Literatur und Nicht-Wissen

Literatur und Nicht-Wissen

Historische Konstellationen 1730-1930

Herausgegeben von Bies, Michael; Gamper, Michael
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Literatur und Nicht-Wissen

Die Behauptung von Wissen erfordert stets eine Abgrenzung von dem, was es nicht ist. Dabei wird ein Nicht-Wissen formiert, das zunächst als zu beseitigendes Substrat bei der Wissenserweiterung erscheint, gleichzeitig aber die Dynamik von Kenntnisgewinnungsprozessen befördert. Elemente von Nicht-Wissen sind deshalb unabdingbare Bestandteile moderner Wissensparadigmen. Literatur nimmt diese Verschränkungen von Wissen und Nicht-Wissen auf, indem sie deren Dialektik darstellt, verarbeitet und reflektiert. Dabei wird sie selbst zu einer Agentin in Wissensprozessen, die sich oft in Bereichen positioniert, in denen Wissenschaften keine exakten Ergebnisse erzielen können oder dürfen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes stellen grundlegende Überlegungen zu diesem intrikaten Verhältnis an, arbeiten die prominente strategische Position der Literatur in den Wissenskulturen heraus und untersuchen ihre historische Prägnanz an verschiedenen Konstellationen zwischen 1730 und 1930.Mit Beiträgen von Michael Bies, Roland Borgards, Ru776;diger Campe, Susanne Du776;well, Michael Gamper, Achim Geisenhanslu776;ke, Rainer Godel, Manuela Gu776;nter, Dieter Heimböckel, Eva Johach, Tobias Lachmann, Jutta Mu776;ller-Tamm, Cornelia Ortlieb, Nicolas Pethes, Virginia Richter, Stefan Rieger, Peter Schnyder, Anne Seitz, Sören Stange, Marcus Twellmann, Stefan Willer und Uwe Wirth.


Produktinformation

  • Verlag: Diaphanes
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 448 S.
  • Seitenzahl: 439
  • Deutsch
  • Abmessung: 232mm x 154mm x 38mm
  • Gewicht: 770g
  • ISBN-13: 9783037341896
  • ISBN-10: 3037341890
  • Best.Nr.: 34664976
Michael Bies, geb. 1979, Literaturwissenschaftler, Mitarbeiter am Projekt "Gattungsexperimente" an der ETH Zürich.