Limbach-Oberfrohna, die größte Stadt in der nördlichen Umgebung von
Chemnitz, war einst die Wiege der sächsischen Strumpfindustrie. Eng
mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist der Kutscher Johann
Esche, dessen Wirkstühle die Grundlage für eine rasche Verbreitung
der Wirkerei schufen. Auch andere Zweige der Textilindustrie
siedelten sich hier an, so dass aus dem einstigen Rittergutsdorf
Limbach eine Industriestadt wurde. Durch die Vereinigung mit
Oberfrohna im Jahr 1950 zur Doppelstadt nahm die Bedeutung als
Industriestandort zu. Herbe Einschnitte in die traditionelle
Produktion gab es in der Nachwendezeit, bedingt durch eine völlig
neue Wettbewerbssituation. Durch Eingemeindung von Bräunsdorf,
Kändler, Pleißa sowie der Doppelgemeinde Wolkenburg-Kaufungen in
den Jahren 1998 - 2000 erstreckt sich die heutige Große Kreisstadt
von der Chemnitzer Stadtgrenze bis in das Tal der Zwickauer Mulde.
Neben industriellen Traditionen findet man heute in
Limbach-Oberfrohna auch die ländliche Ruhe und Abgeschiedenheit.
Zahlreiche, meist noch etwas verborgene Sehenswürdigkeiten warten
darauf, entdeckt zu werden.