Limit - Schätzing, Frank
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Frank Schätzing 

Limit

Roman

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Limit

2025: Bahnbrechende Technologien haben die Raumfahrt revolutioniert. In einem atemlosen Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element, das sämtliche Energieprobleme der Welt zu lösen verspricht. Zur selben Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, entwickelt sich zu einer albtraumhaften Jagd, denn die ebenso schöne wie anstrengende Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Die Spur führt rund um den Erdball - und zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen eine bedrohliche Entdeckung macht.


Produktinformation

  • Verlag: (Fischer (Tb.), Frankfurt)
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 1311 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 1312
  • Fischer Taschenbücher Bd.18488
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 125mm x 56mm
  • Gewicht: 772g
  • ISBN-13: 9783596184880
  • ISBN-10: 3596184886
  • Best.Nr.: 32561496

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Andreas Rosenfelder spricht Frank Schätzings über tausend Seiten langem Sciencefiction-Thriller "Limit" literarische Qualitäten rundweg ab und gibt sich trotzdem als begeisterter Leser zu erkennen. Denn auch wenn der Rezensent jede Menge eher trivial klingende Sätze in dieser im Jahr 2025 gleichermaßen auf dem Mond und der Erde spielenden Geschichte gefunden hat, keiner, schwärmt er hingerissen, kann so derart treffend Alltagssituationen schildern und Dialoge schreiben wie Schätzing. Vielleicht liegt ein Geheimnis seiner Bestsellers überhaupt darin, dass seine Geschichten, auch wenn sie in der Zukunft angesiedelt sind, gleichzeitig so nah an unserer Gegenwart sind, mutmaßt der Rezensent, der feststellen muss, dass nicht nur die Internetrecherche in Schätzings Roman so mühsam ist wie eh und je, sondern man für einen Hotelaufenthalt auf dem Mond nach wie vor Zahnbürste und Shampoo mitnehmen muss. Mit Überraschung konstatiert Rosenfelder zudem, dass die durchaus kenntnisreichen und gut recherchierten Exkurse zu Sonnenkollektoren auf dem Mond oder gar Mies van der Rohes Architektur mitunter sogar stärkeren Sog entfalten als die Thrillerhandlung. Und so kommt er am Ende zu dem Schluss, dass Schätzing, obzwar kein Gelehrter wie Umberto Eco, kein Besessener wie Dan Brown und auch nicht so "verschroben" wie Stephen King, einfach ein grandioser Geschichtenerfinder ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.10.2009

All inklusive
Frank Schätzings neues Buch „Limit” erforscht den Mond und die Grenzen des Thrillers
Es ist eine Unart, vielleicht aber auch nur eine Torheit, spannungsvoll gemeinte Bücher in die Hand zu nehmen, hinten aufzublättern, um das Ende noch vor dem Anfang zu lesen. Man will wissen, wie es ausgeht – und weiß die Neugier nicht zu zügeln. Einen gibt es allerdings im deutschsprachigen Raum, bei dem dieses Vorgehen gerechtfertigt ist: Frank Schätzing.
An diesem Montag kommt Schätzings neues Buch „Limit” in den Handel (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009, 1328 S., 26 Euro). Man war darauf gespannt nach dem Millionenerfolg „Der Schwarm” von 2004, der weltweit gelesen wurde, gerade vor den ersten Dreharbeiten in Hollywood steht und den 52-jährigen Kölner Thriller-Autor endgültig in die Crichton-Forsyth-Brown-Liga bugsiert hat. Wie bei diesen Autoren lohnt es sich auch bei Schätzing, die Bücher von hinten nach vorne zu lesen. Nicht deshalb, weil man auf diese Weise erfährt, ob die Erde gerade noch rechtzeitig gerettet und die Verschwörung aufgedeckt wird. Nicht, weil man beruhigenderweise ahnt, dass der angezettelte …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Auch auf dem Mond gibt's frisches Sushi

Quarks & Co: Warum Frank Schätzings neuer Bestseller "Limit" keine Literatur ist - und warum man das Buch trotzdem mögen muss

Von Andreas Rosenfelder

Eigentlich ist das ja eine Unverschämtheit - so einen Klotz von 1328 Seiten abzuliefern, wenn man nicht gerade den "Zauberberg" geschrieben hat, und selbst der kam mit 1008 Seiten aus. Jenseits der Tausend-Seiten-Grenze beginnt das Hochgebirge der Literatur, das überlässt man den Thomas Manns, Heimito von Doderers und ausnahmsweise vielleicht einmal einem David Foster Wallace.

