Lux Domini - Thomas, Alex

Alex Thomas 

Lux Domini

Thriller

Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** sehr gut
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt
Nicht lieferbar
8 Angebote ab € 4,00
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Lux Domini

Ohne Verrat keine Kreuzigung - Ohne Kreuzigung keine Auferstehung - Ohne Auferstehung keine Erlösung ... Während Catherine Bell, eine rebellische Ordensfrau, in Rom einem Disziplinarverfahren entgegensieht, kommt ihr Mentor, Pater Darius, bei einem mysteriösen Unfall ums Leben. Kurz darauf nimmt sich der einflussreiche Kardinal Benelli das Leben. Doch zuvor enthüllt er Catherine, dass nur sie mit ihrer außergewöhnlichen Gabe den Papst retten kann. Verwirrt wendet sie sich an ihren Jugendfreund Ben Hawlett, der als vatikanischer Agent arbeitet und ihr rät, sich ausgerechnet ihrem Erzfeind Kardinal Ciban, dem Chef der Glaubenskongregation, anzuvertrauen. Um das geistige Oberhaupt der katholischen Kirche beschützen zu können, wird Catherine in den päpstlichen Privathaushalt eingeschleust. Dort entdeckt sie ein unfassbares Geheimnis um den Papst und die kürzlich verstorbenen Geistlichen. Doch was hat Kardinal Ciban damit zu tun? Und was hat es mit dem mysteriösen Evangelium des Judas auf sich?


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 447 S. m. Kte.
  • Seitenzahl: 447
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 525g
  • ISBN-13: 9783764503697
  • ISBN-10: 3764503696
  • Best.Nr.: 32543479
"Spannender Vatikan-Thriller."
Alex Thomas ist das Pseudonym eines im Südwesten Deutschlands lebenden Autorenehepaares. Sie arbeitet seit über zwei Jahrzehnten im Buch- und Medienbetrieb. Er forscht und lehrt seit vielen Jahren als Wissenschaftler an einem führenden deutschen Forschungszentrum. Beide entdeckten ihre gemeinsame Liebe für Geschichte, Wissenschaft und das Schreiben.

Leseprobe zu "Lux Domini"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Lux Domini zu blättern!



Leseprobe zu "Lux Domini" von Alex Thomas

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Lux Domini" von Alex Thomas

Judas Ischariot hatte den Freitod gewählt.

Der karge Baum, an dem sein Leichnam hing, schien von einem unheilvollen Schleier umgeben. Der Acker ringsum wirkte krank wie die Haut eines Leprösen. Kein Windhauch regte sich, als hätte das Terrain um den sterbenden Baum gemeinsam mit dem Toten das Atmen aufgegeben. Nicht einmal die Krähen ließen sich auf dem gequälten Geäst nieder, um sich an dem Leichnam gütlich zu tun.

Josef von Arimathäa schirmte die Augen vor dem grellen Licht der Sonne ab. Ihn fröstelte, denn trotz seiner Kraft vermochte das Licht der Sonne diesen Ort nicht zu erwärmen.

"Nehmt diesen Mann herunter!", befahl er den beiden jungen Männern, die er zur Bergung des Toten mitgenommen hatte.

Josef besaß eine Grabstätte in der Nähe von Golgatha. Dorthin hatte er den Leichnam Jesu gebracht, und dorthin würde er jetzt auch Judas bringen lassen, in ein kleines Grab unweit davon.

Der Himmel wurde schwarz, als wollte sich jeden Augenblick ein sintflutartiger Wolkenbruch über Jerusalem ergießen. Doch Josef bezweifelte, dass auch nur ein einziger Regentropfen zu diesem Acker vordringen würde. Die beiden Jünglinge kappten den Strick und ließen den Toten langsam zu Boden. Josef glaubte, den kargen Baum vor Erleichterung aufatmen zu hören.

"Es ist nicht so, wie du denkst", hatte Maria von Magdala gesagt und ihn mit ihren alterslosen Augen angesehen. "Sein Schicksal ist auch unser Schicksal. Wir müssen ihn suchen und finden."

