Liebe - Precht, Richard David

Liebe

Ein unordentliches Gefühl

Richard David Precht 

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Liebe

"Ein Buch, das sich an alle richtet, die Liebes-Ratgebern nicht trauen, aber trotzdem wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat!" -- Richard David Precht

"Der Bestsellerautor Richard David Precht legt nun mit seinem neuen Buch 'Liebe. Ein unordentliches Gefühl' Erörterungen über Wesen und Wirken der romantischen Liebe vor und trifft damit den Geist der Zeit." -- dpa

"Ein sehr informativer, kurzweiliger Nichtratgeber, der die Liebe nur fast entzaubert - zum Glück." -- Freundin

Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise: Wie bereits in "Wer bin ich" unternimmt er eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe - an deren Unordentlichkeit wir uns am Ende wohl gewöhnen müssen!
Heiter und augenzwinkernd führt Precht den Leser durch den Parcours der Liebe.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 397 S.
  • Seitenzahl: 400
  • Goldmann Arkana
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 146mm x 38mm
  • Gewicht: 640g
  • ISBN-13: 9783442311842
  • ISBN-10: 3442311845
  • Best.Nr.: 24923692

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Was für ein Verriss! Es geht nicht um ein unordentliches Gefühl in diesem Buch, wie Malte Dahlgrün in seiner harschen Kritik zu Richard David Prechts Bestseller feststellt, es geht um die Unordentlichkeit der Themenbehandlung durch den geschwätzigen Autor. Nicht nur dass Precht laut Dahlgrün keine Ahnung hat von der Liebe aus emotionspsychologischer Sicht, für den Rezensenten überstrapaziert der Autor das Genre des populären Sachbuches auch in einer Weise, die stellenweise glauben macht, Oliver Pocher habe das Buch geschrieben. Fassungslos steht Dahlgrün vor der Inkompetenz und der Großspurigkeit Prechts, wenn dieser bedeutende Vertreter und Theorien aus der Evolutionsbiologie und der evolutionären Psychologie verhöhnt, ohne sie, wie der Rezensent erkennen muss, auch nur ansatzweise verstanden zu haben. Dahlgrüns Warnung ist deutlich: Dieses Buch steckt voller fachlich irrelevanter, falscher oder lachhafter Aussagen und unzusammenhängender Analyseansätze. Liebe, meint Dahlgrün, ist ein schillernder Begriff, den einer wie Precht nicht zu präzisieren vermag. Hände weg von diesem unordentlichen Buch!

© Perlentaucher Medien GmbH

Was für ein Verriss! Es geht nicht um ein unordentliches Gefühl in diesem Buch, wie Malte Dahlgrün in seiner harschen Kritik zu Richard David Prechts Bestseller feststellt, es geht um die Unordentlichkeit der Themenbehandlung durch den geschwätzigen Autor. Nicht nur dass Precht laut Dahlgrün keine Ahnung hat von der Liebe aus emotionspsychologischer Sicht, für den Rezensenten überstrapaziert der Autor das Genre des populären Sachbuches auch in einer Weise, die stellenweise glauben macht, Oliver Pocher habe das Buch geschrieben. Fassungslos steht Dahlgrün vor der Inkompetenz und der Großspurigkeit Prechts, wenn dieser bedeutende Vertreter und Theorien aus der Evolutionsbiologie und der evolutionären Psychologie verhöhnt, ohne sie, wie der Rezensent erkennen muss, auch nur ansatzweise verstanden zu haben. Dahlgrüns Warnung ist deutlich: Dieses Buch steckt voller fachlich irrelevanter, falscher oder lachhafter Aussagen und unzusammenhängender Analyseansätze. Liebe, meint Dahlgrün, ist ein schillernder Begriff, den einer wie Precht nicht zu präzisieren vermag. Hände weg von diesem unordentlichen Buch!

© Perlentaucher Medien GmbH
Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Autor, wurde 1964 in Solingen geboren. Er promovierte 1994 an der Universität Köln und arbeitete seitdem für nahezu alle großen deutschen Zeitungen und Sendeanstalten. Für seine journalistische Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen.§Precht war Fellow bei der "Chicago Tribune". Im Jahr 2000 wurde er mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet. Richard David Precht lebt in Köln und Luxemburg.

