Das Leben einer Bäuerin vom Kaiserreich bis ins wiedervereinigte
Deutschland.
Lieschen hieß sie, ein Kindername, den sie auch als Greisin noch
trug. Geboren 1906 in eine nur an Nachwuchs reiche Bauernfamilie,
lernte sie von frühauf das entbehrungsreiche Leben in der
ländlichen Mark Brandenburg kennen. In ihrem Lebensrückblick
berichtet Lieschen von einer Kindheit in archaischer Einfachheit,
von Krieg und Frieden, Zeiten der Krise, Jahren bescheidener Blüte
und dem ewiggleichen Kreislauf der Jahreszeiten. Lieschen redet,
wie ihr der Schnabel gewachsen ist - eine kluge, humorvolle und zu
Herzen gehende Stimme aus einer uns längst fernen ländlichen Welt.
Lieschen Strassenburg wurde 1906 als Jüngste von acht Geschwistern
in Brügge bei Pritzwalk/Prignitz geboren. Nach dem Besuch der
Dorfschule heiratete sie 1930 und kaufte mit ihrem Mann einen Hof
bei Heiligengrabe. Nach dem frühen Tod ihres Mannes führte sie den
Hof bis zur Kollektivierung 1960, danach arbeitete sie bis zur
Verrentung 1981 für die Landwirtschaftliche
Produktionsgenossenschaft vor Ort. 1994 starb sie auf ihrem Hof.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20