Mehr als ein Sommer - Eriksson, Ann

Ann Eriksson 

Mehr als ein Sommer

Roman

Übersetzung: Hellmann, Diana B.
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Mehr als ein Sommer

Das hat Trevor gerade noch gefehlt: Ausgerechnet er, der das Reisen und fremde Menschen hasst, stolpert auf einem Geschäftstrip in die Arme einer schrulligen alten Dame - und damit geradewegs in ein Abenteuer, das sein wohlgeordnetes Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn die kauzige Lady reist nicht allein: Im Gepäck hat sie die Asche ihrer drei verstorbenen Ehemänner. Und den festen Plan, als die perfekte Ruhestätte für sie zu finden ... Zurück in Kanada ist Trevor froh um seinen geregelten Alltag. Doch die Zeit mit der alten Dame lässt ihn nicht los - und hat ihn verändert: Plötzlich begreift er, was es wirklich heißt zu lieben -


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2012
  • 1. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 281 S. 186 mm
  • Seitenzahl: 283
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.16668
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783404166688
  • ISBN-10: 340416668X
  • Best.Nr.: 34451358

Leseprobe zu "Mehr als ein Sommer" von Ann Eriksson

15 (S. 138-139)

Angela lud ihn am folgenden Wochenende wieder auf die Farm ein. Am Samstag, nachdem sie den ganzen Tag in berstender Hitze Ballen gehievt hatten, fuhr die Familie hinaus zum Stausee des Swede Lake, mit einem Rennboot im Schlepp und einem Picknick auf der Ladefläche des Trucks. Die Fahrzeuge holperten durch das ausgedörrte Hochland der Prärie, in dem gelb und dunkelrot die Feigen- und die Warzenkakteen blühten. Ein halbes Dutzend Rostbrachvögel huschte über die Straße und zwischen die Kakteen.

Auf diesem Land wuchsen nur wenige Bäume; die Prärie ergoss sich übergangslos hinein in den See. Nashornpelikane schöpften mit ihren weit geöffneten, orangefarbenen Schnäbeln Fische aus dem Stausee, und als Bjorne das Boot rücklings ins Wasser gleiten ließ, erhoben sie sich gleichzeitig, wie an einer Schnur gezogen, in einem Windstoß aus Flügelschlägen empor in die Lüfte.

Der Bootsrumpf war noch nicht ganz nass, als Bjorne bereits den Motor anließ und die Wasserskier nebeneinander auf den Sandstrand legte. »Los geht’s!«, brüllte er. »Becca, du bist mein Beifahrer.« Seine elfjährige Tochter sprang in ihrem geblümten, von der Sonne verblichenen und verschlissenen Badeanzug in das Boot und bezog auf dem Heck Position, um Bescheid zu geben, wenn ein Skifahrer gestürzt war, und Handzeichen weiterzumelden. »Die Gäste zuerst«, rief Helen. Alle Augen ruhten auf Trevor.

Er starrte auf die Reihe breiter Wasserskier aus Fiberglas und wollte nicht zugeben, dass er nicht schwimmen konnte. »Ich brauche erst mal ein Bier. Ich bin fix und alle«, sagte er in einem Ton, von dem er hoffte, er möge lässig klingen. »Angie!«, brüllte Bjorne, drehte den Motor hoch und ließ das Schlepptau ins Wasser fallen. »Los!« Angela beugte sich vor und berührte Trevors Arm, als sie an ihm vorüberging. »Willst du nach mir?« Sie legte eine Schwimmweste an, spazierte in den See hinein und streifte sich einen der Skier über.

Trevor eilte zu ihr und hob den zweiten Ski vom Strand, um ihn ihr zu reichen, doch bevor er auch nur noch einen Schritt machen konnte, griff sie nach dem vorüberschwingenden Haltegriff, platzierte einen Fuß mühelos hinter den anderen und schoss auf dem einzelnen Ski davon. Trevor fiel die Kinnlade herunter, als er ihr dabei zusah, wie sie gekonnt über die wellige Oberfläche preschte und die Gischt hinter ihr niederging wie ein Wasserfall. Das Publikum an Land klatschte und jubelte.
Mehr von