Leseprobe zu "Liebe" von Richard David Precht

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Dies ist ein Buch über Frauen und Männer. Und über etwas sehr schönes Seltsames, das zwischen ihnen passieren kann - die Liebe. Die Liebe ist das beliebteste Thema des Menschen. Romane ohne Liebe sind selten, Filme ohne Liebe noch seltener. Auch wenn wir nicht immer über die Liebe reden, so ist sie uns gleichwohl immer wichtig. Möglicherweise war das nicht immer so in der Geschichte der Menschheit. Aber heute, so scheint es, ist dies der Stand der Dinge. Kein Deo wandert ohne Liebesversprechen über den Ladentisch, und keinem Popsong fällt noch ein anderes wichtiges Thema ein.

Das Thema Liebe ist gewaltig. Es umfasst nahezu alles. Von "Warum gibt es überhaupt Mann und Frau?" bis "Was muss ich tun, um meine Ehe zu retten?". Und es ist uferlos. Man kann Frauen mit schiefergrauen Augen lieben und Vollmondnächte in der Taiga. Man kann seine Gewohnheiten lieben und Männer, die Zahnpastatuben ordentlich ausdrücken. Man kann Siamkatzen lieben und blutige Steaks, den Kölner Karneval und buddhistische Klosterstille, Bescheidenheit, einen Sportwagen und seinen Herrgott. Man kann all dies getrennt lieben. Man kann es parallel lieben. Und manches sogar gleichzeitig.

Von all diesem vielen Lieben und Liebenswerten geht es in diesem Buch nur um das eine: um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner. Ein Buch über die Liebe kann man nicht schreiben, und dies ist kein Buch über alles. Das Thema Frau und Mann (auch Frau und Frau und Mann und Mann) ist schwierig genug. Denn die geschlechtliche Liebe ist hoch verdächtig; als ein Sujet nämlich, an dem sich zwar die besten Dichter, aber nur selten die klügsten Philosophen versucht haben.

So wichtig sie uns ist, in der abendländischen Philosophie gilt die geschlechtliche Liebe seit Platon als U-Musik. Solange Philosophen den Menschen über seine Vernunft definierten, war die Liebe kaum mehr als ein Unfall, eine Verwirrung der Gefühle mit bedauerlichen Folgen für den umnebelten Verstand. Gefühle als Herren oder Herrinnen unserer Seele waren lange disqualifiziert. Denn was man nicht als vernünftig ausweisen konnte, darüber wollte man lieber schweigen. Die bekannten Ausnahmen in der Geschichte der Philosophie bestätigen diese Regel. Friedrich Schlegel, Arthur Schopenhauer, Sören Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Jean-Paul Sartre, Roland Barthes, Michel Foucault oder Niklas Luhmann mögen noch so viel Bedenkenswertes über die Liebe gesagt haben - mit einer Vorlesungsreihe über die Liebe macht sich ein Philosoph in der akademischen Welt bis heute verdächtig, und der Spott seiner Kollegen ist ihm sicher. Die Philosophie ist ein sehr konservatives Fach, und die Vorbehalte sitzen tief. Wahrscheinlich gibt es bis heute weit mehr intelligente philosophische Bücher über formale Logik oder über das Kategorienproblem bei Kant als über die Liebe.

Im Gegenzug allerdings wird niemand allen Ernstes auf die Idee kommen wollen, die Probleme der formalen Logik wichtiger für das Menschsein zu finden als die Liebe. Doch mit den Skalpellen der Philosophie, so scheint es, lässt sie sich schwer sezieren. "Die Liebe ist die unbegreiflichste, weil grundloseste, selbstverständlichste Wirklichkeit des absoluten Bewusstseins", meinte Karl Jaspers. Sie ist schlüpfrig und schwer zu fassen. Aber haben es die Psychologen leichter? Oder gar, wie es neuerdings scheinen will, die Chemiker und Biologen? Wissen sie, wo sie herkommt, die Liebe, und warum sie so oft dahingeht? Und was macht sie mit uns in der Zwischenzeit?

Die Liebe ist das vielleicht wichtigste Thema an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaft. Sie erschließt sich weder durch Logik noch durch eine philosophische "Letztbegründung". Aber sollte man deshalb den Statistikern das Feld überlassen, den Meinungsumfragen, den Psycho-Experimenten, den Blutanalysen und Hormontests?

