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Bewertung von Mel.E aus L. am 02.12.2011 |
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Mein Leben als Pinguin Ich fand Cover und Klappentext so ansprechen, daß ich das Buch unbedingt Lesen wollte. Es war eine gute Entscheidung, denn dieses Buch ist wirklich rasant schnell gelesen und hinterlässt mich mit einem Lächeln im Gesicht. Was anfängt von einer Depression zu berichten, verwandelt die Menschen nach und nach. Es zeigt sich, daß Dinge immer noch veränderbar sind, obwohl es am Anfang hoffnungslos erscheint. Die Protagonisten Wilma, Tomas und Alba sind sehr sympathisch dargestellt und ihre Charaktere sehr fundiert und interessant. Mit Wilma, die lebensbejahend ist, leiden wir ihrer Tollpatschigkeit wegen mit und nachdem wir wissen, warum sie so ist, wahrscheinlich noch mehr. Den depressiven Tomas hätte ich gerne an manchen Stellen durchgeschüttelt, aber zum Glück ändert sich das Blatt irgendwann und auch er fängt an sich seinem Schicksal zu stellen und findet den Mut für Veränderungen. Alba, die alles beobachtet und in einem Tagebuch dokumentiert hat durch ihr Alter schon einiges gesehen und sieht die Dinge eben so wie sie sind und ohne sie zu verschleiern. Wir teilen die Gedanken der anderen Mitreisenden und einige von ihnen sind herzlich komisch. Wer nutzt eine Reise in die Antarktis um auf Männerfang zu gehen? Oder will diese Reise nutzen um seine Frau, die sich allen Männern, die nicht bei drei auf den Bäumen sind zu entsorgen? Oder wer ist so verrückt sein Bügeleisen + Bügelbrett auf solch eine Reise mitzunehmen? Am Anfang sah ich Parallelen zu "Hummeldumm" die sich zum Glück schnell zerschlagen haben, denn dieses Buch fand ich ganz furchtbar und konnte die Begeisterung in vielen Rezessionen dazu einfach nicht nachvollziehen. Hier fühlte ich mich sehr gut unterhalten und ich habe das Buch erst zugeklappt, nachdem ich es von der ersten Seite bis zur letzten Seite gelesen hatte. Ich habe bis dahin nicht nicht gewusst, daß es so viele verschiedene Arten von Pinguinen gibt. Ich erinnerte mich oft an den Film "Die Reise der Pinguine" und immer wenn Eisberge ins Spiel kamen natürlich an "Titanic" Die Landschaften mit ihren Tieren, die Kälte und das Leben an Bord nimmt uns mit auf eine Reise in die Antarktis und auch wenn dies wohl nie Ziel einer Reise, die ich selbst machen möchte, da ich einfach viel zu schnell friere habe ich mich sehr gut unterhalten und diese Reise genossen. Ich bin gefangen von den den vielen Gedankengängen der Menschen. Habe entdecken können, daß es wichtig ist, sich nicht selbst aus den Augen zu verlieren, sondern das Leben so zu nehmen wie es ist, auch wenn eine grausame Diagnose sich uns in den Weg stellt. Wilma ist da ein Vorbild, denn sie beginnt ihren Tag lachend und beendet ihn auch bevor sie abends in ihre Koje steigt mit einem Lächeln. Mehr solcher lebensbejahenden Menschen und wir würden uns in vielen Situationen einfach mitreissen lassen und uns nicht vom Leben betrogen fühlen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter! Mir hat es sehr gut gefallen! |
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| Bewertung von bookorpc aus Kumhausen am 22.10.2011 | |
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Mein Leben als Pinguin von Katarina Mazetti fand ich sehr schön. Die Autorin werde ich mir als Geschenktipp wegen ihres Humors merken. Inhalt: Wilma macht eine Kreuzfahrt auf der MS Orlowskij zur Antarktis. Auf der Reise lernt sie den depressiven Journalist Tomas kennen. Sie heitert ihn durch ihre optimistische Art auf und bringt ihn manchmal zum Lachen, obwohl ihr selbst nicht immer danach zumute ist. Alba, eine ältere Dame, die sich die Kabine mit Wilma teilt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitreisenden zu beobachten und passende Tier auf der Reise mit gleichen Eigenschaften zu finden. Da tauchen z.B. Pinguine und Albatrosse auf. Zur letzteren findet sie bei sich selbst Ähnlichkeiten. Im Wechsel erfährt man Wilmas, Tomas und Albas Sicht zum