Marsmädchen - Bach, Tamara

Tamara Bach 

Marsmädchen

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2004, Kategorie Jugendbuch und mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2002 sowie mit 'Die besten 7 Bücher für junge Leser', 11/2003

Gebundenes Buch
 
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Marsmädchen

Miriam ist fünfzehn. Manchmal findet sie sich gut, so wie sie ist. Aber manchmal findet sie alles nur zum Davonlaufen. Sie wäre gern so wie Laura, die neu in ihrer Klasse ist und genau zu wissen scheint, was sie will. Als Miriam und Laura sich anfreunden, merkt Miriam bald, dass sie Laura amliebsten ganz für sich allein hätte. Aber Laura hängt immer öfter mit Philipp rum - ist er wirklich nur Lauras "guter Freund"?


Produktinformation

  • Verlag: Oetinger
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 159 S.
  • Seitenzahl: 159
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 298g
  • ISBN-13: 9783789131523
  • ISBN-10: 3789131520
  • Best.Nr.: 11920698
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.2003

Kein Platz für große Gefühle
Tamara Bachs Jugendbuch „Marsmädchen” .
Das Motto des Buches passt perfekt: „This small town hasn’t got room for my big feelings”, wird da die Sängerin Björk zitiert – diese kleine Stadt hat nicht genügend Platz für meine großen Gefühle. Genau das nämlich ist das Problem der 15-jährigen Miriam: Sie wohnt in einer kleinen, hübschen Stadt, durch deren alte Gassen im Sommer die Touristen schlendern. Und sie trägt schwer an einem riesengroßen Packen Gefühle, die nirgendwo richtig Platz finden. Denn reden lässt sich über die erste große Liebe nicht so leicht, weder mit den Freundinnen noch mit der Mutter. Und schon gar nicht, wenn die erste Liebe auch noch auf ein anderes Mädchen fällt.
Denn da war dieser Kuss mit Laura, einer Schulkameradin, die auf einmal in der Klasse aufgetaucht ist. Und während die Freundinnen noch drängen, dass Miriam nun endlich mal Sex mit irgendjemandem ausprobieren soll – „wir wollen doch nicht, dass du ewig Jungfrau bleibst” –, träumt Miriam nur von der extra-coolen und geheimnisvollen Laura. Gleichzeitig verzweifelt sie fast darüber: Anders zu sein als die anderen, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.11.2003

Summend die Liebe inhalieren
Tamara Bachs cooles und sehnsüchtiges "Marsmädchen"

Ach wie öde erscheint das Leben doch auf Erden, wenn man fünfzehn ist und nicht in einer Großstadt wohnt. Miriams derzeitiger Aufenthalt auf diesem Planeten ist ein einziges Durchleiden des Alltäglichen. Das Einerlei aus Familienleben, Schule und ewig gleichen Verrichtungen nimmt ihr die Luft zum Atmen. Ist man nur dafür mühsam herangewachsen, um nun sinnlos vor sich hin zu dämmern? Das Unwohlsein erfüllt sie bis in die Poren mit  lethargischer Verzweiflung. Miriam findet zwar in ihren Schulkameradinnen Ines und Suse Leidensgefährtinnen, aber die sind wenigstens nicht mehr Jungfrau.