Vielleicht ist die Liebe auch dafür zu kostbar. Zu wichtig und kompliziert auch für die schlauen Ratgeber zum Liebes- und Beziehungsmanagement. Ihre Zahl ist nahezu unbegrenzt, ihr Einluss schwer abzuschätzen, aber sicher zu fürchten. All die klugen Tipps, die verraten, mit welchem Geheimplan man den richtigen Partner oder die richtige Partnerin findet, wie man seine Liebe jung hält, wie man ein feuriger Liebhaber oder eine feurige Liebhaberin wird und bleibt. All die Techniken über und unter der Bettdecke, das Handwerk und die "Kunst des Liebens" wurden handlich beschrieben. Und die verballhornte Hirnforschung verrät uns in hundert Titeln, warum Frauen mit der rechten Gehirnhälfte denken und Männer mit der linken und weshalb Männer eben nichts im Kühlschrank finden und Frauen nicht einparken können. Männer werden durch Sex glücklich und wollen immer auf die Venus. Frauen dagegen suchen die Liebe oder zumindest ein Mars, denn auch Schokolade macht Frauen glücklich. Man muss also nur das richtige Buch lesen, und man lernt sich und den anderen endlich kennen. Alles wird gut. Und wenn schon nicht im wirklichen Leben, so immerhin auf den Buchseiten.

Tatsächlich wissen wir nicht sehr viel. Und die Frage nach Mann und Frau und ihrer wechselseitigen Anziehung und Zuneigung ist ideologisch verhärteter als jede Politik. So wichtig sie uns ist - gerade bei der Liebe begnügen wir uns gerne mit Halbwissen und Halbwahrheiten. Angesichts der Bedeutung und der Brisanz des Themas ein erstaunlicher Befund. Wir sind froh für jede einfache Erklärung, lassen uns sagen, wie die Männer und die Frauen sind, obwohl wir in unserem täglichen Leben nur Charakteren begegnen und keinen Geschlechtern. Trotzdem sind wir bei den Antworten zumeist weniger wählerisch als beim Klingelton unseres Handys, den wir so lange aussuchen, bis wir meinen, dass er tatsächlich zu uns passt.

Gegen all dies ist es an der Zeit, die Frage nach Mann und Frau und nach der Liebe aus den alten und neuen Würgegriffen und Weltbildern zu befreien. Die Messlatte liegt hoch: "Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht", vermutete bereits Heinrich Heine. Vielleicht muss man es auch nicht selbst herausbringen wollen. Etwa, weil es die Liebe gar nicht gibt. Und vielleicht reicht es schon, den "Wahnsinn der Götter" des Philosophen Platon und das "Gespenst" des Moralisten La Rochefoucauld mit Worten gut zu umzingeln, auf dass sie sich genauer zu erkennen geben.

Die Liebe ist eine Welt, in der starke Emotionen bunte Vorstellungen auslösen. Das teilt sie mit der Kunst und mit der Religion. Auch hier haben wir es mit Vorstellungswelten zu tun, die ihren Wert in der unmittelbaren sinnlichen Erfahrung haben und nicht in Vernunft und Wissen. Man mag also meinen, dass diese gleitende Logik der Liebe ihren eigentlichen Platz nur in der Literatur haben kann, die sie, nach Ansicht mancher Philosophen und Soziologen, sogar erfunden haben soll. Aber sind wir mit den Dichtern wirklich schon am Ende?In einem Kapitel meines Buches Wer bin ich? hatte ich in einem kleinen Kapitel über die Liebe nur mit der Taschenlampe in den Nachthimmel geleuchtet.

Dies ist ein Buch über Frauen und Männer. Und über etwas sehr schönes Seltsames, das zwischen ihnen passieren kann - die Liebe. Die Liebe ist das beliebteste Thema des Menschen. Romane ohne Liebe sind selten, Filme ohne Liebe noch seltener. Auch wenn wir nicht immer über die Liebe reden, so ist sie uns gleichwohl immer wichtig. Möglicherweise war das nicht immer so in der Geschichte der Menschheit. Aber heute, so scheint es, ist dies der Stand der Dinge. Kein Deo wandert ohne Liebesversprechen über den Ladentisch, und keinem Popsong fällt noch ein anderes wichtiges Thema ein.

Das Thema Liebe ist gewaltig. Es umfasst nahezu alles. Von "Warum gibt es überhaupt Mann und Frau?" bis "Was muss ich tun, um meine Ehe zu retten?". Und es ist uferlos. Man kann Frauen mit schiefergrauen Augen lieben und Vollmondnächte in der Taiga. Man kann seine Gewohnheiten lieben und Männer, die Zahnpastatuben ordentlich ausdrücken. Man kann Siamkatzen lieben und blutige Steaks, den Kölner Karneval und buddhistische Klosterstille, Bescheidenheit, einen Sportwagen und seinen Herrgott. Man kann all dies getrennt lieben. Man kann es parallel lieben. Und manches sogar gleichzeitig.