Verlauf der Reise. Immer wieder tauchen dazwischen die Gedanken der anderen Mitreisenden aus ihren Kabinen aus und man erfährt so immer mehr Details zu den verschiedenen Personen. Wie andere sie sehen und sie sich selbst. Meine Meinung: Katarina Mazetti zeigt dem Leser bereits am Anfang, das man alles locker und nicht so streng sehen soll. Ihr Vorschlag quer durch das Buch zu lesen kann ich zwar nicht empfehlen, da man es sonst nicht so genießen kann. Die positive Einstellung von Wilma kommt sehr natürlich und nicht übertrieben beim Lesen durch und am Ende des Buches fühlt man sich selbst leichter und entspannt. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Personen ist angenehm zu lesen und aufheiternd Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, aber dabei keine schlechte Laune oder dunkle Gedanken verbreitet. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
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| Bewertung von barbwire1de aus Cremlingen am 03.10.2011 | |
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Wilmas Traumreise Inhalt: Wilma träumt seit langer Zeit von einer Reise in die Antarktis, denn Wilma liebt Pinguine. Als Lehrerin hat sie es nicht immer ganz leicht, darum möchte sie mal aus ihrem anstrengenden Alltag ausbrechen. Mit einer schwedischen Reisetruppe begibt sie sich auf die Kreuzfahrt mit der MS Orlowskij. Und dort lernt sie allerhand merkwürdige Vögel kennen: Der depressive Tomas sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr und in genau den verliebt sich Wilma. Dann ist da noch Alba, die ihre große Liebe, den Schiffsarzt wieder trifft. Und so wird es auf dem Kreuzfahrtschiff garantiert nie langweilig, denn irgendwas ist immer...... Meine Meinung: Ein wunderschönes Cover, dass einen nicht einfach so an diesem Buch vorbeigehen lässt. Katarina Mazetti schreibt in einer humorvollen und leichten Art eine fröhliche, mitunter auch ernster werdende Urlaubslektüre. Sie versteht es wunderbar, das Verhalten von Mensch und Tier und deren Parallelen aufzuzeigen. Ein Buch, das Trübsinn und schlechte Laune schnell vergessen macht. Fazit: Wer etwas Humorvolles für den Urlaub sucht, der wird hiermit bestens bedient. Autorenporträt(Weltbild): Katarina Mazetti, geboren 1944 in Stockholm, war bis 1989 als Schwedisch- und Englischlehrerin im nordschwedischen Umeå tätig. Heute lebt sie in Lund und arbeitet als Journalistin bei Sveriges Radio. Mazetti schreibt für Erwachsene und Jugendliche. |
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| Bewertung von Tinkers aus Berlin am 07.07.2011 | |
| Mit diversen schrägen Vögeln auf einer Kreuzfahrt durch die Antarktis. Dieses Buch ist gespickt mit vielen verschiedenen Charakteren, die sich alle auf einem Schiff treffen und die von einer der Mitreisenden in Tierarten eingeteilt werden. Man kann viel lernen oder sich einfach nur als Beobachter der verschiedenen Charaktere amüsieren. Ich mochte das Buch, dass niemals zu sehr ins Detail ging und bis zum Ende mit einem wundervollen schwedischen Humor brillierte. |
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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011 |
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Eine schwedische Reisegruppe reist von Stockholm in die Antarktis. Die Gruppe besteht aus fünfzig Teilnehmern, ist also relativ überschaubar. Die Geschichte wird von drei Reisenden erzählt. Zum einen von Alba, einer munteren, lebenslustigen Mittsiebzigerin. Sie ist eine Weltenbummlerin und bezeichnet sich selbst als Albatros. Alba ist eine sehr gute Menschenkennerin. Mit einem Blick erfasst sie die Situation, blickt in die Seele ihres Gegenübers und sie bringt nichts so leicht aus der Ruhe. Dann ist dort Tomas der Journalist. Er ist gerade geschieden und lebt getrennt von seiner Frau und den zwei Kindern. Er leidet sehr darunter, vergeht förmlich im Selbstmitleid und hat die Reise mit dem festen Willen angetreten, seinem Leben ein Ende zu setzen. Sofort am Flughafen lernt er Wilma kennen, da sie ihm förmlich vor die Füße