Mein 20. Jahrhundert - Laqueur, Walter

Walter Laqueur 

Mein 20. Jahrhundert

Stationen eines politischen Lebens

Übersetzung: Juraschitz, Norbert
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Mein 20. Jahrhundert

Selten haben sich persönliche Biographie und zeitgeschichtliche Brennpunkte so eng verwoben wie bei Walter Laqueur, einem der renommiertesten Historiker unserer Zeit. Wenn er auf die prägenden Einflüsse seines Lebens zurückblickt, ergibt sich wie von selbst eine politische Bilanz des 20. Jahrhunderts, spannend und lehrreich zugleich.

Laqueur, Jahrgang 1921, verbrachte die Kindheit in der Weimarer Republik, die Jugend im Dritten Reich. Mit siebzehn floh er vor den Nazis nach Palästina. Hier erlebte er den Zweiten Weltkrieg und den israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948. Seine Familie wurde im Holocaust ermordet. 1950 ging er in die USA und wurde in der Ära des Kalten Krieges zum führenden Russland-Experten und zum Begründer der Terrorismus-Forschung. Die Stationen seines Lebenswegs haben ihn zu den großen Themen des "ungeliebten" 20. Jahrhunderts geführt, mit denen er sich zeitlebens beschäftigt hat: Warum konnten Hitlers Machtergreifung und die Rückkehr der Barbarei nach Europa nicht verhindert werden? Warum übten Marxismus und Sowjetkommunis-mus lange Zeit eine solche Faszination aus? Warum hat sich die israelisch-palästinensische Nachbarschaft in einen unlösbaren Weltkonflikt verwandelt? Warum haben die Geheimdienste und politischen Analysten des Westens weder den Untergang der Sowjetunion noch die neuen Gefahren des internationalen Terrorismus vorausgesehen? Laqueur nimmt uns mit auf seine persönliche Bildungsreise durch ein turbulentes Jahrhundert, erzählt im abgeklärten Ton eines auf sein Leben zurückschauenden Weisen.


Produktinformation

  • Verlag: List Tb.
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 352 S.
  • Seitenzahl: 352
  • List Taschenbücher Nr.61009
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 332g
  • ISBN-13: 9783548610092
  • ISBN-10: 3548610099
  • Best.Nr.: 29741393
"Ein Fest für den Leser! Was für ein Mann! Was für ein Buch! Diese Lebensbilanz des heute 88-jährigen Historikers Walter Laqueur ist nicht nur lehrreich und aufregend; sie darf wohl auch singulär genannt werden. Da hat nämlich einer beides geleistet: das eigene Leben durchdacht, und sein Denken gelebt. Entstanden ist ein gutes Stück objektiver Betrachtung der Geschichte des 20. Jahrhunderts wie die sehr subjektive, erlebnisgesättigte Durchdringung historischer Abläufe." Fritz J. Raddatz / Die Welt / 2.10.2009<br/><br/>"Ach gäbe es doch mehr Menschen seiner Art. Walter Laqueur ist ein Wanderer zwischen den Welten, ein rastloser Reisender, ein Europäer in Washington und ein Amerikaner in Berlin. Scharfsichtig ist er und originell, dabei bescheiden und immer neugierig. Und das mit 88 Jahren!" Deutschlandradio Kultur, 01.11.09, Jacques Schuster<br/><br/>"Als fundierter Historiker hat sich Laqueur einen Namen gemacht. In seinen Memoiren verwebt er klug die persönliche Rückschau mit der politischen Analyse." Rheinischer Merkur / 12.11.2009<br/><br/>"Dieses Buch steckt voller denkwürdiger Wahrheiten. Es spricht unbefangen Dinge aus, die in der Politik nur selten öffentlich gemacht werden." NZZ / 14.11.2009<br/><br/>"Walter Laqueurs Mein 20 Jahrhundert ist zugleich intellektuelle Biografie, weltpolitische Meditation und ein Buch der Unruhe kantig, urteilsstark und pessimistisch." Deutschlandradio / 18.11.2009

»Ein Fest für den Leser! Was für ein Mann! Was für ein Buch! Diese Lebensbilanz des heute 88-jährigen Historikers Walter Laqueur ist nicht nur lehrreich und aufregend; sie darf wohl auch singulär genannt werden. Da hat nämlich einer beides geleistet: das eigene Leben durchdacht, und sein Denken gelebt. Entstanden ist ein gutes Stück objektiver Betrachtung der Geschichte des 20. Jahrhunderts wie die sehr subjektive, erlebnisgesättigte Durchdringung historischer Abläufe.« Fritz J. Raddatz / Die Welt / 2.10.2009 »Ach gäbe es doch mehr Menschen seiner Art. Walter Laqueur ist ein Wanderer zwischen den Welten, ein rastloser Reisender, ein Europäer in Washington und ein Amerikaner in Berlin. Scharfsichtig ist er und originell, dabei bescheiden und immer neugierig. Und das mit 88 Jahren!« Deutschlandradio Kultur, 01.11.09, Jacques Schuster »Als fundierter Historiker hat sich Laqueur einen Namen gemacht. In seinen Memoiren verwebt er klug die persönliche Rückschau mit der politischen Analyse.« Rheinischer Merkur / 12.11.2009 »Dieses Buch steckt voller denkwürdiger Wahrheiten. Es spricht unbefangen Dinge aus, die in der Politik nur selten öffentlich gemacht werden.« NZZ / 14.11.2009 »Walter Laqueurs Mein 20 Jahrhundert ist zugleich intellektuelle Biografie, weltpolitische Meditation und ein Buch der Unruhe - kantig, urteilsstark und pessimistisch.« Deutschlandradio / 18.11.2009

