Was ist das Schönste an Paris? Für manche ist es der Eiffelturm,
für andere die vielen Boutiquen. Doch für Georgie, die gerade eben
wutentbrannt ihren treulosen Ehemann verlassen hat, ist es das
kleine schwarze Notizbuch ihrer Großmutter - und die charmanten
Franzosen, die sie dadurch kennenlernt. Aber auch wenn es
wunderschön ist, bei Kerzenschein und Rotwein verwöhnt zu werden -
ganz tief in ihrem Herzen sehnt sich Georgie nur nach einem: ihrem
kleinen chaotischen Häuschen, ihren zwei putzmunteren Kindern - und
nach Nick, dem Mann, mit dem sie dieses Tohuwabohu bis vor kurzem
teilte. Kurz entschlossen reist sie zurück nach England, und macht
dem überraschten Nick ein durch und durch unsittliches
Angebot ...
"Schlagfertig und witzig beschreibt Maeve Haran in ihren
Romanen den turbulenten Hindernislauf bis zum Happyend!"
Münchner Merkur
"Bestellerautorin Maeve Haran erweist sich immer wieder als Spezialistin für locker-amüsante Geschichten mit Tiefgang!" Freundin
"Bestellerautorin Maeve Haran erweist sich immer wieder als Spezialistin für locker-amüsante Geschichten mit Tiefgang!" Freundin
Maeve Haran lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in London. Ihre Biographie könnte fast einem ihrer Romane entstammen, denn Maeve Haran hat es geschafft, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, u. a. war sie eine erfolgreiche TV-Produzentin.
Leseprobe zu "Mein Mann ist eine Sünde wert"
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Leseprobe zu "Mein Mann ist eine Sünde wert" von Maeve Haran
Leseprobe zu "Mein Mann ist eine Sünde wert" von Maeve Haran
"Wie oft hast du eigentlich Sex mit Dad?"
Georgie verschluckte sich an ihren Cornflakes, während der achtjährige Charlie eine Antwort erwartete, die großen Augen in gespielter Unschuld weit aufgerissen.
"Jake aus meiner Klasse hat gesagt, seine Eltern machen's die ganze Zeit, und das ist echt igitt."
Um eine ausdruckslose Miene bemüht versuchte Georgie, den Blick ihres Ehemanns Nick einzufangen und herauszufinden, wie er auf dieses Verhör reagierte, das ihr Sexualleben betraf. Aber er war vollauf mit seinem Laptop beschäftigt, dem er irgendeine wahnsinnig wichtige Info entlockte.
Seit Wochen nicht mehr, würde die ehrliche Antwort lauten. Sie hatte drei Kinder mit Terminkalendern, die das Pensum des Premierministers bei weitem übertrafen. Dazu kamen Nicks immer längere Überstunden und eine endlose Liste von Forderungen, die ihre Mutter an sie stellte, weil sie noch immer nicht verstand, dass erwachsene Töchter ein Recht auf ein eigenes Leben hatten. Für Sex blieb da nicht viel Zeit. Schuldbewusst verdrängte Georgie den Gedanken an die Abende, an denen sie irgendwelche Dinge im Haushalt in der Gewissheit erledigte, Nick würde tief und fest schlafen, wenn sie schließlich nach oben ging. Und nun musste sie
sich wirklich und wahrhaftig den Kopf zerbrechen, um sich zu erinnern, wann sie tatsächlich zum letzten Mal Liebe gemacht hatten.
Vielleicht entwickelten sie sich allmählich zu einem jener eigenartigen Ehepaare, die es nur ein Mal im Jahr und in Schaltjahren zwei Mal trieben. Kaum zu glauben, dass sie kaum geschafft hatten, die Finger voneinander zu lassen, als sie sich vor siebzehn Jahren in der Hochschule für Design begegnet waren ... Deutlich genug erinnerte sich Georgie, wie lasziv sie Nick über das vollständig versammelte Auditorium hinweg angestarrt hatte, ganz schwach vor Sehnsucht und in der verzweifelten Hoffnung, die Vorlesung würde möglichst bald aufhören, damit sie nach Hause laufen und ins Bett fallen könnten. Einmal hatten sie ein ganzes, von stürmischer Leidenschaft erfülltes Wochenende unter der Steppdecke verbracht. Und jetzt? Wie sie zugeben musste, fand sie es wesentlich aufregender, den Wäscheschrank in Ordnung zu bringen.