Also hatte Josef sich auf die Suche begeben und war schließlich hierauf gestoßen. Auf einen anscheinend von Gott verlassenen Ort, von dem nicht einmal die Aasfresser etwas wissen wollten. Er seufzte. Längst hätten Maria, Bartholomäus, Philippus und er auf dem Weg nach Alexandria sein sollen.

Josef sah zu, wie die beiden jungen Männer anfingen, den Leichnam in ein kräftiges graues Tuch zu hüllen. Seltsamerweise entströmte dem toten Körper kein Geruch, auch schien er kaum verwest zu sein. Keiner der Jünglinge verlor auch nur ein Wort darüber, doch Josef wusste, sie wünschten sich nichts sehnlicher, als so schnell wie möglich wieder von hier zu verschwinden.

Plötzlich hielt einer der beiden Jünglinge inne und beugte sich vorsichtig über Judas.

"Was ist?", fragte Josef alarmiert.

"Hier steckt etwas", sagte der junge Mann und zog zwei sorgsam ineinandergerollte Schriftrollen unter dem Gewand des Toten hervor.

Josef spürte im selben Augenblick, wie eine leichte Brise über den Acker wehte. Ein warmer Regen fiel auf sein Gesicht und seinen Körper, ebenso wie über das gesamte elende Terrain. Als er die beiden ledernen Schriftrollen entgegennahm, konnte er ein Schaudern nicht unterdrücken. War das etwa Judas' Rechtfertigung für seinen Verrat?

Kleine Regentropfen hatten sich auf der Rückseite der äußeren Schriftrolle gesammelt. Aus einem unerklärlichen Impuls heraus blickte Josef über den Baum zum Himmel auf und erblickte einen gewaltigen Regenbogen. Ein Zeichen?

Einen Moment lang spielte Josef mit dem Gedanken, die Schriftrollen zu lesen, doch irgendetwas tief in seinem Innern warnte ihn davor, sagte ihm, dass er kein Recht dazu hätte. Ihm fielen Marias Worte wieder ein: "Sein Schicksal ist auch unser Schicksal. Wir müssen ihn suchen und finden." Auf einmal wusste er, wem er die Schriftrollen zu überreichen hatte.

DAS GEHEIMNIS 29- September 1978, Rom, Vatikanstadt "Haben Sie etwas entdeckt, Doktor?", hörte Kleier die jungenhafte und ungeduldige Stimme seines Assistenten hinter sich. Er spürte den Staub und den Schmutz in seinem verschwitzten Gesicht und schmeckte den Dreck auf seiner Zunge. Dieser unbeholfene Stümper, der nur über familiäre Beziehungen zu seinem Job gekommen war, gab ihm noch den Rest. Vorsichtig näherte der promovierte Archäologe sich der neuen Fundstelle, rückte seine Schutzbrille und den Helmstrahler zurecht, kniete nieder und begann den Boden vorsichtig mit der Kelle vom Schutt zu befreien, bis er auf Widerstand stieß. Staubkörner tanzten im Lichtschein. Der Umriss eines quadratischen Steins zeichnete sich unter dem Staub ab, außerdem die Andeutung eines Griffes, welche an eine Falltür erinnerte. Falltüren waren hier unten nicht üblich.

"Sieht ganz so aus, Sebastiano."

Mit seinen kräftigen, körperliche Arbeit gewohnten Fingern strich Kleier über den Staub und den Stein, bis er den Griff freigelegt hatte. Noch vor drei Monaten hatte er in einer Ausgrabungsstätte im antiken Jerusalem gearbeitet, in Golgatha, doch dann hatte Seine Heiligkeit Johannes Paul I. ihn unerwartet nach Rom gerufen. In den Tiefen der Vatikanischen Grotten hatte man hinter einer brüchigen Wand ein bis dato unbekanntes und völlig untypisches Tunnelsystem entdeckt, ein Labyrinth, das nicht einmal auf den Grundrisskarten von Antonio Bosio verzeichnet war, dem Kolumbus der römischen Katakomben aus dem frühen siebzehnten Jahrhundert.