purzelt. Die beiden sind direkt Feuer und Flamme für einander. Sie erkenne im jeweils anderen einen Freund. Wilma ist schwer krank, was sie allerdings vor allen zu verheimlichen versucht. Die Gruppe taucht in die wundervolle Tierwelt der Antarktis ab, unberührte Natur, die es zu schützen und zu bewahren lohnt. Katarina Mazetti hat einen gefühlvollen Roman geschaffen. Durch den Wechsel der drei Ich-Erzähler Alba, Wilma und Tomas erfährt man nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere der Handelnden. Die Geschichte ist tragisch, komisch, nachdenklich. Von jedem ist etwas dabei. Einige Sequenzen hätten besser ausgearbeitet werden können. Vieles wird eher angedeutet und der Leser kann sich den Rest denken. Man erfährt zwar einiges über die Tierwelt, aber mit dem Titel hat es für mich wenig zu tun. Das Buch hätte auch mein Leben als See-Elefant oder Robbe heißen können. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Die Autorin beschreibt zwar die Landschaft, aber es wirkt nicht langweilig. Stellenweise regt es zum Träumen von dieser eisigen Region ein. Auch den Wechsel zwischen den verschiedene Ich-Erzählern finde ich gelungen. Wirkliche Spannung kommt nicht auf, aber man ist neugierig, wie es weiter geht. Das Cover fand ich ansprechend. Ein kleiner Pinguin mit einem roten Koffer auf einer Eisscholle. Allerdings vermittelt es für mich eher den Eindruck eines lustigen Buches. An einigen Stellen konnte ich zwar schmunzeln, aber ein Lacher war nicht dabei. Mein Fazit: Ein Buch für Zwischendurch. Nichts anspruchvolles, aber leicht zu lesen an heißen Tagen. |
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Bewertung von Prettytiger am 24.01.2011 |
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In ihrem Roman beschreibt Katarina Mazetti die Reise einer Kreuzfahrtsgesellschaft auf dem Weg in die Antarktis. Doch diese Reise wird von ihr eigentlich nur als Aufhänger für den wahren Inhalt des Buches benutzt: die Passagiere sind das Wichtigste. Die Interaktionen miteinander, das Verhalten, die Gefühle und Handlungen jeder einzelnen Person werden in den Mittelpunkt gestellt und die Reise somit kurzweilig und lebendig gestaltet. Jede einzelne Figur birgt eine einzigartige Geschichte, durch die Reise in die Antarktis werden diese einzelnen Geschichten und Schicksale dann miteinander verknüpft. Die Sprache ist weitestgehend leicht verständlich und lässt sich schön flüssig lesen. Die Autorin versteht es immer wieder gut, den Leser mit Worten an den Roman zu fesseln, und es ist schwer ihn einmal aus der Hand zu legen. Zu Beginn des Buches bekommt man eine Leseanweisung und eine kurze Beschreibung der Personen dargeboten, was nicht typisch für jedes Buch ist. Ich finde diese Idee aber auch nicht schlecht, da sich der Roman dadurch von anderen Büchern abhebt. Obwohl das Buch leicht zu lesen ist, braucht man eine gewisse Einlesezeit, da es zu Beginn sehr schwer fällt, von Person zu Person umzuschalten. Da es keinen allwissenden Erzähler gibt, und die Meinungen der einzelnen Personen immer aus deren Sicht wiedergegeben werden, lässt sich manchmal eine Wiederholung der Ereignisse nicht vermeiden, was ich wirklich schade finde und was teilweise nervig erscheinen mag. Katarina Mazetti zieht ihre Leser in den Bann und sie versucht auch mit ihnen zu interagieren, als sie Wilma den Leser direkt ansprechen lässt (S.238).Die Charaktere werden indirekt durch Beschreibungen der anderen Personen charakterisiert, was ich wirklich super finde, da man so nicht nur ein einziges Bild von der Figur vermittelt bekommt. Man kann sich die Menschen auf dem Schiff sehr gut vorstellen und man fühlt sich, als wäre man ein Mitreisender. Am Ende des Romans hat man wirklich das Gefühl, alle Charaktere persönlich zu kennen und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Die Autorin arbeitet wenig mit Landschaftsbeschreibungen und dennoch konnte man sich die Umgebung genau vorstellen. Allein die Gefühle der Personen sagten schon etwas über die arktische Landschaft aus. Hieran merkt man, dass