Liebesnähe - Ortheil, Hanns-Josef

Hanns-Josef Ortheil 

Liebesnähe

Roman

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Liebesnähe

Welche Sprache spricht die Liebe?
Ein Mann und eine Frau treffen in einem Hotel im Alpenvorland ein. Sie bemerken einander und tauschen von da an geheime Zeichen aus. Kleine Botschaften, Hinweise auf Lektüren und Musikstücke - und ohne dass sie auch nur ein einziges Wort miteinander wechseln, verwickeln sie sich in das Mysterium der Annäherung und einer ungewöhnlichen Liebe, für die nur die Liebe selber zählt.

»Liebesnähe« ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich zufällig in einem einsam gelegenen Hotel treffen. Vom ersten Augenblick dieser Begegnung an erleben beide eine rasch wachsende Anziehung. Sie sind zu vorsichtig, miteinander zu sprechen und verlegen sich stattdessen auf ein virtuoses Spiel von Zeichen und Andeutungen. Im Hintergrund dieser Annäherung zieht die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als geheime Mittlerin ihre eigenen Fäden: Sie »füttert« die beiden Liebenden mit Büchern, die - wie der Liebestrank in »Tristan und Isolde« - eine ganz eigene, magische Wirkung entfalten und aus dem Liebesspiel schließlich ein kaum noch durchschaubares Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem machen.

»Liebesnähe« ist nach den Romanen »Die große Liebe« (2003) und »Das Verlangen nach Liebe« (2007) der dritte Band einer Trilogie von in sich abgeschlossenen Romanen, in denen es um das Geheimnis der Liebesverständigung geht. »Liebesnähe« greift aber auch die Themen von stummer und sprachlicher Kommunikation in Ortheils letztem Roman »Die Erfindung des Lebens« auf: Erst langsam entdecken die Liebenden die jeweils eigene Sprache der Liebe mit all ihrem unverwechselbarem Vokabular.


Produktinformation

  • Abmessung: 225mm x 147mm x 40mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783630873039
  • ISBN-10: 3630873030
  • Best.Nr.: 33333788
"Ortheil schreibt die spannendsten und auch poetischsten deutschen Liebesgeschichten unserer Zeit." -- Gert Scobel / 3satbuchzeit<br/><br/>"Ein ungewöhnlicher, spannender Roman darüber, wie sich ein Mann und eine Frau annähern, ohne miteinander zu sprechen. Es ist eines seiner schönsten Bücher." -- Ulrich Wickert / buchreport.express<br/><br/>"Ihm ist ein wunderschönes Liebesmärchen gelungen. Sinnlich, traumhaft, auch kulinarisch." -- Christel Freitag / NDR Kultur

"Ihm ist ein wunderschönes Liebesmärchen gelungen. Sinnlich, traumhaft, auch kulinarisch."

"Ein Buch wie ein Traum. Entrückt vom Alltag und entschleunigt von dessen Hektik." Allgemeine Zeitung (Mainz)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.02.2012

Wenn Papiertiger lieben
Konzeptgefühl: Hanns-Josef Ortheils "Liebesnähe"

Die Liebe ist eine Himmelsmacht. Sie befeuert den Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil zu immer neuen Experimenten am mysteriösen Objekt der Begierde. Je verzwickter die Lage, je undurchschaubarer die erotischen Verhältnisse, desto begieriger macht er sich auf zu immer neuen Expeditionen, um ein ozeanisches Gefühl zu enträtseln. Am spannendsten gelang ihm das mit seinem Bestseller "Die große Liebe" (2003), der die konfliktreiche Begegnung zwischen einer italienischen Meeresbiologin und einem deutschen Fernsehredakteur schildert. Bereits in etwas kitschige Schieflage geriet vier Jahre später der Roman "Das Verlangen nach Liebe" (2007), der Feldforschung auf dem Gebiet der romantischen Liebe betrieb.

Jetzt beschließt Ortheil seine Trilogie der Leidenschaft mit "Liebesnähe", einem Roman, der nochmals die Verzückung der Annäherung und die Inbrunst großer Emotionen feiert. Wieder schlägt die literarische Stunde der Passion. Aber ach, es ist ein Papiertiger, der einsam auf dem Pfad der Begierde durch unwegsames Dschungelgebiet schleicht. "Liebesnähe", ein ziselierter …


Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Misslungen scheint Pia Reinacher dieser letzte Teil einer Trilogie, mit der der Autor den Versuch unternimmt, dem GefÃŒhl Liebe literarischen Ausdruck zu verleihen. Oder geht es doch bloß um Sex? Reinacher ist da gar nicht sicher. Allerdings spielt das auch kaum eine Rolle, denn der Roman zÃŒndet nicht, bewegt nichts bei der Rezensentin, außer dem GefÃŒhl, einem heillos ÃŒberreflektierten Papiertiger begegnet zu sein, einer Passion, die den Namen nicht verdient, einem StÃŒck Konzeptliteratur, das zwischen Mann und Frau (hier: in einem Grandhotel in den Bergen) bildungsbÃŒrgerliche VersatzstÃŒcke bewegt. RÀtselhaft, meint Reinacher, aber ohne Geheimnis.

© Perlentaucher Medien GmbH
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren, er lebt in Stuttgart, Hildesheim und Wissen a.d. Sieg. Er gehört zu den bedeutenden deutschen Schriftstellern der Gegenwart, sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Brandenburger Literaturpreis und dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. 2009 erhielt Hanns-Joseph Ortheil den Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis der Stadt Alzey. Der Autor lehrt als Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim.

Leseprobe zu "Liebesnähe" von Hanns-Josef Ortheil

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Kundenbewertungen zu "Liebesnähe" von "Hanns-Josef Ortheil"

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Bewertung von Peter aus Schaffhausen am 28.01.2012 ***** schlecht
Der Roman ist im Grossen und Ganzen ein sehr langweiliger Roman. Die Protagonisten werden nicht in ihrer intrapsychischen Wirklichkeit dargestellt. Es gibt immer wieder nur umständliche Beschreibungen von Begebenheiten. Hier werden Menschen nur schemenhaft beschrieben. Der Erzählfluss ist mühsam bei schlecht verwendeten Stil. Bestimmte verwendete Wörter werden nicht gut gesetzt, um das zu beschreiben, was vermutlich beschrieben werden soll. Die Frage des Lesenden ist, weshalb muss man ein Paar beschreiben, dass sich eben nicht gemäss einer klassischen Zuwendung und Zuneigung hingeben möchte. Das Buch mag vielleicht ein neuer Ansatz darstellen, aber ein Klassiker der modernen Deutschen Literatur wird es ganz bestimmt nicht werden. Es fehlt die wahrhaftige emotionale Nähe und Anteilnahme innerhalb des Beschreibens von Vorgängen und von Menschen, die in sich ihre Liebe zu entdecken suchen.

An dieser Stelle empfehle ich ganz einfach das Buch: Liebeswunsch von D. Wellershoff.
Wenn man diese beiden Romane gegenüberstellt, weiss man, welche Tiefe in der Ausdruckskraft und im Beschreiben des Ringens nach Verständnis von Menschen dem Roman von Ortheil eigentlich fehlt.

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