"Kann ich Ihnen helfen?" Sebastiano hatte sich in dem engen Schacht ein paar Zentimeter näher herangeschafft. Sein Gesicht war über und über mit Staub beschmiert.

"Nein, dafür ist zu wenig Platz", erklärte Kleier. "Die Bürste, bitte."

Der Assistent reichte ihm die Bürste, die eher ein stabiler Handfeger war, und versuchte einen Blick über die Schulter des Doktors auf die Stelle zu erhaschen, die diesen so sehr faszinierte. Selbst Sebastiano schien zu spüren, dass hier, tief unter den Fundamenten des Petersdoms, etwas Einzigartiges auf seine Entdeckung wartete.

Vorsichtig strich der Wissenschaftler mit der Bürste über den restlichen Staub in den Rillen der Verzierung und erkannte nach und nach auf dem Stein das Symbol eines Wappens - eines päpstlichen Wappens! Wobei ein Teil davon tatsächlich der Griff war.

Dann erkannte Kleier, was er da vor sich hatte. Es war das Emblem von Papst Pius XII., jenes Kirchenoberhaupts, das während des Holocausts als höchste moralische Autorität der katholischen Kirche eisern geschwiegen hatte.

Sebastiano reckte den Kopf und kam noch ein paar Zentimeter näher. Kleier umfasste den Griff und versuchte die steinerne Falltür aufzuziehen. Es gelang verblüffend mühelos, anscheinend von einer unsichtbaren Mechanik unterstützt. Doch nun stand ihm die rechteckige steinerne Falltür in dem kleinen Raum im Wege, und er konnte nicht in die Öffnung hineinsehen. Er spähte über die offene Falltür. Sebastiano ebenso, wobei der Assistent den Archäologen so unglücklich anrempelte, dass der Stein nach vorne stürzte, die Öffnung und einen Teil des festen Bodens durchschlug und mit lautem Gepolter in ungeahnte Tiefen fiel.

In der einen Sekunde stellte Kleier sich vor, wie er die Hände um Sebastianos Hals legte und langsam zudrückte, in der nächsten lagen sie beide wie erstarrt der Länge nach auf dem Boden und warteten, bis das Getöse verstummte. Jetzt konnten sie nur noch beten. Der Hohlraum unter ihren Füßen schien immens zu sein, und der Boden unter ihren Leibern konnte nachgeben, sofern sie ihr Körpergewicht nicht gleichmäßig darauf verteilten.

Der Wissenschaftler bat um den größeren Scheinwerfer, robbte bis zur Öffnung, beugte sich vornüber und hielt den Strahler in die bodenlose Finsternis.

"Gütiger Gott!"

Die steinerne Falltür war eine breite geländerlose Treppe hinuntergestürzt und zerbrochen am Ende der steil hinablaufenden Stufen liegen geblieben. Nach der Größe der Treppe zu schließen, musste der Raum, der unter ihm und Sebastiano lag, riesig sein.

Kleier gab seinem Assistenten ein Zeichen, sich nicht von der Stelle zu rühren, dann kroch er noch ein Stück weiter vor. Ja, er rutschte sogar ein Stück weit die mit Schutt bedeckte Treppe hinunter, während Sebastiano oben, flach auf dem Boden liegend, Wache hielt, falls etwas passierte. Er ließ den Lichtkegel so lange kreisen, bis dieser auf eine Wand traf. Dann begann er mit Hilfe des Lichtstrahls den großen Raum entlang der Wand zu erkunden, während er langsam und vorsichtig die geländerlose Treppe hinunterstieg. Er schrak zurück, hätte fast laut aufgeschrien, als er glaubte, mit seinem Scheinwerfer auf ein Monster gestoßen zu sein.

