Letzte Nacht - O'Nan, Stewart

Stewart O'Nan 

Letzte Nacht

Roman

Übersetzung: Thomas Gunkel
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Letzte Nacht

"An diesem kleinen Buch stimmt alles." (NZZ)

Ein grauer Winterabend Ende Dezember. Zum letzten Mal öffnet Manny, der Leiter eines kleinen Restaurants, die Tür, kontrolliert die Fritteuse, den Grill und die Eismaschine. Zum letzten Mal kommen die Angestellten zur Arbeit und binden sich ihre Schürzen um. Zum letzten Mal geht das Leben der Menschen im "Red Lobster" seinen gewohnten Gang, bevor es sich für immer verändern wird.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 157 S.
  • Seitenzahl: 157
  • rororo Taschenbücher Nr.24898
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 116mm x 17mm
  • Gewicht: 131g
  • ISBN-13: 9783499248986
  • ISBN-10: 3499248980
  • Best.Nr.: 26386129
«An diesem kleinen Buch stimmt alles.» (NZZ)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.06.2008

Die Illusion der Ewigkeit
Stewart O'Nans Allegorie auf die verpasste Liebe

Stephen King mag schon recht haben, wenn er diesen Roman von Stewart O'Nan - es ist der zehnte in knapp fünfzehn Jahren - "ein Buch über das Gute im Menschen" nennt, aber es lässt sich doch noch genauer sagen. Denn was es von dieser "Letzten Nacht" des Restaurants "Red Lobster" in einem mittelstädtischen Einkaufszentrum des Staates Connecticut zu erzählen gibt, ist vor allen Dingen, von der zweiten oder dritten Seite bis zum Schluss, eine herzbewegende, traurige Liebesgeschichte. Alles Weitere an dieser Winternacht vom 19. auf den 20. Dezember - der Schnee, die nörgeligen oder dankbaren Gäste, das Personal, kooperativ oder wütend - bildet im Grunde nur die Szenerie für die alte, immer wieder neue Geschichte von zwei Menschen, die einander lieben und dennoch aneinander vorübergehen. Allerdings ist die Kulisse so passend gewählt und so präzise gezeichnet, dass man sie vielfach schon für das Ganze des Buches genommen hat.

Das unrentable "Red Lobster", Filiale einer Restaurant-Kette, wird von der Geschäftsleitung geschlossen. Manny DeLeon, der Manager, und vier …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Begeistert ist Ulrich Rüdenauer von Stewart O'Nans neuem Roman "Letzte Nacht", einer typisch amerikanischen Chronik der Schwermut, wie Rüdenauer findet. Es geht um die Schließung des Restaurants "Red-Lobster" und dessen Inhaber Manny, der am letzten Abend über vergangene Momente und unerfüllte Träume nachdenkt und sich trotz allem weigert, die Sehnsucht nach "einer den Moment überdauernden Liebe" aufzugeben. Die langsam erzählte Darstellung sei charakteristisch für eine, wie er meint, einzigartige US-amerikanische Tradition: "Bilder zu produzieren, die etwas Allgemeingültiges haben" und die Wahrhaftigkeit menschlicher Sehnsucht vermitteln. Dies sei ferner auch noch die "größte Kunst Amerikas selbst". Deutsche Autoren kämen ganz schwer an die "melancholischsten, traurigsten, lebensdüstersten" Schriftsteller der USA heran, was er auf einen unaufdringlichen US-amerikanischen Schreibstil zurückführt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2007

Dieser Hummer ist redlich
Stewart O’Nan erweist mit seinem Roman „Letzte Nacht” dem Pflichtbewusstsein einfacher Leute Respekt
Kurz bevor Manny kapitulieren will, fährt ein luxuriöser Reisebus, begleitet von einem rot blinkenden Polizeiauto, auf den Parkplatz. Zahlreiche ältere Chinesen steigen aus. Sie müssen alle dringend eine Toilette aufsuchen. In einem anderen Fischrestaurant haben sie sich den Magen verdorben. Manny zeigt ihnen den Weg, hält frische Papiertücher bereit und bietet Eiswasser in Gläsern an. Zum Dank bekommt er ein freundliches Lächeln, dann ist die Gruppe wieder im dichten Schneefall verschwunden. Die Zahl der Gäste hat sich durch sie verdoppelt; dennoch ist in der Kasse kein Cent mehr als zuvor.
Mehrere Jahre stand Manny einer Filiale der „Red Lobster”-Kette in der amerikanischen Provinz vor: „Er hat Graffiti übertüncht, die cholesterinfreundliche Speisekarte empfohlen und seinen Leuten beigebracht, dass jede Kleinigkeit zählt, wenn man seinen Gästen ein tolles Esserlebnis bereiten will. Er hat alles getan, was man verlangt hat, und doch muss da noch etwas anderes gewesen sein, etwas, das ihm entgangen ist.” Denn …

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Stewart O'Nan wurde 1961 in Pittsburgh geboren und wuchs in Boston auf. Er arbeitete als Flugzeugingenieur und studierte in Cornwell Literaturwissenschaft. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Conneticut. Für sein Esrtlingsroman "Engel im Schnee" erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis.