Von der Zeit zwischen Pubertät und Entpuppung, dieser Phase des zähen Gleitens in einer gallertartigen Warteschleife, erzählt die junge Autorin Tamara Bach. Schon ihr Einstieg in den Roman ist grandios. Sie wählt nämlich einen Schauplatz, der unverdienterweise sehr wenig Aufmerksamkeit in der Literatur gefunden hat: die Schultoilette. Dabei werden an diesem Ort große Geschichten erzählt, wie man hier liest. Die strikte Trennung zwischen den Geschlechtern birgt eine …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ralf Schweikart zeigt sich geradezu überwältigt von diesem Jugendbuch, das die Liebe der 15-jährigen Miriam zu ihrer Schulfreundin Laura erzählt. Er preist die Autorin für die "unaufdringliche Tiefe" und die äußerst gelungenen Dialoge, und er vermutet, dass Tamara Bach diese Kunst bei Tätigkeiten für Theater und Fernsehen gelernt hat. Der Rezensent ist begeistert von der "frischen Bildhaftigkeit" des Buches. Er findet, dass das "Äußere und das Innere" durch die Dialoge und Reflexionen der Protagonistin sehr überzeugend wiedergegeben sind. Besonders gut gefällt ihm, dass die Versatzstücke der zeitgenössischen Popkultur, die im Roman vor allem als Musiktexte erscheinen, nicht nur wie sonst in Jugendbüchern zumeist üblich, lediglich als "schillernde Oberfläche" auftauchen, sondern handlungsrelevant sind. Schweikart schreibt der Autorin viel "Gespür" und zudem "überzeugende literarische Mittel" zu und wünscht sich noch viele solche Jugendbücher.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Eine anrührende Liebesgeschichte, voller Zärtlichkeit und Leidenschaft"<br />Handelsblatt <br />

»Marsmädchen wirkt wie ein Ausrufezeichen in der Jugendliteratur. Weil es stilistisch etwas wagt, ohne sich in Manierismen zu verlieren. Weil es mit viel Gespür und überzeugenden literarischen Mitteln vom labilen Glück erzählt und auch von der Hoffnung, die die 15 möglich macht. Eine sympathische, ehrliche und wunderschöne Geschichte. Möge Mars uns noch mehr solcher Mädchen und Bücher schicken.« Die Zeit
Tamara Bach, geboren 1976 in Limburg, studierte Germanistik und Anglistik in Berlin. Bereits 1993 nahm sie am renommierten "Treffen junger Autoren" in Berlin teil. Neben ihrem Studium arbeitet sie für das Fernsehen und entwickelt Jugendtheaterstücke.

Kundenbewertungen zu "Marsmädchen" von "Tamara Bach"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.7 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Caro aus Gerolstein am 15.10.2010 ***** sehr gut
Die 15-jährige Miriam wohnt in einer kleinen stadt und findet ihr Leben unglaublich langweilig. Sie will Mal etwas Aufregendes, Spannendes erleben. Dann lernt sie Laura kennen und ist völlig faszinierd von ihr, sie ist so anders, wie ein Mädchen vom Mars, das auf die Erde kommt. Sie gehen öfters abends zusammen auf Partys und als sie dann einmal alleine zu Fuß nach Haus gehen, geschieht es, die beiden küssen sich leidenschaftlich. Doch sie wollen sich nicht eingestehen, was sie füreinander empfinden und gehen sich deshalb aus dem Weg. Allerdings dauert es nicht lange, bis sie sich eingestehen müssen, dass sie sich lieben. Ab dann treffen sie sich heimlich, sodass niemand erfährt, dass sie lesbisch sind. Miriam ist überglücklich und dementsprechend ziemlich verzwiefelt, als Laura nicht mehr zur Schulke kommt und ihr dann einen breif schreibt, dass sie weggezogen ist, von ihrer Mutter wieder zurück zu ihrem Vater, doch sie möchte sie noch einmal treffen. Miriam kommt zur vereinbarten zeit in die Disco, doch Laura taucht nicht mehr auf, sie sit für immer weg.
Tamara Bachs Schreibstil ist ziemlich außergewöhnlich, weshalb mir das Buch anfangs nicht so gut gefiel. Doch nach dem ersten Teil gewöhnt man sich daran und nachdem Miriam und Laura sich geküsst haben, wird das Buch spannend und hat mir sehr gut gefallen.