Mit alldem hat Frank Schätzings neuer Roman "Limit" nichts zu tun. Er ist länger als der "Ulysses", aber er besteht komplett aus Sätzen wie: "Chen blinzelte misstrauisch." Oder: "Theoretisch landen wir bei 0° auf der Kelvin-Skala, was -273° Celsius entspricht, dem absoluten Nullpunkt." Aus solchen Sätzen macht man Megaseller, aber keine Literatur. Und trotzdem ist "Limit" ein großer Spaß, wenn auch naturgemäß kein unendlicher.

Man darf eben nicht den Fehler machen, Schätzing als Literaten zu betrachten. Er trägt prollige Lederjacken, er macht Werbung für …

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"Ideenreich und intelligent konzipiert, süffig geschrieben: ein guter deutscher Unterhaltungsroman, der endlich einmal die wirklich wichtigen Fragen stellt und überzeugend beantwortet: Wie kommen wir billig auf den Mond? Was haben dort verloren? Und vor allem: was gibt's da zu essen?" (Denis Scheck in "Druckfrisch", ARD)
Frank Schätzing, geboren 1957, lebt gleich mehrere Leben. Als Kreativchef einer Werbeagentur, Musiker und Musikproduzent, begeisterter Hobbykoch und seit Mitte der Neunziger als Schriftsteller. Frank Schätzing gehört zu den erfolgreichsten deutschen Spannungsautoren und lebt und arbeitet in Köln. Er erhielt den KölnLiteraturpreis 2002.

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Kundenbewertungen zu "Limit" von "Frank Schätzing"

18 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.3 von 5 Sterne bei 18 Bewertungen **** gut)
***** ausgezeichnet
 
(6)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
 
(5)
***** weniger gut
 
(4)
***** schlecht
 
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Bewertung von Bernd aus GP am 26.04.2012 ***** ausgezeichnet
Sensationell - das Buch war als Leseprobe auf dem Trekstor-Ebookreader und schon nach der 4.oder 5.Seite war mir klar, dass das ein Kauf wird.Manchmal sind die 30 Minuten Zugfahrt, die ich zur Lektüre nutze so schnell vorbei, daß ich am liebsten sitzen bleiben möchte.

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Bewertung von Simone aus Hemer am 21.10.2011 ***** sehr gut
Traut Euch!
Obwohl "Limit" ein richtig dicker Wälzer ist, fiel es mir nicht schwer ihn durchzulesen.
Das von Schätzinge erdachte Zukunftsszenario ist sehr interessant und auch wenn mehrere Handlungsstränge parallel laufen und erst spät zusammenfinden, konnte ich doch dem roten Faden folgen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich einige politische Stellen großzügig überlesen habe, da dies (leider) nicht zu meinem Interessengebiet zählt.
Aber Hut ab vor so viel Recherche, die Schätzing erarbeitet haben muss.
Mir gefiel der Roman gut bis sehr gut und man sollte sich nicht von der hohen Seitenzahl abschrecken lassen.
Wo sonst bekommt man noch so viel Buch für so wenig Geld? ;-)

1 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von christilaudi aus Horb a.N. am 22.05.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch spielt in der Zukunft, es handelt sich sehr viel um die Raumfahrt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es in der Zukunft spielt. Es ist sehr spannend.

5 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Soldier aus 70736 Fellbach am 04.05.2011 ***** gut
Der Leser sollte stets sehr ausgeruht an dieses Buch gehen.
Unkonzentriertheit verzeiht dieses Buch nicht, da die Vorgänge Erde - Mond sehr schnell wechseln
oder manchmal etwas schnell ineinander übergehen. Einige Textpassagen erscheinen doch sehr
utopisch. Also keine leichte Bettlektüre.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Gabriela aus Berlin am 25.03.2011 ***** schlecht
Ich kann mich meinem "Vorschreiber Buchwurm" nur anschließen. Wer Lautlos oder Der Schwarm gelesen hat, wird ganz zwangsläufig Schätzing-Fan. So habe auch ich ungeduldig auf die Veröffentlichung von Limit gewartet und war unglaublich enttäuscht. Was war denn da mit Schätzing los, als er dieses konfuse Buch geschrieben hat??? Ich kann mir das nur so erklären, dass er als Erfolgsautor unter wahnsinnigem Druck gestanden hat, dem dieses Buch zum Opfer gefallen ist. Oder ihm ist sein Erfolg zu Kopf gestiegen, so dass er meinte, sich keine Mühe mehr geben zu müssen. Es ist langatmig, die Handlung schlecht konstruiert, die Personen überzogen, die Ereignisse vorausschaubar und mit wenig Phantasie gespickt. Ich habe bis zur letzten Seite durchgehalten und mich geärgert. Limit ist nicht mehr, als das Drehbuch für einen schlechten Hollywood-Action-Film. Viel Geballer, wenig großes Kino. Schade!

