Januar. Eisregen. Dr. Pardon befindet sich in einer misslichen
Lage: Mitten in der Nacht klingelt ein verzweifelter Mann bei ihm
und bringt ihm seine Geliebte, die durch eine Kugel verwundet
worden ist. Die junge Frau erzählt dem Arzt eine Geschichte, die zu
der späten Stunde durchaus plausibel klingt. Am nächsten Morgen
sieht alles ganz anders aus, und der Arzt mit dem guten Herzen
sucht Rat bei seinem Freund Maigret. Der nimmt sich des Falls an
und findet alsbald Spuren. Diese führen in die Welt der
professionellen Spieler und nach Amsterdam, wo sich der Kommissar
als waschechter Franzose wie ein Fisch auf dem Trockenen fühlt.
Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 Maigret-Romanen und über 120 Non-Maigrets beschloss, statt Romane ausgreifende autobiographische Arbeiten (wie die monumentalen Intimen Memoiren ) zu diktieren. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.
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