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Bewertung von Caro aus Gerolstein am 10.10.2010 ***** sehr gut
Die 15-jährige Miriam ist mit ihrem Leben unzufrieden. Sie findet es langweilig, immer der selbe Tagesablauf, nichts Neues, nicht Interessantes, nichts Aufregendes. Dann lernt sie allerdings Laura kennen und ist völlig faszinierd vor ihr. Doch bei ihren Treffen ist immer Philipp, ein Freund von Laura dabei. Nachdem sie auf einer Party in der Stadt waren, sind sie einmal alleine, sie gehen nach Hause und dann passiert es, sie küssen sich. Das ändert erst Mal alles, sie gehen sich aus dem Weg, doch Miriam vermisst Laura und dann sehen sie ein, dass sie nichts an ihrer Liebe ändern können und treffen sich heimlich. Philipp weiß nun auch bescheid, jedoch hat er kein Problem damit, dass die beiden zusammen sind. Miriam ist überglücklicg. Doch dann kommt Laura einige Tage lang nicht in die Schule und schließlich erhält sie einen Brief von ihr, in dem sie schreibt, dass sie zu ihrem Vater nach Köln gezogen ist, weil sie mit ihrer Mutter nicht mehr klar gekommen ist, doch sie möchte Miriam noch einmal treffen, in der Disco. Miriam kommt zu dem vereinbarten Treffen und auch Philipp ist da, doch Laura taucht nicht auf, sie ist für immer weg.
Anfangs hat mir das Buch nicht so gut gefallen, weil Tamara Bachs Schreibstil ziemlich außergewöhnlich ist, doch nach dem ersten Teil des Buch, nachdem Laura und Miriam sich kennengelernt haben, wird es besser und nach ihrem ersten Kuss, sogar richtig spannend.

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Bewertung von grille aus Gerolstein am 07.10.2010 ***** gut
Miriam findet ihr Leben langweilig. Ihre zwei besten Freundinnen, die nur mit ihren Freunden rumhängen, jeden morgen dasselbe Ritual, der langweilige Unterricht, langweilige Nachmittage und öde Partys. Doch dann ist da Laura, die neue in der Klasse. Miriam ist von Laura fasziniert, doch bei den Treffen war bis jetzt immer Phillip dabei, ein Freund von Laura, und Miriam ist ein bisschen eifersüchtig. Doch Miriam merkt, dass Laura anders ist, und nach einer Party küssen die beiden sich. Zuerst gehen sich die beiden aus dem Weg, dann treffen sie sich heimlich. Auch Phillip hat gemerkt, dass zwischen den beiden was läuft, aber er lässt sich nichts anmerken. Doch plötzlich kommt Laura nicht mehr in die Schule und ist nicht zu Hause. Nach ein paar Tagen bekommt Miriam einen Brief, indem Laura schreibt, dass sie zu ihrem Vater gezogen ist, weil sich ihre Mutter nicht genug um sie gekümmert hat. Miriam ist traurig, doch Laura will sie in einer Disco in der Nähe treffen. Aber als Miriam auf sie wartet ist dort nur Phillip, und die beiden müssen sich damit abfinden, dass Laura weg ist.
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, da am Anfang viel zu lang nur über Miriams langweiliges Leben erzählt wird, ohne dass irgendwas besonderes passiert. Aber wenn man den ersten teil überstanden hat, liest sich das Buch besser. Es wird erst interessant wenn die beiden sich küssen, denn vorher hat man es nicht geahnt und man will wissen wie es weitergeht. Die Schreibweise von Tamara Bach ist sehr merkwürdig und hat mich gestört. Allerdings hat mir gefallen, dass es kein Happy-End gibt, denn das ist in zu vielen Büchern so.

