Mein Leben - Vasari, Giorgio

Giorgio Vasari 

Mein Leben

Neu übers. v. Victoria Lorini. Kommentiert u. hrsg. v. Sabine Feser

Herausgeber: Nova, Alessandro / Übersetzer: Lorini, Victoria
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Mein Leben

Giorgio Vasari, Maler Architekt und Schriftsteller, beschreibt sein eigenes Leben - als erfolgsmodell eines Renaissancekünstlers.

Giorgio Vasari, Maler, Architekt und Schriftsteller, beschreibt sein eigenes Leben - als Erfolgsmodell eines Renaissancekünstlers. Neu übersetzt und kommentiert. Mit dem heutigen Standort der Kunstwerke. Giorgio Vasari wurde eher beiläufig zum Verfasser der Lebensläufe berühmter Künstler: Er begann bereits als sehr junger Mann mit Zeichnungen bedeutender Werke für die eigene Arbeit als Maler und sammelte später auf vielen Reisen durch Italien weitere Daten und Skizzen. Selbstbewußt zählte er sein eigenes Leben und Wirken dazu. Bei der Niederschrift war er 55 Jahre alt und ein ebenso berühmter wie gesuchter Artist. Seine Autobiographie ist freilich ein Glücksfall für den Leser, denn so lernt er nicht nur einen ewig unruhigen, ökonomisch erstaunlich offenen und rasch arbeitenden Künstler kennen, sondern er erfährt auch viel über dessen Zeit: über die Architektur (Vasari baute die Uffizien samt ihrem berühmten Korridor), über das höfische Leben (Vasari war befreundet mit Cosimo de' Medici), über Pfründe und Sammler, über Kollegen und Mäzene, also über den gesamten Kunstmarkt der Renaissance.


Produktinformation

  • Verlag: Wagenbach
  • 2005
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2005. 191 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 191
  • Edition Giorgio Vasari
  • Best.Nr. des Verlages: 5026
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 120mm x 14mm
  • Gewicht: 270g
  • ISBN-13: 9783803150264
  • ISBN-10: 3803150264
  • Best.Nr.: 13366376
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.08.2005

Schöne stumme Bosheit
Kunst und Karriere: Giorgio Vasari über Tizian und sich selbst
Macht man sich daran, die neu erschienene Autobiografie eines Renaissancekünstlers zu lesen, liegt die Latte der Erwartungen hoch. Schließlich hat schon Benvenuto Cellini den Bestseller des Genres verfasst - einen abenteuerlichen Lebensroman, gesättigt von Gewalt und Intrige, Glück und tiefem Fall. Und, natürlich, von Kunst.
Von ihr, der Kunst, hat auch Giorgio Vasari einiges zu erzählen, wenn er am Schluss seiner Künstlerbiografien das eigene Leben und Schaffen resümiert. Wer allerdings von einem Maler und Architekten, der sich unter dem despotischen Herzog Cosimo I. von Florenz seinen Weg in die inneren Zirkel der Macht zu bahnen verstand, ähnlich glänzend unterhalten zu werden glaubt wie vom enfant terrible Cellini, sieht sich unweigerlich enttäuscht. Über weite Strecken meint man einen Karriereleitfaden vor sich zu haben, dessen Titel auch „Wie bringe ich es zum Hofkünstler?” lauten könnte und der, so scheint es, in stummer Abgrenzung gegen das Skandalbuch des Rivalen geschrieben wurde.
Als weiterer Band der neuen deutschen Vasari-Edition ist …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Lobende Worte findet Andreas Tönnesmann für diese Ausgabe von Giorgio Vasaris "Mein Leben", der literarischen Selbstauslegung des Renaissancekünstlers, die im Rahmen der neuen deutschen Vasari-Edition als "schön illustriertes Taschenbuch" erschienen ist. Die Übersetzung von Claudia Lorini preist er als "leserfreundlich", den Anhang von Sabine Feser als "höchst informativ". Für den Inhalt, Vasaris Ausführungen über das eigene Leben und Schaffen, hat er allerdings erstaunlich wenig Sympathie übrig. Im Vergleich zur abenteuerlichen und unterhaltsamen Autobiografie Benvenuto Cellinis etwa hält er die von Vasari gar für enttäuschend. Über weite Strecken meine man einen Karriereleitfaden vor sich zu haben, so Tönnesmann, dessen Titel auch "Wie bringe ich es zum Hofkünstler?" lauten könnte. Als wertvollstes Kapital des Malers, Architekten und Kunstintendanten sieht er dessen Bereitschaft zur sozialen Anpassung. In seiner Autobiografie schrecke Vasari vor Tatsachenverfälschungen nicht zurück, um nachträglich das Künstlerideal triumphieren zu lassen, und Selbstkritik erscheine zumeist nur als literarischer Gestus, als indirektes Eigenlob.

© Perlentaucher Medien GmbH
Giorgio Vasari, geb. 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u.a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die 'Leben der hervorragendsten Künstler', kurz: 'Le vite', erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.

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