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Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • TheKasimir57 am 24.08.2011
    Schade, schade und nochmals schade um die verlorene Zeit mit diesem Buch! Unsinnige Handlungssprünge, kitschige Phrasendrescherei und unsinnige Formulierungsakrobatik! Schon richtig, da muss jemand …mehr
     (Inhalt anstößig?)

11 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Zebrafink aus Köln am 14.06.2010 ***** ausgezeichnet
Ein spannendes und unterhaltsames Buch, von der ersten bis zur letzten Seite. Ganz kurz gesagt: eben ein echter Schätzing-Roman.

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7 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von drachenfels aus Bad Honnef am 17.05.2010 ***** gut
In diesem Buch geht es um den Web-Detektiv Owen Jericho, der im Auftrag eines Feundes die hübsche Dissidentin Yoyo ausfindig machen soll. Währenddessen decken eine Reisegruppe auf dem Mond eine Verschwörung auf.
Ich bin eigentlich ein Feund von dicken Schinken aber die ersten 300 Seiten waren schwer zu lesen. Aus der Sicht von von Jericho ist die Story sehr spannend erzählt, aber die andere sicht zieht sich sehr hin. Ich empfehle den Schwarm.

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10 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Tina W. am 06.03.2010 ***** gut
Bei diesem Buch wird einem doch ab und zu Durchhaltevermögen abverlangt. Die ersten Seiten sind durchaus schwierig, aber wenn man "Der Schwarm" kennt, schafft man das.
Es ist aber doch so gut geschrieben, dass man immer weiterlesen muß.
Allerdings fand ich die letzten 300 Seiten sehr langatmig und es ging dann doch des öfteren die Spannung verloren.
Man muß schon Schätzing-Fan sein, um sich durch das Buch zu kämpfen.

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9 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Buchwurm aus Ober-Ramstadt am 28.02.2010 ***** weniger gut
Diese Entscheidung ist mir wirklich schwer gefallen, aber ich habe es nun doch getan. Ich habe bei diesem Buch aufgegeben. Hatte ich mich doch nach solch tollen Büchern wie "Der Schwarm" und "Nachrichten aus einem anderen Universum" auf den neuen Wissenschaftsthriller gefreut und ihn gleich vorbestellt.
Als ich das Buch dann in Händen hielt (sogar schon am Samstag in der Post vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin) freute ich mich riesig und begann sofort zu lesen. Und es begann absolut vielversprechend. Toll geschrieben und wirklich richtig spannend. Auch wenn es mir schnell so vorkam, dass ich nach der Lektüre des Buches wahrscheinlich ein Diplom in Astrophysik hätte machen können. Ich las und las, doch dann kam immer mehr diese Geschichte um die komische Yoyo aus China und den Webdetective Owen Jericho ins Spiel und ich dachte: "Na gut, das wird später schon irgendeinen Sinn ergeben und die beiden Geschichten werden sich zusammen führen". Doch ich las weiter und weiter und es kam immer mehr China und immer weniger Mond in diesem Buch vor und langsam fühlte ich mich ein wenig verar... Auch im China des Jahres 2025 ist alles toll beschrieben und die Science Fiction ist genial, aber ich hatte einfach etwas vollkommen anderes erwartet. Und so habe ich nun, nach fast 800 Seiten, schweren Herzens beschlossen, das Buch aufzugeben, da ich bisher vielleicht 200 Seiten dabei hatte, die auf dem Mond und der (wie ich dachte, eigentlichen Geschichte) spielten, und der Rest in China, was ich absolut langweilig finde. Habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf das Buch und zwischenzeitlich schon 2 andere gelesen. Ich weiß selbst nicht, ob es nun daran liegt, dass man für die Lektüre des Buches einfach 2 Wochen Urlaub braucht, in denen man dann in Ruhe 300 Seiten am Tag lesen kann, in denen man dann in die Geschichte hinein findet oder ob es für mich einfach doch nicht das richtige war. Jedenfalls hab ich es nun schweren Herzens bei Ebay versteigert und widme meine Zeit lieber Büchern, die mir eine Auszeit vom anstrengenden Alltag geben und nicht noch zusätzlich Kräfte zehren. Wirklich schade um die viele viele Arbeit von Herrn Schätzing...

(Rezension vom 25.10.2009)

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  • Leseratteilka aus Duisburg am 11.11.2010
    Habe mich sehr auf ein spannendes Buch von Schätzing gefreut. Bin aber dann zutiefst enttäuscht worden: langatmig und nur wenige Seiten Spannung, Der Spielort China mit den vielen chin. Namen sehr …mehr
     (Inhalt anstößig?)