Nein, er hatte solch eine Malerei noch nie zuvor gesehen. Diese Bildnisse hatten nichts Menschliches. Sie waren einfach zu perfekt, um menschlich zu sein. Irgendwie erinnerte ihn der von dem Lichtstrahl erhellte Auszug an eine altjüdische Schrift außerhalb der Bibel, genauer an die Passage mit Michael, dem großen Engelsfürsten, der in Israel auf dem Karmelberg dem Propheten Elias das Ende aller Zeitalter offenbart.

Der Lichtkegel wanderte weiter, immer noch dieselbe Wand entlang, und Kleier sah, wie in der Wandmalerei Feuer und Schwefel vom Himmel auf die Gottlosen strömten. Das Wehklagen in der ewigen Unterwelt. Es war ein entsetzlicher Anblick. Dennoch ließ er das Licht des Strahlers weiterwandern, stieß auf eine Reihe von schlanken, spiralartigen Säulen und in der Ferne auf etwas, das aussah wie...

Er hielt den Atem an.

Eine Bibliothek!

Pius' privates Geheimarchiv? Konnte das die Bibliothek sein, die Pius vor den Nazis hatte in Sicherheit bringen lassen?

Kleier hörte Sebastiano von oben rufen, ob alles in Ordnung sei. Natürlich war alles in Ordnung. In bester Ordnung! Er rappelte sich auf und näherte sich dem ersten Regal, während er sich weiter umschaute und hoffte, dass seine Augen sich rasch an die Dunkelheit gewöhnten. Schließlich erreichte er eines der Wandregale. Es waren weit weniger Borde, als er sich erhofft hatte. Im Ganzen waren es nur drei. Er blickte über die alten Bände, nahm strichprobenartig einige heraus und stellte fest, dass sie für die Lagerung hier unten präpariert worden waren.

Sämtliche Werke waren in Latein, alle inhaltlich und chronologisch archiviert. Wie es aussah, waren es ausschließlich Abschriften und Übersetzungen deutlich älterer Werke. Nach einigen weiteren Proben begriff Kleier, es handelte sich um unbekannte christliche Werke, um apokryphe Bücher der Bibel. Der Archäologe blickte sich um, suchte nach einem Band, den er als Beweis mit an die Oberfläche nehmen würde.

Ein schmaler scharlachroter Einband stach ihm ins Auge. Es war der einzige rote im Regal, außerdem hatte das Buch ein Format, das sich leicht nach oben transportieren ließ. Er schlug es auf. Die Apostelgeschichte? Als apokryphe Schrift? Das konnte interessant sein!

Nachdem Kleier den Strahler neu ausgerichtet hatte, begann er den Text zu überfliegen, wobei er ab und an ein Lebenszeichen von sich gab, um Sebastiano zu beruhigen. Keine Viertelstunde später war dem Wissenschaftler klar, dass er hier eine Revolution, sozusagen eine Bombe in Händen hielt. Nach diesem apokryphen Text erschienen das Pontifikat von Pius, die Geschichte des Papsttums, ja, die Geschichte der gesamten katholischen Kirche in einem völlig neuen Licht.

Kleier zitterte vor Aufregung, zwang sich jedoch zur Ruhe und steckte den Band unter seinen Arbeitsanzug. Das war fürs Erste mehr als genug.

Vorsichtig und langsam bewegte er sich zum Eingang zurück und zog den Strahler aus der nachtdunklen Öffnung. Auf den fragenden Blick seines Assistenten antwortete er lediglich mit einer eiligen und strengen Geste.

Dann krochen sie schweigend zum breiteren und höheren Haupttunnel zurück, denn Dr. Kleier hatte von Seiner Eminenz Kardinal deRossi eine eindeutige Anweisung erhalten, sollte er bei seiner Arbeit auf etwas Außergewöhnliches stoßen. Und dies war eindeutig etwas außergewöhnlich Außergewöhnliches!

Eine knappe Stunde später betrat Kleier mit eiligen Schritten den Palast des heiligen Offiziums und rannte die jahrhundertealten, ausgetretenen Stufen empor. Hier wachte noch immer die römische, weltweite Inquisition.

