Madame de Maintenon - Buckley, Veronica

Veronica Buckley 

Madame de Maintenon

Die geheime Frau Ludwigs XIV. Eine Biographie

Übersetzung: Griese, Friedrich
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Madame de Maintenon

Eine Aschenputtelgeschichte in einer der aufregendsten Epochen Frankreichs: Mitreißend und amüsant, mit Anekdoten, Zitaten und kuriosen Funden, erzählt Veronica Buckley das Leben der Françoise d Aubigné alias Madame de Maintenon (1635-1719) im schillernden Frankreich Ludwigs XIV.
Geboren wurde Françoise als Tochter eines verurteilten Mörders und Staatsverräters in einem trostlosen Provinzgefängnis. Nach entbehrungsreicher Jugend heiratete sie mit fünfzehn den gelähmten Skandalautor Paul Scarron, dem sie durch ihre brillant formulierten Briefe aufgefallen war. Ein für beide vorteilhafter Pakt: er hatte eine Pflegerin, Françoise Zugang zur besseren Pariser Gesellschaft. Nach Scarrons Tod Pflegemutter der Kinder Ludwigs XIV. mit seiner Favoritin Anéaïs de Montespan, wurde Françoise zunächst Vertraute des Königs, seine Mätresse und nach dem Tod von Maria Theresia seine Ehefrau linker Hand. Schön, amüsant, klug, aber weder eitel noch scheinheilig, weder kokett noch frivol, nutzte siedas Verhältnis auch zu politischer Einflußnahme: die ungekrönte Königin Frankreichs.


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 660 S., 33 meist farb. Abb. auf Taf.
  • Seitenzahl: 660
  • Best.Nr. des Verlages: 17539
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 128mm x 43mm
  • Gewicht: 704g
  • ISBN-13: 9783458175391
  • ISBN-10: 3458175393
  • Best.Nr.: 34538031
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.05.2012

Das Projekt der Bekehrung des Königs
Veronica Buckley erzählt das Leben einer großen Frau des Ancien Régime – aber Françoise d’Aubigné, Madame de Maintenon, entzieht sich ihrer Biografin ebenso wie Ludwig XIV.
Von den großen Frauengestalten am französischen Königshof im Jahrhundert vor Ausbruch der Revolution von 1789 ist die Marquise de Maintenon eine bekannte Unbekannte. Ursache dafür sind zum einen die harschen Schmähworte, mit denen Liselotte von der Pfalz, die seit 1671 mit dem schwulen Bruder Ludwigs XIV., dem Herzog von Orléans, verheiratet war, ihre umfangreiche Korrespondenz mit der Heimat würzte. Noch nachteiliger für ihren Nachruhm wirkten sich die ausführlichen, stets sehr abfälligen Urteile aus, die der Duc de Saint-Simon in seinem vielbändigen Memoirenwerküber ihr Wesen und ihren vermeintlich verderblichen Einfluss auf den Herrscher und den Hof äußerte. Vor allem jedoch wird die Erinnerung an die Marquise de Maintenon von der Aura Marie-Antoinettes verdunkelt, in der heute eine Kultfigur verehrt wird, die mit der historischen Person wenig gemein hat.
Die erfolgreiche mediale Ausmünzung des Lebens der Marie-Antoinette gab, so …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Die Marquise de Maintenon aus dem Schatten der Marie-Antoinettes herauszuholen - ehrenhaft, die Art und Weise, wie es ihre Biografin Veronica Buckley hier versucht - töricht. So lautet das Urteil des Rezensenten Johannes Willms, der sich partout nicht vorstellen kann, dass ausgerechnet diese erzkatholische Salzsäule von einer Frau die Geliebte Ludwigs XIV. gewesen sein soll. Ebendies jedoch behauptet Buckley. Mit viel Fleiß und ebenso viel historischer Ahnungslosigkeit quält sie Johannes Willms, ärgert ihn mit psychologischen Banalitäten und liefert eine Darstellung der Maintenon, der es laut Willms so ziemlich an allem fehlt, was eine gute Biografie nötig hat, verlässliche Quellen nicht zuletzt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Veronica Buckley, geboren in Neuseeland, Übersetzerin, Journalistin, Musikerin, Autorin, lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Philipp Blom, in Wien. Ihre erste Biographie Christina, Königin von Schweden war ein Überraschungserfolg bei den Lesern wie beim Publikum. Madame de Maintenon ist ihr zweites Buch.
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