Zumindest besaß sie einen sehr ordentlichen Wäscheschrank.
"Was?", fragte Nick, der endlich merkte, dass ihn seine ganze Familie mit ungewöhnlichem Interesse beobachtete. "Was?"
Nicks Augen fixierten die mit seinen eigenen identischen blauen Augen seines ältesten Kindes Bella. Immer wieder staunte Georgie über die Ähnlichkeit, die zwischen Vater und Tochter bestand - nicht nur äußerlich, auch im Charakter.
"Ach, nichts Besonderes." Wie üblich ritt die sechzehnjährige Bella der Teufel. "Charlie will nur wissen, wie oft du und Mum Sex habt."
Ein paar Sekunden lang fragte sich Georgie, ob Nick explodieren würde.
Stattdessen zeigte sich in seinen Augen ein Ausdruck übertriebener Verwirrung, sodass er wie ein total verdatterter Dorftrottel aussah. "Sex?", wiederholte er und musterte Charlie, als würde er auf eine nähere Erklärung warten. "Was ist Sex? Meinst du das, was sie im Discovery Channel tun?
"Daad!" Kurzfristig aus dem Konzept gebracht, schien der Junge zu glauben, sein Vater hätte wirklich keine Ahnung von so grundlegenden Dingen. "Du musst doch wissen, was Sex ist."
"Immerhin hast du drei Kinder", warf der zehnjährige Rory ein, der sichtlich erfreut war, weil sein jüngerer Bruder ausnahmsweise verunsichert dreinschaute.
"Hm ... Hilf doch meinem Gedächtnis auf die Sprünge, Mrs Morrison ... "Skeptisch spähte Nick über den Frühstückstisch hinweg zu Georgie hinüber. "Wie haben wir diese drei entzückenden Sprösslinge gekriegt?"
"Ihr hattet Sex", konstatierte Bella unverblümt, nachdem sie entschieden hatte, nun wäre das Geplänkel weit genug gegangen.
Aber Nick ging mit liebevollem Spott im Blick zielstrebig zu Georgie. "Meine Besprechung beginnt erst um neun. Haben wir genug Zeit, um noch ein Baby zu machen?" Dann zog er sie von ihrem Stuhl hoch, riss sie in die Arme und küsste sie gnadenlos.
Das war ein alter Gag in ihrer Ehe - er küsste sie, bis sie beinahe die Besinnung verlor und wie ein sterbender Goldfisch zappelte.
"Niick!", japste Georgie und führte ihre Goldfisch-Nummer vor. "Ich kriege keine Luft ..."
Da ließ er sie los. "Okay, vielleicht später." In einer gekonnten Groucho-Marx-Imitation hob und senkte er die Brauen.
"Ach, um Himmels willen!" Angewidert verdrehte Bella die Augen. "Nehmt euch ein Hotelzimmer. Oder nehmt euch besser keins. Fahr mich zur Schule, Dad. Dann könnt ihr euch wenigstens nicht aneinander vergreifen."
Nick schlüpfte in sein Jackett. "Heute Nacht, Josephine?"
Mit einem unverschämten Grinsen zwinkerte er seiner Frau zu.
In diesem Moment gewann Charlie die Überzeugung, seine Eltern hätten endgültig den Verstand verloren. "Aber Mum heißt nicht Josephine, sondern Georgina."
"Das war eine kulturelle Anspielung, blödes Balg", belehrte ihn seine Schwester in müdem Ton. "Was dir vielleicht klar wäre, wenn du jemals diese Playstation abschalten würdest. Es bedeutet: Willst du heute Nacht mit mir ins Bett gehen?"
"Dreifaches Igitt!" Charlie schnitt eine Grimasse, als hätte man ihm einen Teller Spinat serviert.
"Nun siehst du, was man sich einhandelt, wenn man dumme Fragen stellt", ätzte Bella und schnappte sich ihre Schultasche.