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Keine Frage, meint Hubert Leber, dieser Mann ist ein Skeptiker ersten Ranges. Die Brüche in der Biografie des Historikers Walter Laqueur kann Leber in den autobiografischen Rückblenden in diesem thematisch, nicht chronologisch geordneten Buch, einer Mischung aus Essay und Kaminplauderei, wie Leber erklärt, erspüren. Mal Historiker, mal Zeitzeuge, breitet der Autor vor den Augen des Rezensenten seine großen Themen aus, die Projekte und Ideologien seiner Generation, ein Epochenbild. Laqueurs Bilanz jedoch ist geprägt von Desillusionen. Kommunismus, Zionismus, Einigung Europas - für Laqueur sämtlich Enttäuschungen. Um so beeindruckender für den Rezensenten, wenn Laqueur dann doch manchmal ins Schwärmen kommt und sich "ins Kontrafaktische" träumt, ins späte 19. Jahrhundert etwa.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.01.2010

Marsch durch die Desillusionen
Der Historiker und Publizist Walter Laqueur zieht seine eigene Bilanz des zwanzigsten Jahrhunderts
Walter Laqueur gelang eine erstaunliche Karriere – als Autodidakt, ohne Universitätsabschluss wurde er Historiker und Publizist. Er leitete jahrelang das Londoner Institute of Contemporary History (Wiener Library), bekleidete Professuren an amerikanischen Hochschulen, gründete Fachzeitschriften und war ein führender Kopf der politischen Thinktank-Szene in den USA. Bekannt geworden ist Laqueur als Autor von mehr als zwei Dutzend Büchern zu zeitgeschichtlichen Themen.
So geradlinig diese Laufbahn erscheinen mag, so dramatisch verliefen Laqueurs frühe Jahre. Dass er ein „Amerikaner deutsch-jüdischer Herkunft” ist, deutet auf die Brüche in seiner Biographie. 1921 geboren, wuchs Laqueur in Breslau auf. Nach dem Abitur (einen Tag vor der „Reichskristallnacht”) floh er 1938 nach Palästina. Seine Eltern und viele Verwandte überlebten den Holocaust nicht. Laqueur wurde Kibbuz-Mitglied und Landarbeiter, später Journalist. Von seinen publizistischen Anfängen als Reporter im israelischen Unabhängigkeitskrieg berichtete er 1995 …

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"Ein Fest für den Leser! Was für ein Mann! Was für ein Buch! Diese Lebensbilanz des heute 88-jährigen Historikers Walter Laqueur ist nicht nur lehrreich und aufregend; sie darf wohl auch singulär genannt werden. Da hat nämlich einer beides geleistet: das eigene Leben durchdacht, und sein Denken gelebt. Entstanden ist ein gutes Stück objektiver Betrachtung der Geschichte des 20. Jahrhunderts wie die sehr subjektive, erlebnisgesättigte Durchdringung historischer Abläufe." (Fritz J. Raddatz, Die Welt, 2009)<br />"Ach gäbe es doch mehr Menschen seiner Art. Walter Laqueur ist ein Wanderer zwischen den Welten, ein rastloser Reisender, ein Europäer in Washington und ein Amerikaner in Berlin. Scharfsichtig ist er und originell, dabei bescheiden und immer neugierig. Und das mit 88 Jahren!" (Deutschlandradio Kultur, 09, Jacques Schuster)<br />"Als fundierter Historiker hat sich Laqueur einen Namen gemacht. In seinen Memoiren verwebt er klug die persönliche Rückschau mit der politischen Analyse." (Rheinischer Merkur, 2009)"<br/><br/>"Dieses Buch steckt voller denkwürdiger Wahrheiten. Es spricht unbefangen Dinge aus, die in der Politik nur selten öffentlich gemacht werden." (NZZ 2009)<br/><br/>"Walter Laqueurs Mein 20 Jahrhundert ist zugleich intellektuelle Biografie, weltpolitische Meditation und ein Buch der Unruhe kantig, urteilsstark und pessimistisch." (Deutschlandradio, 2009)<br/><br/>"Ein imposantes Epochenbild. Sein heutiger Blick ist abgeklärt, skeptisch wer ihm durch das 20. Jahrhundert folgt, begibt sich auf einen Marsch durch Desillusionen." (SZ, 2010)<br/><br/>"Auf Grund seiner herausragenden Kenntnisse, nachzulesen in seinem Lebenswerk, gehört Walter Laqueur zu den wichtigsten Chronisten des 20. Jahrhunderts." (Das Parlament, 2010)
Walter Laqueur, geboren 1921 in Breslau, 1938 nach Palästina emigriert, lebt heute in London und Washington. Von 1964 bis 1991 war er Direktor des angesehenen Londoner Institute of Contemporary History and Wiener Library. Seit 1973 ist er zugleich Vorsitzender des International Research Council im Washingtoner Center for Strategic and International Studies.

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