Als er das Vorzimmer zum Büro des Präfekten der Glaubenskongregation erreichte, spürte er eine ungewöhnliche innere Anspannung bei dem Sekretär. Monsignore Merlo war seinem Vorgesetzten treu ergeben und hatte sogar auf seine Pensionierung verzichtet, um seiner Arbeit unter de Rossi weiter nachgehen zu können. Es hieß, der alte Sekretär kenne beinahe ebenso viele vatikaninterne Geheimnisse wie der Kardinal.

"Was kann ich für Sie tun, Doktor?", fragte Merlo. Dessen äußere Gelassenheit hätte Kleier überzeugt, wenn er den alten Mann nicht besser gekannt hätte.

"Ich muss Seine Eminenz sprechen, Monsignore. Dringend."

Merlo schüttelte entschuldigend den Kopf, während er den Archäologen in seiner verdreckten Arbeitskluft so taktvoll wie möglich von oben bis unten musterte. "Das ist leider nicht möglich, Doktor. Seine Eminenz befindet sich gerade in einer wichtigen Besprechung."

Kleier musste an sich halten. Was konnte wichtiger sein als seine unglaubliche Entdeckung unter den Fundamenten des Vatikans?

"Es ist wirklich äußerst dringend", brachte er mühsam hervor. "Es geht um das Fundament des römisch-katholischen Glaubens."

Merlo schien nur wenig beeindruckt. Schon zu viele Feinde und Herausforderungen hatten den Glauben zu erschüttern versucht. Bisher ohne Erfolg. Er lächelte milde und wirkte dabei sehr müde.

"Ich muss Sie dennoch um Geduld bitten, Doktor. Die Besprechung Seiner Eminenz kann nicht unterbrochen werden."

"Es geht um die Ausgrabungen", fügte Kleier nachdrücklich hinzu. Fast hätte er mit dem rechten Fuß aufgestampft. Aber dann dämmerte ihm gerade noch rechtzeitig, dass Merlo kein Idiot war und natürlich begriff, dass es um die Ausgrabungen ging. Mit Sicherheit erinnerte er sich auch an de Rossis Anordnung im Hinblick auf Kleiers Mission. Es musste etwas Ungeheuerliches vorgefallen sein, wenn Merlo ihn dennoch nicht sofort zum Präfekten vorließ.

"Was ist passiert, Monsignore?"

Merlo schien hin- und hergerissen, doch da er Kleier einerseits vertraute und andererseits ohnehin nicht verhindern konnte, dass die Medien es bald aus allen Rohren posaunten, sagte er: "Seine Heiligkeit ist tot."

Videoclip zu "Lux Domini"

Trailer lädt den Film

Kundenbewertungen zu "Lux Domini" von "Alex Thomas"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
 
(1)
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Lux Domini" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 23.05.2013 ***** sehr gut
Die Geheimbibliothek von Papst Pius XII.

Die junge Nonne Catherine Bell befindet sich gerade in Rom, um vor der Glaubenskongregation zu ihrem neuen Buch Stellung zu nehmen. Von dem einflussreichen Kardinal Benelli erhält die rebellische Ordensfrau eine Einladung zu einer kleinen Abendgesellschaft, an der sie zusammen mit Pater Ben, einen guten Freund, teilnimmt. Doch dieser Empfang verläuft völlig anders als gedacht. Nicht nur, dass der Kardinal ihr gegenüber äußerst kryptische Äußerungen tätigt, am selben Abend tötet sich Kardinal Benelli selbst und seitdem hat Catherine rätselhafte Visionen. Sie vertraut sich Ben an, der ausgerechnet Catherines Erzfeind Kardinal Ciban hierüber informiert. Doch dieser nimmt ihre Visionen ernst. Zusammen mit Kardinal Ciban und Ben beginnt Catherine nachzuforschen. Eine erste Spur führt zu einem rätselhaften Buch, dass bei Grabungen in der geheimen Bibliothek von Papst Pius XII. gefunden wurde.

