Quelle: Wikipedia. Seiten: 39. Kapitel: Lymphknoten, Milz,
Leitungsbahn, Knochenmark, Dendritische Zelle, Makrophage, Lymphe,
Thymus, Lymphozyt, Lymphgefäß, Appendix vermiformis, Tonsilla
palatina, Achsellymphknoten, Lymphfistel, Tonsille,
Halslymphknoten, Lymphfollikel, Reza Parwaresch, Peyer-Plaques,
Retropharyngeallymphknoten, Mediastinallymphknoten, Ductus
thoracicus, Lendenlymphknoten, Magenlymphknoten,
Leistenlymphknoten, Unterkieferlymphknoten, Lymphatischer
Rachenring, Tonsilla pharyngealis, Kniekehllymphknoten,
Parotislymphknoten, MALT, Cisterna chyli, Truncus intestinalis,
Tonsilla lingualis, Kniefaltenlymphknoten, Darmassoziiertes
Immunsystem, Truncus trachealis, Hochendotheliale Venole, Ductus
lymphaticus dexter, Lymphoepitheliales Organ, Gesichtslymphknoten,
Lymphangion, Tonsilla tubaria, Lymphonodi retroauriculares,
Virchow-Lymphknoten, Kinnlymphknoten, Truncus lumbalis,
Hinterhauptlymphknoten, Tonsilla veli palatini, Kehldeckelmandel,
Lymphoretikuläres Organ, Nodi lymphoidei coeliaci. Auszug:
Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach
Typ aus Monozyten bzw. Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Ihre
Funktion ist die Antigenprozessierung und Antigenpräsentation
vorher als fremdartig erkannter und intrazellulär aufgenommener
Strukturen wie z. B. Mikroorganismen und deren Bestandteile. Durch
Ausschüttung entsprechender Cytokine und Expression bestimmter
Zelloberflächen-Rezeptoren beeinflussen sie T-Zellen und verstärken
so die spezifische zelluläre Immunabwehr. Ihrem Namen entsprechend
haben die 1973 erstmals beschriebenen Zellen typische
Bäumchen-artige Cytoplasma-Ausläufer (lat. dendriticus = verzweigt
), die ihnen ihre typische sternförmige Gestalt verleihen. Schon
1868 berichtete Paul Langerhans von einer neuen, von ihm entdeckten
Zellart, der später nach ihm benannten Langerhans-Zelle. Er nahm
allerdings fälschlicherweise an, dass es sich bei dieser
epidermalen Lymphozytenform um eine Nervenzelle der Haut handelt.
Dendritische Zellen gehören zusammen mit den Monozyten, Makrophagen
und B-Lymphozyten zu den so genannten professionellen
antigenpräsentierenden Zellen des Immunsystems. Neue Forschungen
zeigen, dass dendritische Zellen in den lymphatischen Geweben nicht
nur mit den T-Zellen interagieren, sondern auch mit den beiden
anderen Hauptklassen der Lymphozyten, den B-Zellen und den
natürlichen Killerzellen. Dendritische Zellen finden sich in großer
Zahl in Oberflächengeweben des Körpers, wie z. B. Haut, Pharynx
(Rachen), oberer Anteil des Oesophagus (Speiseröhre), Vagina,
äußere Cervix uteri (Gebärmutterhals) und Anus. Weiterhin sind sie
sehr zahlreich in den inneren Schleimhäuten, z. B. des
respiratorischen und gastrointestinalen Systems vertreten.
Dendritische Zellen strecken dort ihre bäumchenartigen Ausläufer
durch die sogenannten Tight Junctions der die inneren und äußeren
Oberflächen bedeckenden Epithelien, ohne dabei die Funktion der
Deckgewebe als Diffusionsbarriere zu beeinträchtigen. Dies
erweitert die Möglichkeiten