Lipshitz - Cooper, T.

Lipshitz

Roman

T. Cooper 

Aus d. Amerikan. v. Brigitte Jakobeit
Broschiertes Buch
 
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Lipshitz

1907: Als in Russland Pogrome ausbrechen, wandert Familie Lipshitz mit ihren Kindern nach Amerika aus. Doch als sie Ellis Island erreichen, ist Ruben, der Jüngste, verschwunden. Zwanzig Jahre später sieht Mutter Esther ein Bild von Charles Lindbergh in der Zeitung. Für sie ist jeder Zweifel ausgeschlossen: Lindbergh ist ihr verlorener Sohn.
2002: T Cooper, letzter Spross der Lipshitz, kauft sich einen Modellbausatz von Lindberghs Flugzeug und baut ihn zusammen - fest entschlossen, für die Fragezeichen in der Familienchronik endlich eine Antwort zu finden.

Spiegel-Bestseller


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 489 S.
  • Seitenzahl: 496
  • Fischer Taschenbücher Bd.17614
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 125mm x 28mm
  • Gewicht: 375g
  • ISBN-13: 9783596176144
  • ISBN-10: 359617614X
  • Best.Nr.: 23319567
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Sie war Teil der besseren Backstreet Boys. Zusammen mit ihren Freundinnen perfektionierte Genderaktivistin T Cooper das Spiel mit den Geschlechtergrenzen und tourte als Teil der vermeintlichen Boyband The Backdoor Boys um die Welt. Inzwischen bringt die 36-jährige Wahl-New-Yorkerin auch den Block der bürgerlichen Literaturliebhaberinnen zum Kreischen. Völlig zu Recht, denn Coopers zweiter Roman gehört ins Bücherregal neben Jonathan Franzen oder Jeffrey Eugenides. In "Lipshitz" nutzt sie drei Viertel der Romanstrecke, um die Geschichte einer jüdischen Familie zu erzählen, die Anfang des letzten Jahrhunderts von Russland nach Amerika emigriert. Und Cooper berichtet mit allen Finessen des traditionellen, epischen Erzählens vom fünfjährigen Sohn Ruben, der bei der Ankunft in New York verloren geht und für immer unauffindbar bleibt. Allerdings nicht für seine Mutter: Als Charles Lindbergh 1927 sein Nonstopflug von New York nach Paris gelingt, glaubt sie, ihren Sohn in dem Starpiloten wiederzuerkennen und hält viele Jahre an diesem Glauben fest. Dann folgt mit Seite 359 der Bruch, und die Handlung setzt 60 Jahre später in 2002 wieder ein. Statt eines auktorialen Erzählers …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.01.2007

Eigentlich eine Frau
Gender Studies, literarisch: T Coopers „Lipshitz”
Haben Jugendkulturen Geschichtsbewusstsein? T Coopers Familienroman „Lipshitz” schlägt eine Brücke von den Pogromen des zaristischen Russland in die Rapper-Szene New Yorks. Doch T Coopers Auftritte in Deutschland brachten dann gleich eine doppelte Überraschung. Zum einen erkannte ein scharfsichtiger Rundfunkkollege, was die geschlechtsneutrale Autorenvita des Marebuchverlags unterschlagen hatte: Dass T Cooper, Jahrgang 1972, „eigentlich weiblichen Geschlechts, also eine Frau” ist. Zum anderen begannen T Coopers Hände nach dem erzählerischen Wechsel von der Zarenzeit und den frühen Jahren der Familie Lipshitz in Texas hin zur Eminem-Ära plötzlich mitzusprechen.
Es gibt also eine unverkennbare Schwelle in diesem mit Verve und Humor geschriebenen Roman. Sie liegt da, wo die Rekonstruktion von Familiengeschichte endet, und T Coopers Selbstschöpfung als Rapper und Verspötterin der latent homoerotischen Boy-Group-Szene beginnt, die sie mit ihrer Band „The Backdoor Boys” gewissermaßen unter der Gürtellinie parodiert hatte. Es ist zugleich auch die Schwelle zwischen der Ironie …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.04.2007