Glücklicherweise läutete in diesem Moment das Telefon, eine willkommene Ablenkung, und Rory rannte zum Apparat.
"Mum, es ist Granny Isabel!", schrie er und hielt den Hörer hoch. "Sie will wissen, ob du dich dran erinnerst, dass wir den Hund übernehmen sollen, wenn sie zum Trekking nach Nepal fliegen!"
Stöhnend runzelte Nick die Stirn. Allein schon der Gedanke, er müsste Pet, die verhätschelte Hündin seiner Schwiegermutter, beherbergen, erwies sich als effektiver Lustkiller. "O Gott!", jammerte er laut genug, sodass Isabel es zweifellos hörte. "Sag bloß nicht, der verdammte Shih Tzu zieht hier ein."
Damit versetzte er Charlie in einen lautstarken Begeisterungstaumel. "Der verdammte Shih Tzu zieht hier ein!
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"Wie oft hast du eigentlich Sex mit Dad?"
Georgie verschluckte sich an ihren Cornflakes, während der achtjährige Charlie eine Antwort erwartete, die großen Augen in gespielter Unschuld weit aufgerissen.
"Jake aus meiner Klasse hat gesagt, seine Eltern machen's die ganze Zeit, und das ist echt igitt."
Um eine ausdruckslose Miene bemüht versuchte Georgie, den Blick ihres Ehemanns Nick einzufangen und herauszufinden, wie er auf dieses Verhör reagierte, das ihr Sexualleben betraf. Aber er war vollauf mit seinem Laptop beschäftigt, dem er irgendeine wahnsinnig wichtige Info entlockte.
Seit Wochen nicht mehr, würde die ehrliche Antwort lauten. Sie hatte drei Kinder mit Terminkalendern, die das Pensum des Premierministers bei weitem übertrafen. Dazu kamen Nicks immer längere Überstunden und eine endlose Liste von Forderungen, die ihre Mutter an sie stellte, weil sie noch immer nicht verstand, dass erwachsene Töchter ein Recht auf ein eigenes Leben hatten. Für Sex blieb da nicht viel Zeit. Schuldbewusst verdrängte Georgie den Gedanken an die Abende, an denen sie irgendwelche Dinge im Haushalt in der Gewissheit erledigte, Nick würde tief und fest schlafen, wenn sie schließlich nach oben ging. Und nun musste sie
sich wirklich und wahrhaftig den Kopf zerbrechen, um sich zu erinnern, wann sie tatsächlich zum letzten Mal Liebe gemacht hatten.
Vielleicht entwickelten sie sich allmählich zu einem jener eigenartigen Ehepaare, die es nur ein Mal im Jahr und in Schaltjahren zwei Mal trieben. Kaum zu glauben, dass sie kaum geschafft hatten, die Finger voneinander zu lassen, als sie sich vor siebzehn Jahren in der Hochschule für Design begegnet waren ... Deutlich genug erinnerte sich Georgie, wie lasziv sie Nick über das vollständig versammelte Auditorium hinweg angestarrt hatte, ganz schwach vor Sehnsucht und in der verzweifelten Hoffnung, die Vorlesung würde möglichst bald aufhören, damit sie nach Hause laufen und ins Bett fallen könnten. Einmal hatten sie ein ganzes, von stürmischer Leidenschaft erfülltes Wochenende unter der Steppdecke verbracht. Und jetzt? Wie sie zugeben musste, fand sie es wesentlich aufregender, den Wäscheschrank in Ordnung zu bringen.
Zumindest besaß sie einen sehr ordentlichen Wäscheschrank.
"Was?", fragte Nick, der endlich merkte, dass ihn seine ganze Familie mit ungewöhnlichem Interesse beobachtete. "Was?"
Nicks Augen fixierten die mit seinen eigenen identischen blauen Augen seines ältesten Kindes Bella. Immer wieder staunte Georgie über die Ähnlichkeit, die zwischen Vater und Tochter bestand - nicht nur äußerlich, auch im Charakter.
"Ach, nichts Besonderes." Wie üblich ritt die sechzehnjährige Bella der Teufel. "Charlie will nur wissen, wie oft du und Mum Sex habt."