Bevor das Autorenduo Alex Thomas mit der eigentlichen Geschichte um die Nonne Catherine Bell beginnt, entführen sie ihre Leser erst einmal in die Vergangenheit nach Golgatha kurz vor Jesus Kreuzigung, um anschließend zu einer Ausgrabung in Rom des Jahres 1978 zu wechseln. Papst Pius XII. hatte während des 2. Weltkriegs einen Teil seiner geheimen Bücher vor den Nazis versteckt und auf diese sind nun die Archäologen gestoßen. Allerdings konnte bei dem Fund nur ein Buch gerettet werden, welches ein unglaubliches Geheimnis birgt.

Zumeist erzählen die Autoren ihren Thriller, der ganz eindeutig auch spirituelle Züge hat, aus der Perspektive von Catherine, Ben und Kardinal Ciban, doch ab und an wechseln die Autoren den Handlungsstrang und man lernt den mächtigen Gegner von Papst Leo sowie dessen mordenden Handlanger kennen. Und nach und nach erhält man auch eine Vorstellung davon, um wen es sich bei dem Meister handeln könnte.

Spannungsreich beginnt der Thriller nicht unbedingt, doch er wirft von Anfang an sehr viele Fragen auf und gestaltet sich äußerst mysteriös, was die Neugier entsprechend reizt. Zudem gestaltet sich die Story sehr interessant, da Alex Thomas geschickt historische Fakten mit einer fiktiven Story verknüpfen. Und das Thema, welches die Autoren aufgreifen, ist durchaus schlüssig umgesetzt und lässt schlussendlich keine Fragen mehr offen. Natürlich handelt es sich um ein kirchliches Thema, dem viel Mystik anhaftet und durch Catherines Visionen, welche sie immer wieder zu den letzten Tagen vor Jesus Kreuzigung führt, hat man auch bald eine Vorstellung davon, um was es sich handeln könnte.

Mit der Zeit gestaltet sich der Kirchenthriller auch zunehmend spannender und der informative wie auch der fesselnde und einnehmende Schreibstil von Alex Thomas sorgt dafür, dass man sich bestens unterhalten fühlt. Man erhält außerdem einen kleinen Einblick in das vatikanische Alltagsleben und ihre Protagonisten, allen voran die eigensinnige, rebellische, junge Nonne Catherine, überzeugen dabei durchweg. Und einige Charaktere bleiben dabei auch wunderbar undurchsichtig, sodass sich eine Einteilung der Mitwirkenden in Gut und Böse etwas schwierig gestaltet. Wobei einem aber schnell klar ist, dass der angebliche Erzfeind von Catherine, nämlich Kardinal Ciban, gar nicht so ein erzkonservativer Kirchenvertreter ist, wie die Ordensfrau denkt. Aber dies merkt Catherine erst mit der Zeit und tritt dem Kardinal anfangs noch äußerst misstrauisch gegenüber. Auch die mediale Hochbegabung von Catherine, ihre rätselhafte Gabe, vermitteln die Autoren durchaus verständlich.

Fazit: Ein gelungener Auftakt der Kirchenthriller-Reihe, welche mit einer sympathischen wie eigensinnigen Protagonistin und einer interessanten und bald auch spannenden Story aufwarten kann.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Sonea84 aus Rastede am 29.09.2011 ***** gut
Das Buch fängt mit einem Prolog an und endet mit einem Epilog. Dazwischen befinden sich einige große Abschnitte mit unterschiedlich vielen und unterschiedlich langen Kapiteln. Ich muss gestehen, so ganz hat sich mir der Sinn der Unterteilung in die großen Abschnitte nicht erschlossen. Das Buch ist eins von diesen großen Taschenbüchern, die Schrift ist aber recht groß gehalten. Der Schreibstil ist alltäglich gehalten und plätschert so dahin. Es ist jetzt nicht hoch anspruchsvoll, aber das muss in Thrillern ja auch nicht immer sein. ;) Man kann es auf alle Fälle gut in ein zwei Tagen durchlesen.

