Logik des Schreckens - Augustinus, Aurelius

Aurelius Augustinus 

Logik des Schreckens

De diversis quaestionisbus ad Simplicianum I 2. Die Gnadenlehre von 397. Lateinisch-Deutsch

Latein.-Dtsch. Übertr. v. Walter Schäfer. Hrsg. u. erkl. v. Kurt Flasch
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Logik des Schreckens

Ein Schlüsseltext Alteuropas ist neu zu entdecken: Nach 1600 Jahren ist Augustinus von Hippos Entwurf der christlichen Gnadenlehre - De diversis quaestionibus ad Simplicianum 12 - erstmals ins Deutsche übersetzt worden. Der Augustin-Forscher Kurt Flasch zeigt: Dieser Text markiert eine epochale Wende in der Geschichte des Denkens, der Politik und der Kultur.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 17, 5 cm
  • Gewicht: 205g
  • ISBN-13: 9783871620232
  • ISBN-10: 3871620238
  • Best.Nr.: 04059917
"Was in Flaschs Folgerungen aufscheint, ist, jenseits punktueller Polemik und begründbarer Neueinschätzung, etwas für die europäische Selbstreflexion grundlegend Neues ...: die Verfremdung der christlichen Kirchengeschichte zu einer anthropologisch begründeten Religionsgeschichte. ... Der Text liegt - vorzüglich übersetzt - vor, der Kommentar hat das Problem auf die denkbar schärfste, dabei stilistisch brillante Weise formuliert." (Gustav Seibt, F.A.Z.)
Aurelius Augustinus, 354-430 n.Chr., stammte aus Nordafrika und war Rhetoriklehrer in Karthago, Rom und Mailand. Nach seinem Bekehrungserlebnis 387 ließ; er sich von Bischof Ambrosius in Mailand taufen. Rückkehr nach Afrika; nach Klosterleben und Priesterweihe wurde er Bischof von Hippo. Schon zu Lebzeiten war er im gesamten Abendland berühmt als Prediger, Berater und Kämpfer gegen verschiedene Sekten. Heute gilt er als der größte lateinische Kirchenlehrer des christlichen Altertums.

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Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 14.10.2010 ***** ausgezeichnet
Dies ist ein lesenswertes Buch dem man sich jedoch nur Leser wünscht, die eine kritische Distanz zum Gelesenen wahren können. Kurt Flasch nimmt einen Text von Augustinus, analysiert diesen allein und ohne Kontext und verabsolutiert die Aussage als DIE Gnadenlehre des Augustinus, die dann fürwahr fruchtbar erscheinen muss. Diese Methode ist für Flasch die erklärt einzig redliche und er glaubt auch, dass auch nur diese Augustinus gerecht wird.
Das Falsche an diesem Buch ist, dass der Kontext und Adressat nicht beschrieben wird. Augustinus hat in diesem Brief zielgenau eine Extremposition angenommen um die elitäre Haltung der Adressaten zu erschüttern, welche sich durch ihre guten Werke gerechtfertigt glaubten. Diese Extremposition als die Augustinische Gnadenlehre zu deklarieren hat bei Flasch schon fast manische Züge. Der Text wirkt auf den Leser gelegentlich peinlich triumphierend. Den Willen, Augustinus jetzt endlich in seiner Schrecklichkeit erwischt zu haben, kann Flasch - der Augustinus offensichtlich in einer Hassliebe verbunden ist - nur schwerlich unterdrücken. Trotzdem: Gut übersetzt und stringend argumentiert. Das Kernproblem ist, dass ein theologisches Thema mit philosophischer Ratio überzogen wird.

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