Weißblond bin auch ich
Ein ganz starkes Stück: Der Familienroman von T Cooper

"Dann geben dir teure New Yorker Colleges Geld, damit du dort studierst, weil du unter eine geographische (oder andere) Quote fällst, und schon befindest du dich unter den großkotzigsten, nervendsten, von sich selbst eingenommensten, dramatischsten und letztendlich langweiligsten Leuten." Der Quotentod aber, die Mediokrität, ereilt die Erzählerin des Romans "Lipshitz" nicht, ist sie sich doch bewusst, "allermindestens besser als jeder einzelne von ihnen" zu sein.

Näher kommt die fiktive T Cooper der gleichnamigen New Yorker Autorin - mit Vornamen eigentlich (und ihr zu feminin) Teresa - wohl nirgends, denn so viel steht fest: Gut ist sie, ganz außergewöhnlich gut. Sie scheint ihrem epischen Talent nicht recht zu trauen und den fulminanten Gesellschaftsroman nach einer selbstreflexiven Wende im letzten Viertel in Stücke zu schlagen. Das jedoch bildet gerade den Gipfel jener Travestie, die eine so tragende Rolle in diesem Buch spielt, dessen amerikanisches Original vor nicht einmal einem Jahr erschienen ist. Auf der nur vermeintlichen Metaebene des fingierten …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Die Rezensentin Wiebke Porombka zeigt an drei historischen Romanen (Bernd Schroeders "Hau", Felicitas Hoppes "Johanna" und T. Coopers "Lipshitz"), was der historische Roman der Gegenwartsliteratur beizubringen hat: die Reflexion über das Verhältnis von Fakt und Fiktion und den Willen zur bedingungslosen, poetischen Aneignung des Geschehenen. In "Lipshitz" erzähle T. Cooper die Geschichte ihrer eigenen Familie, die in den 20er Jahren aus Russland in die USA ausgewandert ist. Beim Verlassen des Schiffes, erzählt die Rezensentin, geht der fünfjährige Ruben verloren und bleibt unauffindbar. Die Mutter versperre jedoch allem Vergessen oder Verdrängen den Weg, indem sie Jahre später der wahnhaften Überzeugung verfällt, es könne sich bei dem heldenhaften Piloten Charles Lindbergh nur um den verschwundenen Ruben handeln. Der letzte Teil des Buches, der etwas abrupt in die Gegenwart springt und sich mit den Umständen seiner eigenen Entstehung beschäftigt (ein Pappkarton auf dem elterlichen Dachboden), birgt für die Rezensentin den eigentlichen Reiz des Romans. Cooper nähere sich der Erinnerung auf fast "schnodderige" Weise, schwinge sich zu keinerlei metaphysischen Betrachtungen empor, doch ihr Schreiben setze den poetischen Willen zur Aneignung um: "Nicht ein Fitzel ist wahr, auch wenn einige Vorfälle stimmen, und andere auch, obwohl ich sie erfunden habe."

© Perlentaucher Medien GmbH
T Cooper ist kein Pseudonym. T wurde 1972 in Los Angeles geboren, zog nach New York, gründete die Boy-Band ›The Backdoor Boys‹ und ging als T-Rok auf Welttournee. Danach begann T Romane zu schreiben und gab "A Fictional History of the United States with Huge Chunks Missing" heraus. T lebt mit Hund Murray (11) im East Village in Manhattan.


Kundenbewertungen zu "Lipshitz" von "T. Cooper"

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Bewertung von silstagar aus Kingsluther am 28.10.2009   ausgezeichnet
Ein mitreißendes Stück Literatur. Historienroman und Familiensaga in einem, die Mischung ist gelungen. Spannende Erzählung und Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte: Vom antisemitischen Zarenreich bis in die Neue Welt. Der Autorin schafft es, alle Figuren bis ins Hier und Jetzt realistisch und authentisch zu beschreiben ...und das von einer Rapperin?! Schreiben kann sie jedenfalls.

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