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Liebesläufe
Eine Familiengeschichte
Aus d. Französ. v. Rolf u. Hedda Soellner
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: DTV
- 2003
- Ausstattung/Bilder: 2003. 303 S.
- Seitenzahl: 303
- dtv Taschenbücher Nr.13084
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 120mm x 16mm
- Gewicht: 250g
- ISBN-13: 9783423130844
- ISBN-10: 3423130849
- Best.Nr.: 11198828
Leseprobe zu "Liebesläufe"
Produktbeschreibung zu "Liebesläufe"
Beschreibung
Vergangenes beschwören, das bedeutet, Scherben zerbrochenen Glases aneinanderzufügen, fehlende Mosaiksteinchen zu ersetzen. Marguerite Yourcenar war darin eine hohe Meisterin. Auf bewegende Weise schildert sie in den unvollendet gebliebenen und postum erschienenen Liebesläufen das Dreiecksverhältnis zwischen ihrem Vater, dem Spieler und Verführer Michel de Crayencour, der schönen, unkonventionellen Jeanne und deren Mann Egon von Reval, einem avantgardistischen Musiker.
Jeannes verspäteter Beileidsbrief zum Tod von Crayencours zweiter Gattin, Marguerite Yourcenars im Kindbett verstorbener Mutter, bildet den Auftakt zu einer großen Liebe, an der die Liebenden ein Leben lang festhalten werden. Doch Jeanne will ihren Mann nicht verlassen, obwohl ihre Ehe immer bedrohlicher überschattet wird von Egons homosexuellen Eskapaden und Skandalen.
Ganz nebenbei entwirft die große Kosmopolitin in kunstvoll gebrochenen Perspektiven ein faszinierendes Zeitpanorama: Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Erstmals spricht Marguerite Yourcenar in ihrer autobiographischen Familiengeschichte nun auch von sich, von ihren Eindrücken der Jahre in Mont-Noir, ihrer prägenden Lektüre der Klassiker und dem Erlebnis ihrer ersten erotischen Empfindungen.
Rezension
"Keinen Moment hat man den Eindruck, in einem Fragment zu blättern, so viel aphoristisch verdichtete Klugheit, so viel Formwille, psychologisches Feingefühl und evokative Kraft steckt darin." (Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
Rezension
"Keinen Moment hat man den Eindruck, in einem Fragment zu
blättern, so viel aphoristisch verdichtete Klugheit, so viel
Formwille, psychologisches Feingefühl und evokative Kraft steckt
darin." Ulrich Weinzierl in der 'Frankfurter Allgemeinen
Zeitung'
"Das Lebensabenteuer dieser jungen Holländerin [Jeanne von
Reval] bildet für sich allein schon einen - obendrein wahren -
Roman von erstaunlicher Schönheit. [...] Marguerite Yourcenars
Genie liegt ganz ohne Frage in der Fähigkeit, jede individuelle
Lebensgeschichte in Schicksal zu verwandeln. [...] Ihre Stärke
liegt, Theodor Fontane nicht unähnlich, in großen Tableaus, in
weiten Horizonten, im langsamen, tiefen Atem des Erzählens."
Michel Tournier in der 'Welt am Sonntag'
Rezension
"Keinen Moment hat man den Eindruck, in einem Fragment zu
blättern, so viel aphoristisch verdichtete Klugheit, so viel
Formwille, psychologisches Feingefühl und evokative Kraft steckt
darin." (Ulrich Weinzierl, Frankfurter Allgemeinen
Zeitung)
"Das Lebensabenteuer dieser jungen Holländerin [Jeanne von
Reval] bildet für sich allein schon einen – obendrein wahren –
Roman von erstaunlicher Schönheit. […] Marguerite Yourcenars Genie
liegt ganz ohne Frage in der Fähigkeit, jede individuelle
Lebensgeschichte in Schicksal zu verwandeln. […] Ihre Stärke liegt,
Theodor Fontane nicht unähnlich, in großen Tableaus, in weiten
Horizonten, im langsamen, tiefen Atem des Erzählens." (Michel
Tournier, Welt am Sonntag)
Autorenporträt zu "Marguerite Yourcenar"
Marguerite Yourcenar, geb. 1903 in Brüssel, studierte in Frankreich und England, bis sie, nach zahlreichen Reisen durch Europa, Amerika und den Vorderen Orient, Professorin für französische Literatur in New York wurde. Nachdem sie 1963 den Prix Combat und 1968 den Prix Femina erhalten hatte, wurde sie 1971 in die Academie Royale Belge und 1980 als erste Frau in die Academie francaise aufgenommen. 1987 starb sie in den Vereinigten Staaten. In den Familiengeschichten und autobiographischen Romanen 'Gedenkbilder', 'Lebensquellen' und 'Liebesläufe' hat sie vor allem ihrem Vater und der europäischen Gesellschaft des 19. und einsetzenden 20. Jahrhunderts ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
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