Von all diesem vielen Lieben und Liebenswerten geht es in diesem Buch nur um das eine: um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner. Ein Buch über die Liebe kann man nicht schreiben, und dies ist kein Buch über alles. Das Thema Frau und Mann (auch Frau und Frau und Mann und Mann) ist schwierig genug. Denn die geschlechtliche Liebe ist hoch verdächtig; als ein Sujet nämlich, an dem sich zwar die besten Dichter, aber nur selten die klügsten Philosophen versucht haben.

So wichtig sie uns ist, in der abendländischen Philosophie gilt die geschlechtliche Liebe seit Platon als U-Musik. Solange Philosophen den Menschen über seine Vernunft definierten, war die Liebe kaum mehr als ein Unfall, eine Verwirrung der Gefühle mit bedauerlichen Folgen für den umnebelten Verstand. Gefühle als Herren oder Herrinnen unserer Seele waren lange disqualifiziert. Denn was man nicht als vernünftig ausweisen konnte, darüber wollte man lieber schweigen. Die bekannten Ausnahmen in der Geschichte der Philosophie bestätigen diese Regel. Friedrich Schlegel, Arthur Schopenhauer, Sören Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Jean-Paul Sartre, Roland Barthes, Michel Foucault oder Niklas Luhmann mögen noch so viel Bedenkenswertes über die Liebe gesagt haben - mit einer Vorlesungsreihe über die Liebe macht sich ein Philosoph in der akademischen Welt bis heute verdächtig, und der Spott seiner Kollegen ist ihm sicher. Die Philosophie ist ein sehr konservatives Fach, und die Vorbehalte sitzen tief. Wahrscheinlich gibt es bis heute weit mehr intelligente philosophische Bücher über formale Logik oder über das Kategorienproblem bei Kant als über die Liebe.

Im Gegenzug allerdings wird niemand allen Ernstes auf die Idee kommen wollen, die Probleme der formalen Logik wichtiger für das Menschsein zu finden als die Liebe. Doch mit den Skalpellen der Philosophie, so scheint es, lässt sie sich schwer sezieren. "Die Liebe ist die unbegreiflichste, weil grundloseste, selbstverständlichste Wirklichkeit des absoluten Bewusstseins", meinte Karl Jaspers. Sie ist schlüpfrig und schwer zu fassen. Aber haben es die Psychologen leichter? Oder gar, wie es neuerdings scheinen will, die Chemiker und Biologen? Wissen sie, wo sie herkommt, die Liebe, und warum sie so oft dahingeht? Und was macht sie mit uns in der Zwischenzeit?

Die Liebe ist das vielleicht wichtigste Thema an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaft. Sie erschließt sich weder durch Logik noch durch eine philosophische "Letztbegründung". Aber sollte man deshalb den Statistikern das Feld überlassen, den Meinungsumfragen, den Psycho-Experimenten, den Blutanalysen und Hormontests?

Vielleicht ist die Liebe auch dafür zu kostbar. Zu wichtig und kompliziert auch für die schlauen Ratgeber zum Liebes- und Beziehungsmanagement. Ihre Zahl ist nahezu unbegrenzt, ihr Einluss schwer abzuschätzen, aber sicher zu fürchten. All die klugen Tipps, die verraten, mit welchem Geheimplan man den richtigen Partner oder die richtige Partnerin findet, wie man seine Liebe jung hält, wie man ein feuriger Liebhaber oder eine feurige Liebhaberin wird und bleibt. All die Techniken über und unter der Bettdecke, das Handwerk und die "Kunst des Liebens" wurden handlich beschrieben. Und die verballhornte Hirnforschung verrät uns in hundert Titeln, warum Frauen mit der rechten Gehirnhälfte denken und Männer mit der linken und weshalb Männer eben nichts im Kühlschrank finden und Frauen nicht einparken können. Männer werden durch Sex glücklich und wollen immer auf die Venus. Frauen dagegen suchen die Liebe oder zumindest ein Mars, denn auch Schokolade macht Frauen glücklich. Man muss also nur das richtige Buch lesen, und man lernt sich und den anderen endlich kennen. Alles wird gut. Und wenn schon nicht im wirklichen Leben, so immerhin auf den Buchseiten.

Tatsächlich wissen wir nicht sehr viel. Und die Frage nach Mann und Frau und ihrer wechselseitigen Anziehung und Zuneigung ist ideologisch verhärteter als jede Politik. So wichtig sie uns ist - gerade bei der Liebe begnügen wir uns gerne mit Halbwissen und Halbwahrheiten. Angesichts der Bedeutung und der Brisanz des Themas ein erstaunlicher Befund. Wir sind froh für jede einfache Erklärung, lassen uns sagen, wie die Männer und die Frauen sind, obwohl wir in unserem täglichen Leben nur Charakteren begegnen und keinen Geschlechtern. Trotzdem sind wir bei den Antworten zumeist weniger wählerisch als beim Klingelton unseres Handys, den wir so lange aussuchen, bis wir meinen, dass er tatsächlich zu uns passt.