23 von 28 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kantasiak aus Würzburg am 21.02.2010 ***** gut
Wie bereits in "Der Schwarm" greift der Autor ganz verschiedene aktuelle Themen auf und läßt sie Teil der Handlung werden. Im Zentrum (oder einem der Zentren, das Buch ist eher ein Geflecht mit mehreren Hauptthemen) steht z.B. die eigentlich alte Idee eines Weltraum-Fahrstuhls, die aber in den letzten Jahren mit der Entwicklung der Kohlenstoff-Nanoröhren zum ersten Mal in den Bereich des Möglichen gerückt ist.
Und hier liegt auch eine der Stärken des Buches: Es macht den Raumlift und alles andere mit Raumfahrt Verbundene, wie Mondshuttles, eine grosse Orbitalstation, ein Hotel auf dem Mond und die geringe Schwerkraft dort wunderbar detailliert erlebbar. Als würde es bereits existieren, so realistisch sind die Beschreibungen. Also wer noch nie auf dem Mond war - nach dem Buch glaubt man dort gewesen zu sein...;)

Verbunden mit dem Raumlift ist eine Entwicklung, die durch das Ende des Kalten Krieges erst möglich geworden ist, im Buch in Gestalt von Julian Orley und seiner Firma: Private Firmen, die die Raumfahrtentwicklung vorantreiben. Einige Rezensenten meinten in Julian Orley den britischen Unternehmer Richard Branson wiederzuerkennen, der mit SpaceshipTwo momentan im Begriff ist, Raumfahrtgeschichte zu schreiben. Abgesehen von einer ähnlichen Vorreiterrolle gibt es aber wesentliche Unterschiede: Richard Branson würde nie einen Unternehmens-Elefanten wie Orley Enterprises gründen, der im Roman dabei ist, den gesamten Rohstoffmarkt des Planeten umzukrempeln. Branson beschreibt in "Business stripped bare" eingehend seine Unternehmensphilosophie. Danach ist Virgin eine Venture-Kapital Firma aus vielen kleinen Unternehmen, die für sich viel flexibler sind als es ein Unternehmen wie Orley wäre, das ganz am Weltraum-Fahrstuhl und der Helium-3 Produktion auf dem Mond hängt. Hier ist mir "Limit" auch zu eindimensional gedacht: Ein einziger neuer Rohstoff als Komplettlösung der Energieprobleme der Erde? Unwahrscheinlich erscheint mir auch der Zeitraum: Innerhalb von 5 Jahren werden durch Helium-3 reihenweise grosse Ölfirmen an den Rand der Pleite gebracht. Und der Raumlift als Flaschenhals der Weltwirtschaft - naja.

Den Spannungsbogen über das gesamte Buch fand ich zwar gut, aber es gab grenzwertige Stellen. Nach etwa der Hälfte des Buches hatte ich den Tiefpunkt beim Lesen: Die Erklärungen waren immer wieder sehr langatmig, so dass ich mich gefragt habe, ob ich überhaupt weiterlesen will. Hier meine ich auch: Weniger wäre mehr gewesen. Grob 500 Seiten hätte der Roman ruhig kürzer sein dürfen. Aber ich habe durchgehalten und es hat sich gelohnt: Im letzten Drittel nimmt die Handlung deutlich Fahrt auf und nimmt viele unerwartete Wendungen - Kategorie Actionthriller. Wendungen kündigen sich immer schon ein paar Seiten vorher in Form kleiner Hinweise an, so dass sie für den Leser Sinn ergeben, auch das ist eine Reminiszenz an Kino-Krimis.
Ausserdem gibt es u.a. interessante Einblicke in die Welt privater Sicherheitsfirmen, die in den letzten 20 Jahren einen Boom durchgemacht haben und zur Sammelstelle für Privatkrieger und ehemalige Agenten geworden sind.

Nicht so recht weiss ich, was ich von der Schilderung von Geisteskrankheit (soll wohl manisch-depressiv sein) bei Lynn Orley halten soll. Zu Beginn fand ich es sehr einfühlsam und realistisch, aber als die Situation im Mondhotel eskaliert, zunehmend klischeehaft und wie mir scheint, ohne wirklichen Einblick. Besonders Lynns Verhalten, während sie angeblich den "Verstand verloren" hat, kommt mir wie Effekthascherei vor.
An anderen Stellen dagegen spielt der Autor mit Klischees: Der Blick auf das Ehepaar Rogaschow ändert sich gegen Ende des Buches unerwartet.
Ansonsten sind mir im Buch immer wieder Versatzstücke aus Filmen aufgefallen, Bilder, die man schon mehrmals gesehen hat. Zum Beispiel der Kampf in der Raumstation, bei dem die Aussenschleuse geöffnet wird und die Luft entweicht, woraufhin sich einer am anderen festhält.

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