Die einen schimpfen diesen Zeitgenossen Casanovas einen
skrupellosen, durch Abenteurertum und Frauenaffären abgebrühten
Opportunisten, der auf seinen Anteil am Nachruhm Mozarts
spekulierte. Die anderen heben ihn als den besten Textdichter
Mozarts, als Librettisten des "Figaro" und "Don
Giovanni" in den Himmel. In seiner abenteuerlichen
Autobiographie stellt Da Ponte den großen Komponisten persönlicher
dar als viele Mozart-Biographen. Aber auch in Da Pontes Leben
spiegelt sich eine aufregende Epoche. Er wurde 1749 in Ceneda (dem
heutigen Vittorio Veneto) geboren. Seine künstlerische Glanzzeit
fiel mit der Herrschaft Josefs II. zusammen. Dessen Tod bedeutete
für Da Ponte das Ende des eigenen strahlenden Aufstiegs. In der
Folge führte ihn ein rastloses Wanderleben durch halb Europa. Er
reiste dem eigenen Ruhm hinterher bis nach New York, wo er 1838
starb.
Lorenzo Da Ponte wurde 1749 in Ceneda geboren und starb 1838 in New York. Zwischen 1780 und 1790 war er am Wiener Hof als Librettist tätig. Mit dem Tod Josephs II. wird seine künstlerische Karriere erschwert. Ein unruhiges Wanderleben führt ihn durch England, Holland, Deutschland und schließlich nach Amerika.