Gegen all dies ist es an der Zeit, die Frage nach Mann und Frau und nach der Liebe aus den alten und neuen Würgegriffen und Weltbildern zu befreien. Die Messlatte liegt hoch: "Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht", vermutete bereits Heinrich Heine. Vielleicht muss man es auch nicht selbst herausbringen wollen. Etwa, weil es die Liebe gar nicht gibt. Und vielleicht reicht es schon, den "Wahnsinn der Götter" des Philosophen Platon und das "Gespenst" des Moralisten La Rochefoucauld mit Worten gut zu umzingeln, auf dass sie sich genauer zu erkennen geben.

Die Liebe ist eine Welt, in der starke Emotionen bunte Vorstellungen auslösen. Das teilt sie mit der Kunst und mit der Religion. Auch hier haben wir es mit Vorstellungswelten zu tun, die ihren Wert in der unmittelbaren sinnlichen Erfahrung haben und nicht in Vernunft und Wissen. Man mag also meinen, dass diese gleitende Logik der Liebe ihren eigentlichen Platz nur in der Literatur haben kann, die sie, nach Ansicht mancher Philosophen und Soziologen, sogar erfunden haben soll. Aber sind wir mit den Dichtern wirklich schon am Ende?In einem Kapitel meines Buches Wer bin ich? hatte ich in einem kleinen Kapitel über die Liebe nur mit der Taschenlampe in den Nachthimmel geleuchtet.


Kundenbewertungen zu "Liebe" von "Richard David Precht"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Purzelchen aus Weltbürger, immer am Reisen durch die Lande in die Ferne am 08.02.2012   sehr gut
Gutes Werk, dass mir mein Uropa schenkte. Der blickt allerdings bis heute nicht durch, was es mit der Liebe so alles auf sich hat.
Liebe kann schön sein - - wenn sie erwidert wird. Ansonsten wird das Gefühl schnell "unordentlich", wie Precht es sagt. Denn man versucht dann den Partner für sich zu gewinnen und hofft, dass es dann doch irgendwann klappt mit Liebe und Partnerschaft.
Klappt es nicht, so macht sich monatelange, manchmal auch jahrelange Verbitterung breit, die erst durch eine neue gelingende Liebe allmählich schwinden kann.
Sex in der Partnerschaft kann schön sein, wenn die jeweiligen Partner gegenseitig rücksichtsvoll und achtsam miteinander umgehen und beide Spaß daran haben. Fühlt sich einer vom anderen eher bedrängt, so ist dies schon ein Zeichen, dass irgendwas in der Beziehung nicht mehr so rosig ist.
Insgesamt ein lesenswertes Buch, auch wenn man nachher genauso schlau ist wie vorher, denn "Liebe, Sex und Partnerschaft" sind ein kompliziertes Feld und laufen eher instinktiv und schicksalhaft ab.

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Bewertung von Monili84 aus Aachen am 23.10.2011   ausgezeichnet
Dieses Buch hat von allem Etwas: ein Bisschen Evolutionslehre, ein WEnig Gesellschaftskritik, und noch eine Prise Philosophie. Precht gilt nicht umsonst als Bestsellerautor für den Bereich Sachbücher.
Hier schafft er es, ein sehr komplexes, ich möchte sagen, beinah komplettes Bild der "Liebe" zu zeichnen. Sein Schreibstil ist wie immer nicht ganz so ernst und man muss dermaßen oft lachen. Alles in Allem stellt man aber oft fest, wie wahr die Inhalte sind. Der verliebte Leser findet auch einige romantisch anmutende Stellen u versteht bei all den Fakten der Biologie endlich, was in seinem Inneren durch das große Gefühl Liebe passiert. Danke Precht, dass du unsere unordentliche Gefühlswelt hiermit ein wenig aufräumst. Das Buch würde ich ohne schlechtes Gewissen jedem empfehlen. Ist eigentlcih für jede Zielgruppe ab 15+ was. Viele Fakten für den, der lieber rationale Infos aus Bücher zieht, zum Schmunzeln für die Singles u zum schwärmen für Verliebte!!!

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Bewertung von Dr. Sabine Friedrichs aus Erding am 14.04.2010   gut
Ich finde das Buch lesenswert, sofern man nicht erwartet, dass es einem eigene Erfahrungen und Ansichten zum Thema Liebe ersetzt.

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