel und Äd' ein einfacher Eintopf der eher mageren Jahre, aus Äpfeln und Kartoffeln zusammengekocht. Die Äpfel wachsen auf den Bäumen, daher: Himmel, die Kartoffeln im …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Manfred Krug gibt sich literarisch ambitioniert, staunt Hans-Dieter Seidel und kann dem Schauspieler trotz gewisser Eitelkeiten nicht seinen Respekt versagen. Der literarische Ehrgeiz des Verfassers macht die Lektüre anfangs etwas anstrengend, gesteht Seidel ein. Denn Krug habe es sich zum Ziel gesetzt, erzählerisch jeweils die entsprechende Altersklasse zu fixieren, von der er berichte. So sei gerade zu Anfang der Ton bewusst naiv und in der Mischung mit Krugs Pointensucht schwer erträglich, findet Seidel. Zugleich stelle sich Krug aber als kluger und aufmerksamer Beobachter heraus, der kleine Szenen oder Details gekonnt verdichten kann, hält der Rezensent lobend dagegen. Was der Autor tatsächlich literarisch vermag, sieht er in den dazwischen geschobenen Passagen bestätigt, in denen Krug - "frei von jeglicher Anspielung" - vom Leben seiner Urgroßmutter in armseligsten Verhältnissen berichtet und "ihren aufrechten Gang" zu einem exemplarischen Lebenslauf verarbeitet, der Seidel schlicht Bewunderung abverlangt. Da sei es nur konsequent, dass Krug seine Autobiografie in dem Moment abbreche, wo er eine gewisse Berühmtheit erlangt habe.

© Perlentaucher Medien GmbH

literaturtest.de<br /> Liebeserklärung an Oma Lisa<br /> Spielen ist sein Leben, über seinen Gesang lässt sich streiten, und schreiben kann er. Das jüngste 450-Seiten-Werk des Schauspielers Manfred Krug ist vor allem eine Liebeserklärung an die Großmutter, an "Oma Lisa, die schönste und zärtlichste Frau meines Lebens". Es ist die Erinnerung an eine spannende, harte, aber auch heitere Kindheit trotz Krieg, den Wirren danach und Familien-Zoff.<br /> Hamsterfahrten<br /> Krug schreibt geordnet, sortiert, diszipliniert. Die ersten 17 Lebensjahre sind eingebunden in Familiengeschichte, Erlebnisse zwischen Duisburg (West) und Brandenburg (Ost), die große Politik und die kleine Welt des Manfred K. Er schildert die Hamsterfahrten auf der Suche nach Essbarem ebenso anschaulich wie das bewegte Liebesleben seines Vaters, der bei Manfreds Geburt die beste Freundin der Mutter beglückt. Allein die Oma bleibt der ruhende Pol in einem prallen Leben - gut beobachtet, anschaulich und pointiert beschrieben.<br /> Weg vom Stahlwerk<br /> Krug will, zum Ärger des Vaters, der zugleich einer der Chefs im Stahlwerk ist, nicht Stahlkocher in Brandenburg bleiben, sondern Schauspieler werden. Bevor er sich auf den langen Weg macht, der mit der Bewerbung an der Schauspielschule beginnt, lässt er sich von einem Fotografen porträtieren. „Zu welchem Zweck?“ fragt der Meister. "Ich werde Schauspieler." "Wollen Sie den Romeo spielen?" "Bestimmt nicht", antwortet Krug. "Wen sonst?" "Mich". Was ihm in den folgenden 40 Jahren auch geglückt ist.<br /> (Mathias Voigt)<br/><br/>

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.06.2004

Einmal ein einzelner Mensch sein
Manfred Krug erzählt sein schönes Leben mit Duisburger, Leipziger und Berliner Humor
Wer nicht ständig viele Stunden auf der Autobahn zubringen muss, wird nur selten eines der langen Hörbücher bis zum Schluss anhören. Dieses aber unbedingt, denn es ist richtig, richtig gut. Manfred Krug und Ursula Karusseit haben es gemacht. Darin erzählt Krug seine eigene Kindheit in Duisburg, Osnabrück, Henningsdorf, Brandenburg, Berlin, und seine Jugend in der DDR, als Stahlschmelzer und wie er an die Schauspielschule kam. Und Karusseit erzählt das Leben von Krugs Urgroßmutter.
Der Text ist sowohl interessant als auch spannend. Man will immer wissen, wie es weitergeht. Manfred Krug, 1937 geboren, ist soviel hin- und hergezogen und hatte so viele Erziehungspersonen, die sich abwechselnd um ihn kümmerten, dass der Bericht von seinen ersten siebzehn Jahren in die Hörbuchkategorie „schwere Kindheit” gehörte, wenn er nicht so lustig davon erzählen würde. Und wenn nicht doch durch all die Wirren von Krieg und Trennung der Eltern und Zerrissenheit der Familie in Ost und West die nicht immer gleichmäßige, aber beständige Fürsorge …

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»Manfred Krug ist sehr direkt und meistens wohl auch ehrlich. "Schauspieler nehmen sich schon früh wichtig", schreibt das charmante Raubein in seinen 2003 erschienenen und viel beachteten Jugenderinnerungen.« 02.02. 07 dpa, Wilfried Mommert »Vor drei Jahren vermeldete das Zigarren paffende [...] Original seinen Abtritt vom Filmset. Zuvor schenkte er uns noch seine Memoiren, wie immer gewitzt, aber auch ungeniert sentimental und angemessen altersweise.« 08.02.07  Die Welt, Reinhard Wengierek
Manfred Krug, einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands, 1937 in Duisburg geboren, Umsiedlung als Zwölfjähriger nach Leipzig. Ab 1956 Fernsehrollen, zahlreiche Nationalpreise der DDR. 1976, mit der Unterzeichnung der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, endete Krugs Karriere in der DDR, 1977 Übersiedlung nach West-Berlin. Ab 1978 große Fernseherfolge mit "Auf Achse", "Sesamstraße", "Tatort" und "Liebling Kreuzberg". 1988 Grimme-Preis für "Liebling Kreuzberg". Zahlreiche CD- und Buchveröffentlichungen, aktuell: Mein schönes Leben (2003).

Kundenbewertungen zu "Mein schönes Leben" von "Manfred Krug"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von andi aus Burg am 30.04.2010 ***** ausgezeichnet
Manred Krug - Mein schönes Leben beschreibt ersten 17 Jahre des Autors in einem Deutschland, das sich verändert. Die entbehrungsreichen Kriegsjahre sowie das Entstehen beider deutscher Staaten sind hier am persönlichen Schicksal mitzuerleben. Das Ganze ist mit einer gehörigen Portion Humor erzählt. Auch die Familiengeschichte darf natürlich nicht fehlen und sorgt für vergnügliche Stunden beim Schmökern.
Bei einem Gastspiel Manfred Krugs, zu dem mich eine Freundin eingeladen hatte, stieß ich auf dieses höchst unterhaltsame Buch. Es berührt mich, da es von der Zeit in der meine Urgroßeltern gelebt und Eltern aufgewachsen sind erzählt.
Über die Vergangenheit können wir nur aus Erzählungen erfahren. Dann ist es doch sehr angenehm, wenn diese so amüsant und kurzweilig sind wie "Mein schönes Leben".

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