das Augenmerk deutlich auf der Handlung und den Gefühlen der Personen lag.Durch die amüsanten Stimmen aus den anderen Kabinen wirkt der Roman sehr lebendig und lässt auch Komik und Humor nicht vermissen. Auch über einige sarkastische Kommentare von Tomas musste ich schmunzeln. Viele lebendige Gespräche erwecken die Reisenden zum Leben und es scheint sehr witzig auf dem Schiff zuzugehen :-) Doch das Buch bietet nicht nur gute Komik und herzerweichende Geschichten, sondern regt auch zum Nachdenken an. Immer wieder wird auf Parallelen zwischen tierischem und menschlichem Verhalten hingewiesen und viele verhaltensbiologische Aspekte aufgegriffen. Obwohl man von der Verwandtschaft mit den Tieren weiß, ist es nicht jedem Menschen immer bewusst, dass wir von Urtieren abstammen. Der Roman deutet sachte darauf hin, ohne dem Leser zu Nahe zu treten. Zudem werden in zahlreichen Diskussionen umweltbewusste Themen und Klimaprobleme angesprochen, bei denen die Autorin die Figuren auch über Lösungsansätze streiten lässt.Mit ihrem Roman ist Katarina Mazetti ein wirklich schöner Roman gelungen, der den Menschen Hoffnung machen kann, die an Parkinson leiden. Wilma wird stets als lebenslustig und optimistisch dargestellt, obwohl sie unheilbar krank ist. "Verliert nicht den Mut!" scheint die Autorin sagen zu wollen. Immer wieder lässt sie Symptome der Krankheit in die Geschichte einfließen, doch ich habe bis zum Ende des Romans nicht verstanden, welche Krankheit Wilma hat, bis ich es schwarz auf weiß gelesen habe. Danach war ich von ihrem Schicksal betroffen und ich war begeistert, wie mutig sie sich gibt. |
5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Julz aus Hildesheim am 01.03.2010 | |
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Der Titel ,Mein Leben als Pinguin' gibt dem Leser zu verstehen, dass es sich bei diesem Buch um eine humorvolle Darstellung verschiedener Leben sein wird. Das ist aber nicht wirklich so, denn jeder hat auch dunkle Geheimnisse. Auf einem Schiff treffen sich verschiedene Personen, die als Passagiere auf dieser Reise zusammenkommen. Dabei achtet die Autorin, Katarina Mazetti, darauf, dass sie einige heraussucht und diese stärker herausragen lässt. Zunächst einmal werden die Protagonisten dem Leser vorgestellt, danach wechseln sich Kapitel ab, die aus der Sicht von den verschiedenen Passagieren erzählt werden. Der Vorteil davon ist, dass der Leser nicht nur eine Figur genauer kennenlernt, sondern gleich mehrere. Ich finde, dass der Roman, auch trotz der traurigen Schicksale der Figuren, leicht zu lesen ist. Durch die Sprache wird der Leser nicht aufgehalten, weil die Autorin eine solche Sprache verwendet, die dem Leser das schnelle Vorankommen sogar noch erleichtert - es entstehen also keine Sprachbarrieren. Daraus entstehen auch keine Verständnisschwierigkeiten. Ich bin der Meinung, dass die Autorin den Leser wirklich zuvorkommend durch den Roman führt und liebevoll ihre Figuren auf ihrer Reise begleitet. |
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| Bewertung von Clausi80 am 28.02.2010 | |
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Zunächst sieht alles nach einem locker-leichten Lesevergnügen aus – die Kurzbeschreibung, das Cover, Wilmas rasanter Einstieg, mit ihrem Pinguin-Koffer (die Vorstellung ist zum Brüllen komisch!) durch den Flughafen rasend, damit sie ja ihren Flug nicht verpasst. Und obwohl sich das gesamte Buch wirklich flott liest, amüsant ist und auch nie wirklich langweilig wird – die Reise an den Südpol, zu den Pinguinen, tritt schnell in den Hintergrund. Das wichtigste in diesem Buch sind die Figuren, ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Pläne (manche gar grausamer Art) – und vor allem ihre Beziehungen zueinander. Da haben wir Wilma und Tomas, die sich zueinander hingezogen fühlen, obwohl sie doch so verschieden sind. Oder Alba, die dritte Hauptfigur, mit ihrem „Die Entstehung der Unarten“, einem Tagebuch, in dem die welterfahrende Dame mit spitzen Worten alles kommentiert, was sich an Bord des