Die Perspektiven wechseln immer wieder im Buch, aber die meiste Zeit ist man mit Catherine Bell unterwegs, es ist aber nicht aus ihrer Sicht geschrieben. Man beobachtet quasi alles von oben. Man ist die meiste Zeit in Rom, aber man wechselt immer wieder in andere Orte. Mal ist es ein Rückblick in die Vergangenheit oder man switcht kurz zu einem anderen Ort des Geschehens.

Im Prolog findet man sich bei Judas Freitod wieder. Josef findet Schriftrollen, welche wichtig erscheinen. Dann ist man im ersten Kapitel, im Jahre 1978, wo ein Archäologe tief in den vatikanischen Grotten eben diese mysteriösen Schriftrollen findet. Er scheint Pius privates Geheimarchiv gefunden zu haben. Er hat dort etwas spektakuläres gelesen, was er unbedingt dem Papst zeigen muss.

Um eben diese Schriften geht es im Buch. Bevor ich mir das Buch ausgeliehen hatte, hatte ich den Klappentext und das erste Kapitel gelesen. Das klang für mich total vielversprechend. Kirchenverschwörungen sind total meins und die Komponente mit einer starken und medial begabten Frau fand ich reizvoll. Leider musste ich feststellen, das diese Kombination (zumindest bei diesem Buch) doch nicht so gut funktioniert.

Catherine hat im Laufe des Buches "Träume", die sie in die Bibelgeschichte katapultieren. Damit soll sie Stück für Stück in das große Geheimnis eingeweiht werden. Diese Stellen waren mir einfach zu viel. Ich hatte immer das Gefühl, das dies einfach nicht passte, obwohl eben diese "Träume" für die Story wichtig sind.

Dann gibt es Morde von anscheinend wahllos ausgesuchten Geistlichen. Dem Leser wird schon am Anfang der Mörder verraten. Nur wer der "Meister" hinter allem ist, erfährt man erst zum Schluss...war für mich aber ehrlich gesagt keine große Überraschung. Ein Freund von Catherine, Ben, wird vom vatikanischen Geheimdienst beauftragt diese Morde zu untersuchen. Der Leser weiß dann schon gewissen Dinge (Wer, wo ,wie gestorben ist), Catherine weiß davon noch nichts. Deswegen werden einige Dinge teilweise öfter erläutert, was mich persönlich immer wieder so ein wenig gestört hat. Mir fehlten einfach diese "Aha-Momente" und die großen Überraschungen.

Die ganze Geschichte war mir am Ende einfach zu fantastisch. Es gibt da so eine Gruppe um den Papst herum (mehr kann ich dazu nicht sagen), was mir einfach alles zu sehr zu konstruiert ist.

Ich weiß, das dies ja kein ernst gemeintes Buch über die katholische Kirche ist, aber trotzdem hatte ich etwas anderes erwartet. Diese "Träume" von Catherine fand ich ganz schrecklich, das war mir zu viel "Bibel".

Ich kann das leider nicht so wirklich erklären. Keine Frage las sich das Buch total flüssig und war im Grunde ja auch spannend. Man möchte ja wissen wer hinter all dem steckt und man möchte ja auch wissen was denn so schlimmes in den Schriften steht. Mir war es aber zu wenig "Verschwörung". Ich glaube ich hatte vielleicht etwas anderes erwartet. Für mich war die Mischung aus "Vatikanthriller" und "Fantasy" dann doch nicht so stimmig.

Da ich aber zwei Abende recht nett unterhalten wurde, würde ich zu diesem Buch sagen : Man kann es lesen, es ist jetzt keine Qual oder Zeitverschwendung...man muss es aber nicht gelesen haben. ;)

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Lux Domini" von Alex Thomas ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

8 Marktplatz-Angebote für "Lux Domini" ab EUR 4,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 4,00 1,65 Banküberweisung ThrillerLeserat te 100,0% ansehen
wie neu 4,00 2,50 Banküberweisung peschi51 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,00 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Frazzi87 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,50 2,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Mardel 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,50 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,50 2,55 Banküberweisung Fehu 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,75 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
wie neu 19,95 1,90 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchrausch 99,8% ansehen