Trendthema Sparen
Warum teuer, wenn's auch günstig geht? Mit Frank Littek
entdeckt man Sparmöglichkeiten im Alltag, die ganz einfach
umgesetzt werden können - ob beim Einkauf, in der Wohnung oder beim
Auto. Die praktischen Tipps und Tricks helfen dabei, den Geldbeutel
zu schonen, ohne auf den nächsten Restaurantbesuch oder Urlaub
verzichten zu müssen. Dieses Buch ist bares Geld wert! Das
Sparpotenzial im Alltag nutzen - bei gleicher Lebensqualität Nur
zahlen, was sein muss: bei Elektrogeräten, Lebensmitteln oder
Versicherungen.
Der Wirtschaftswissenschaftler Frank Littek ist freier Journalist und Autor. Er hat das Feilschen zu seinem Hobby gemacht und bezahlt ungern mehr als unbedingt nötig. Von ihm sind zahlreiche Ratgeber erschienen, die sich zu einem großen Teil mit dem Thema Sparen beschäftigen. Frank Littek lebt und arbeitet in der Nähe von Hamburg.
Leseprobe zu "Mehr Geld im Haushalt"
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Leseprobe zu "Mehr Geld im Haushalt" von Frank Littek
Sie wollen Geld sparen - vielleicht sogar unbedingt? Aber ohne auf Komfort zu verzichten? Kein Problem. Dass man allein 150 Euro jährlich sparen kann, wenn man auf die Stand-by-Funktion von Elektrogeräten verzichtet, hat sich mittlerweile schon herumgesprochen. Dass man beim Kühlschrankkauf in einem der großen Elektromärkte unterm Strich aber leicht 400 Euro oder mehr draufzahlt, wenn man zum vermeintlichen Schnäppchen greift und die in der Anschaffung teureren Geräte links liegen lässt, wissen dagegen nur wenige. Geiz ist zwar tatsächlich manchmal geil und Schnäppchensuche sinnvoll, doch das alles funktioniert nur, wenn Sie dabei niemals auf den Einsatz Ihres kritischen Verstandes verzichten. Die besten Sparerfolge ergeben sich aus genauer Information und gründlichem Preisvergleich und weniger aus der Jagd nach Schnäppchen. Das macht zuweilen Mühe und kostet Zeit. Aber es lohnt sich. Bei der Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung können auf diese Weise 20 000 oder 30 000 Euro gespart werden. Bei Versicherungen, dem Kauf und Betrieb eines Autos oder dem ganz normalen Einkauf im Supermarkt kommen zwar nicht ganz so große Beträge zusammen, doch hunderte und manchmal sogar tausende von Euro sind auf lange Sicht auch hier drin. Auch durch Feilschen beim Einkaufen können Sie bares Geld sparen - dabei reicht oft schon die bloße Frage nach einem Rabatt aus. Das kostet kaum Zeit und Mühe, allenfalls - je nach Mentalität - etwas Überwindung. Wer die Energie dafür aufbringt und erste Erfolge erzielt, stellt schnell fest: Feilschen macht ungeheuer viel Spaß, und ganz genauso ist es eigentlich immer beim Sparen. Die besten Tipps und Tricks für den Einstieg und danach finden Sie in diesem Buch.
Haushaltsführung mit System
Sie möchten am Monatsende mehr Geld in Ihrem Portemonnaie haben? Dann sollte Ihre erste Maßnahme die Einführung eines sorgfältigen Kostenmanagements im Haushalt sein. Machen Sie einen Kassensturz, danach sinken die Kosten fast von allein.
Kostenmanagement im Haushalt
Kennen Sie die Situation? Gerade hat man Geld für einen Kurzurlaub zurückgelegt, und dann flattert eine Woche vor Reisebeginn plötzlich die jährliche Rechnung für die Hausratversicherung auf den Tisch, mit der man zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gerechnet hat und die nun ein kleines, aber "schmerzhaftes" Loch in die Reisekasse reißt. So eine Situation ist nicht wirklich schlimm, sie kann aber immer wieder dazu führen, dass der finanzielle Spielraum eingeschränkt wird. Vor allem aber ist sie ein Anzeichen dafür, dass es in den Planungs- und Kontrollmöglichkeiten des ganz persönlichen Finanzhaushalts noch Optimierungsmöglichkeiten gibt. Ein gutes Kostenmanagement schützt nicht nur vor unliebsamen Überraschungen, sondern letztlich auch davor, dauerhaft über seine finanziellen Verhältnisse zu leben, und es spart langfristig sehr viel Geld.
Einnahmen
Welche Geldströme gibt es in einem Haushalt? Zunächst einmal sind da die Einnahmen. Dazu gehören Nettogehalt, Kindergeld, Einkünfte durch einen Nebenjob, mögliche Mieteinnahmen oder Zinsen. Listen Sie alle Ihre Einnahmen auf. Um beim Gehalt auch Weihnachts- und Urlaubsgeld zu erfassen, sollten man zunächst vom Jahresgehalt ausgehen und dieses dann durch zwölf teilen - so behält man auch Sonderzahlungen im Blick.
Dazu ein Beispiel: Herr Mustermann hat ein monatliches Nettogehalt von 2000 Euro, und er bezieht 14 Monatsgehälter im Jahr. Daraus ergibt sich ein Jahres-Nettoeinkommen von 28 000 Euro, umgerechnet also rund #3 Euro pro Monat. Außerdem erhalten die Mustermanns für ihre zwei Kinder Kindergeld und verfügen noch über Zinseinnahmen. Die Aufstellung der monatlichen Einnahmen von Familie Mustermann sähe folgendermaßen aus:
Einnahmen
monatlicher Betrag (€)
Nettogehalt 2333
Kindergeld (2 Kinder) 328
Zinsen 40
Summe 2701
Regelmäßige Ausgaben (Fixkosten)
Dann gibt es natürlich auch Ausgaben im Haushalt. Um bei den Ausgaben die Übersicht zu behalten, ist es sinnvoll, die einzelnen Kosten in Kategorien zu unterteilen. Es gibt Kosten, die regelmäßig anfallen: Das sind zum Beispiel Miete, Abschlagszahlungen für die Stromversorgung oder auch Raten für Kredite. Listen Sie alle Ihre regelmäßigen Kosten auf. Bei Familie Mustermann sähe das so aus:
Kostenart
monatlicher Betrag (€)
Miete 570
Strom 40
Gas/Wasser/Abwasser 70
Kreditraten -
Summe 680
Damit sind aber noch nicht alle fixen Kosten erfasst. Die Beiträge für Kraftfahrzeugversicherungen, eine Hausratversicherung oder ein Zeitschriftenabonnement fallen nicht monatlich, sondern vierteljährlich oder auch jährlich an. Diese Posten lassen sich am besten in einer Tabelle erfassen, in der für jeden Monat eine Spalte angelegt wird. In jeder Monatsspalte werden dann die entsprechenden Ausgaben eingetragen.
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