Schiffes so tut. Ein großer Gewinn sind die wechselnden Perspektiven. Zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, erlauben sie, die Figuren genauer kennen zu lernen, von innen und von außen, als es anders möglich gewesen wäre. Und nicht nur die drei Hauptfiguren gewinnen Tiefe. Selbst die Nebenrollen, mal kleiner, mal größer, werden plastisch, um so stärker, je mehr man von den einzelnen Personen erfährt, seien es die Schwestern Borkmeyer oder die schon tragische Geschichte um Mona und Goran. Alles in allem ein Buch, das so gar nicht Erwartungen erfüllt, die Umschlag und Klappentext erzeugen – dafür aber um so beeindruckender und länger nachwirkend ist. Und ich habe einen neuen Lieblingsausdruck, der passender nicht sein könnte für einen Zustand, den vermutlich jeder kennt, aber kaum jemand benennen kann: „Seelisches Sodbrennen.“ Danke auch dafür! |
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Bewertung von Ritja aus Deutschland am 28.02.2010 |
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Ein Buch über Pinguine, Schwertwale, Packeis, Liebe und Humor. Wilma, eine junge ledige Frau, will noch einmal etwas Schönes und Spannendes erleben. Tomas, ein junger Journalist, reist in die Antarktis, um etwas zu beenden. Auch Alba, eine 72jährige Frau, reist zum Abschied noch einmal ans Ende der Welt. Neben den Hauptcharakteren gibt es noch einige andere Figuren, die das Buch bereichern. Männer, die ihre Frauen los werden wollen, angespannte und aufgeregte Vogelkundler mit viel zu großen Kameras und Ferngläsern. Frauen in den Fünfzigern, die auf Männerschau sind und Schwestern, die nicht miteinander auskommen. Wilma und Tomas lernen sich auf dem Weg zum Kreuzschiff kennen und verspüren von Anfang eine Art Seelenverwandtschaft. Wilma, die Optimistin mit der traurigen Geschichte im Gepäck und Tomas, der depressive Einzelgänger unternehmen fast alle Touren zusammen und unterhalten den Leser mit zum Teil bissigen Dialogen, die zum Schmunzeln animieren. Auch Albas Tier-/Menschstudien sind herrlich komisch. Das Ende ist allerdings anders als erwartet...dennoch ein gutes Buch zum Schmökern und abschalten. Leicht zu lesen und humorvoll. Der Rat der Autorin einfach ein paar Seiten zu überspringen, wenn es zu langweilig oder uninteressant ist, zeigt schon, dass man nicht alles zu ernst nehmen soll. |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von S.L aus KL am 25.02.2010 | |
| Ich habe mit einem kitschigen Frauenroman gerechnet und wurde eines besseren belehrt! Katarina Mazetti einen großartigen Roman geschrieben, der einen schmunzeln lässt, jedoch immer tiefgründiger wird und am Schluss sehr zum Nachdenken anregt. Die Kapitel sind wechselnd aus der Sicht von Wilma, Tomas und Alba geschrieben. Letztere zieht treffsicher immer Vergleiche zwischen den Menschen an Bord und den Tierarten die sie gerade entdeckt hat. Aber auch die Charaktere von Wilma und Tomas kommen nicht kitschig rüber, sondern sind sehr ausgereift. Vom Ende war ich etwas überrascht. Man erfährt sehr viel über die Antarktis, die Pinguine und Seelöwen, ohne dass es zuviel ist. Ich erwischte mich dauernd, dass ich dachte: das würde ich auch gerne mal sehen! |
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| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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| gebraucht; sehr gut | 8,50 | 1,50 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung | Antiquariat Kisch & Co. | 99,8% | ansehen |
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| wie neu | 10,00 | 1,10 | Banküberweisung | Frankenfrau | 100,0% | ansehen |
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Katarina Mazetti Mein Leben als Pinguin EUR 8,99
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Rosalie Linner Mein Leben als Landhebamme |
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Mein Körper gehört mir
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Kristine Alex Mein Körper erinnert sich EUR 22,95
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