Ein paar Sekunden lang fragte sich Georgie, ob Nick explodieren würde.
Stattdessen zeigte sich in seinen Augen ein Ausdruck übertriebener Verwirrung, sodass er wie ein total verdatterter Dorftrottel aussah. "Sex?", wiederholte er und musterte Charlie, als würde er auf eine nähere Erklärung warten. "Was ist Sex? Meinst du das, was sie im Discovery Channel tun?
"Daad!" Kurzfristig aus dem Konzept gebracht, schien der Junge zu glauben, sein Vater hätte wirklich keine Ahnung von so grundlegenden Dingen. "Du musst doch wissen, was Sex ist."
"Immerhin hast du drei Kinder", warf der zehnjährige Rory ein, der sichtlich erfreut war, weil sein jüngerer Bruder ausnahmsweise verunsichert dreinschaute.
"Hm ... Hilf doch meinem Gedächtnis auf die Sprünge, Mrs Morrison ... "Skeptisch spähte Nick über den Frühstückstisch hinweg zu Georgie hinüber. "Wie haben wir diese drei entzückenden Sprösslinge gekriegt?"
"Ihr hattet Sex", konstatierte Bella unverblümt, nachdem sie entschieden hatte, nun wäre das Geplänkel weit genug gegangen.
Aber Nick ging mit liebevollem Spott im Blick zielstrebig zu Georgie. "Meine Besprechung beginnt erst um neun. Haben wir genug Zeit, um noch ein Baby zu machen?" Dann zog er sie von ihrem Stuhl hoch, riss sie in die Arme und küsste sie gnadenlos.
Das war ein alter Gag in ihrer Ehe - er küsste sie, bis sie beinahe die Besinnung verlor und wie ein sterbender Goldfisch zappelte.
"Niick!", japste Georgie und führte ihre Goldfisch-Nummer vor. "Ich kriege keine Luft ..."
Da ließ er sie los. "Okay, vielleicht später." In einer gekonnten Groucho-Marx-Imitation hob und senkte er die Brauen.
"Ach, um Himmels willen!" Angewidert verdrehte Bella die Augen. "Nehmt euch ein Hotelzimmer. Oder nehmt euch besser keins. Fahr mich zur Schule, Dad. Dann könnt ihr euch wenigstens nicht aneinander vergreifen."
Nick schlüpfte in sein Jackett. "Heute Nacht, Josephine?"
Mit einem unverschämten Grinsen zwinkerte er seiner Frau zu.
In diesem Moment gewann Charlie die Überzeugung, seine Eltern hätten endgültig den Verstand verloren. "Aber Mum heißt nicht Josephine, sondern Georgina."
"Das war eine kulturelle Anspielung, blödes Balg", belehrte ihn seine Schwester in müdem Ton. "Was dir vielleicht klar wäre, wenn du jemals diese Playstation abschalten würdest. Es bedeutet: Willst du heute Nacht mit mir ins Bett gehen?"
"Dreifaches Igitt!" Charlie schnitt eine Grimasse, als hätte man ihm einen Teller Spinat serviert.
"Nun siehst du, was man sich einhandelt, wenn man dumme Fragen stellt", ätzte Bella und schnappte sich ihre Schultasche.
Glücklicherweise läutete in diesem Moment das Telefon, eine willkommene Ablenkung, und Rory rannte zum Apparat.
"Mum, es ist Granny Isabel!", schrie er und hielt den Hörer hoch. "Sie will wissen, ob du dich dran erinnerst, dass wir den Hund übernehmen sollen, wenn sie zum Trekking nach Nepal fliegen!"
Stöhnend runzelte Nick die Stirn. Allein schon der Gedanke, er müsste Pet, die verhätschelte Hündin seiner Schwiegermutter, beherbergen, erwies sich als effektiver Lustkiller. "O Gott!", jammerte er laut genug, sodass Isabel es zweifellos hörte. "Sag bloß nicht, der verdammte Shih Tzu zieht hier ein."
Damit versetzte er Charlie in einen lautstarken Begeisterungstaumel. "Der verdammte Shih Tzu zieht hier ein!
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