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Bewertung von KoRn aus Burg am 14.06.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch geht es um die 15-jährige Miriam.
als die 16-jährige Laura neu in ihre Klasse kommt,merkt sie schnell,dass sie nicht nur freundschaftliche Gefühle für sie entwickelt.Nun muss sie Tag und Nacht an Laura denken.Miriam und Laura gehen gemeinsam tanzen,Kaffee trinken und sie laden sich gegenseitig nach Hause ein.Auch Laura scheint Interesse an Miriam zu haben.Aber da ist auch noch Phillip,der angeblich nur Lauras guter Freund ist.Miriam ist eifersüchtig-doch als Laura wieder in ihre alte heimat zurückziehen muss,lernt Miriam,dass Phillip doch nicht so ist,wie Miriam ihn eingeschätzt hätte.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen,weil es außerst realistisch und nachvollziehbar geschrieben ist.Besonders spannend ist die Ich-Erzählung.das Buch empfehle ich sowohl Mädchen als auch Jungen,weil es neben gewitzter Erzählung auch über Themen wie Homosexualität aufklärt.Ich empfehle es allen die 14 Jahre und älter sind,weil hier wird sehr freizügig über allse gesprochen.Manchmal stellt auch nur ein Wort einen Satz dar,denn es ist sehr umgangssprachlich geschrieben wurden.

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Bewertung von Freddy aus Hannover am 08.06.2010 ***** ausgezeichnet
,,Ein besonderes Buch. Mutig. Direkt. Anders.“, sagt der Mannheimer Morgen. Und auch meiner Meinung nach ist das Buch „Marsmädchen“ von Tamara Bach ein Buch, dass sich nicht mit den typischen Themen einer 15-jährigen befasst und damit für Wirbel sorgt. Dies empfand wohl auch der deutsche Jugendliteraturverband und verlieh dem Buch 2004 den verdienten Namen „Bestseller“.
In dem Buch geht es um Miriam. Sie ist 15 und wohnt in einer Kleinstadt in der die einseitigen Wintertage ihr noch langweiliger vorkommen, als sonst auch schon. Dazu muss sie die Klasse wechseln und fühlt sich einsam und allein gelassen. Bis sie auf Laura trifft, die ebenfalls neu in der Klasse ist und Miriam mit ihren grünen Augen verzaubert. Nicht wie bei Miriams alten Freundinnen entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die immer intimer wird. Miriam wird klar, dass sie sich in ihre Freundin verliebt hat und als diese sie dann auch noch küsst, ist es ganz und gar um sie geschehen.
Das Buch berichtet also von einer eher ungewöhnlichen Liebe zwischen zwei Teenagern, die viel Verwirrung und Verunsicherung mit sich bringt. Es ist voll von Emotionen, sodass es nicht schwer fällt, sich in die Hauptperson hinein zu versetzen.
Tamara Bach schildert realistisch den Alltag, die Probleme, Ängste aber auch Wünsche von der Jugendlichen und zeigt offenbart das Problem, das viele Jugendliche haben, wenn sie sich in ihrem Körper nicht wohl fühlen oder Angst vor neuen Erfahrungen und den Reaktionen Anderer haben.
Mit dieser eher ungewöhnlichen Lovestory, die viel Trauer und Herzschmerz, jedoch auch Hoffnung und Optimismus mit sich bringt, hat Tamara Bach das Buch meiner Meinung nach zu einem sehr gelungenen Jugendbuch gemacht, das definitiv den Titel „Bestseller“ verdient hat.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, man sollte jedoch darauf achten, ob man als Leser alt genug oder bereit dafür ist über dieser Thema nachzudenken oder es zu verstehen, da ich das Buch mit 12 Jahren das erste mal gelesen hab und es schwer für mich war die Gedanken und Handlungen der Personen zu ordnen und zu verstehen.

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Bewertung von Anastasiya aus MG am 01.07.2007 ***** schlecht
Dieses Buch ist das lanweiligste, das ich je gelesen habe. Ich musste mich richtig zwingen weiterzulesen (ich konnte nicht aufhören, da ich eine Buchkritik in der Schülerzeitung schreiben musste). Tut euch das nicht an!

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