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Kundenbewertungen zu "Letzte Nacht" von "Stewart O'Nan"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Polar aus Aachen am 13.02.2008 ***** ausgezeichnet
Stewart O'Nan ist der Meister der kurzen Form. Wie bei einer Novelle beschränkt er seine Geschichte in Letzte Nacht auf einen Ort, auf einen Tag, auf eine Handvoll Menschen, die im Übergang leben. Das Red Lobster schließt eine seiner Filialen, obwohl zumindest dem Geschäftsführer Manny nicht ganz klar ist, warum. So schlecht waren die Zahlen nicht. Einige seiner Mitarbeiter werden übernommen, für andere ist es der letzte Arbeitstag. Ein Bus Chinesen, denen übel ist, zwei eingeschlagene Windschutzscheiben, ein unartiges Kind und eine ausgestandene Affäre zwischen Manny und einer Angestellten: vielmehr passiert nicht. Und doch wird von dem ganzen Abenteuer erzählt, das die Menschheit abseits der Fernsehgeräte und Werbeversprechungen ausmacht. O’Nan gelingt es meisterhaft, in seinem kleinen Kosmos die Welt zu spiegeln. Seine Menschen funktionieren, obwohl draußen die Stadt im Schnee versinkt, sie warten auf Gäste, bedienen sie, schlagen sich mit eigenen Hoffnungen und Enttäuschungen herum und lassen keinen Zweifel daran, dass es nächste Woche, nächstes Jahr, an einem anderen Ort, in anderer Zusammensetzung nicht genauso ist. Der Held Manny macht sich selbst, als er wehmütig das Restaurant verläßt, noch Gedanken darüber, ob er alles zur Zufriedenheit seines Arbeitgebers erledigt, ob er nicht etwas abzuschalten vergessen hat. Währenddessen schwimmen die Lobster, die er zu viel bestellt hat, mit zugebundenen Scheren im Aquarium. Ein Bild, das auf die Menschen in dieser beeindruckenden Geschichte paßt. Die Lobster werden wohl in einer anderen Filiale verzehrt werden. Und Manny und seine Crew nie merken, dass ihre Scheren längst außer Gefecht gesetzt wurden.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Stewart O'Nan 

Letzte Nacht

Letzte Nacht - O'Nan, Stewart

Roman

Übersetzung: Thomas Gunkel

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  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 157 S.
  • Seitenzahl: 157
  • rororo Taschenbücher Nr.24898
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 116mm x 17mm
  • Gewicht: 131g
  • ISBN-13: 9783499248986
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Kurzbeschreibung

"An diesem kleinen Buch stimmt alles." (NZZ)

Beschreibung

Ein grauer Winterabend Ende Dezember. Zum letzten Mal öffnet Manny, der Leiter eines kleinen Restaurants, die Tür, kontrolliert die Fritteuse, den Grill und die Eismaschine. Zum letzten Mal kommen die Angestellten zur Arbeit und binden sich ihre Schürzen um. Zum letzten Mal geht das Leben der Menschen im "Red Lobster" seinen gewohnten Gang, bevor es sich für immer verändern wird.

20.06.2008

Die Illusion der Ewigkeit
Stewart O'Nans Allegorie auf die verpasste Liebe

Stephen King mag schon recht haben, wenn er diesen Roman von Stewart O'Nan - es ist der zehnte in knapp fünfzehn Jahren - "ein Buch über das Gute im Menschen" nennt, aber es lässt sich doch noch genauer sagen. Denn was es von dieser "Letzten Nacht" des Restaurants "Red Lobster" in einem mittelstädtischen Einkaufszentrum des Staates Connecticut zu erzählen gibt, ist vor allen Dingen, von der zweiten oder dritten Seite bis zum Schluss, eine herzbewegende, traurige Liebesgeschichte. Alles Weitere an dieser Winternacht vom 19. auf den 20. Dezember - der Schnee, die nörgeligen oder dankbaren Gäste, das Personal, kooperativ oder wütend - bildet im Grunde nur die Szenerie für die alte, immer wieder neue Geschichte von zwei Menschen, die einander lieben und dennoch aneinander vorübergehen. Allerdings ist die Kulisse so passend gewählt und so präzise gezeichnet, dass man sie vielfach schon für das Ganze des Buches genommen hat.

Das unrentable "Red Lobster", Filiale einer Restaurant-Kette, wird von der Geschäftsleitung geschlossen. Manny DeLeon, der Manager, und vier …

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09.10.2007

Dieser Hummer ist redlich
Stewart O’Nan erweist mit seinem Roman „Letzte Nacht” dem Pflichtbewusstsein einfacher Leute Respekt
Kurz bevor Manny kapitulieren will, fährt ein luxuriöser Reisebus, begleitet von einem rot blinkenden Polizeiauto, auf den Parkplatz. Zahlreiche ältere Chinesen steigen aus. Sie müssen alle dringend eine Toilette aufsuchen. In einem anderen Fischrestaurant haben sie sich den Magen verdorben. Manny zeigt ihnen den Weg, hält frische Papiertücher bereit und bietet Eiswasser in Gläsern an. Zum Dank bekommt er ein freundliches Lächeln, dann ist die Gruppe wieder im dichten Schneefall verschwunden. Die Zahl der Gäste hat sich durch sie verdoppelt; dennoch ist in der Kasse kein Cent mehr als zuvor.
Mehrere Jahre stand Manny einer Filiale der „Red Lobster”-Kette in der amerikanischen Provinz vor: „Er hat Graffiti übertüncht, die cholesterinfreundliche Speisekarte empfohlen und seinen Leuten beigebracht, dass jede Kleinigkeit zählt, wenn man seinen Gästen ein tolles Esserlebnis bereiten will. Er hat alles getan, was man verlangt hat, und doch muss da noch etwas anderes gewesen sein, etwas, das ihm entgangen ist.” …

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Kundenbewertungen zu "Letzte Nacht" von "Stewart O'Nan"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertung):
5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von Polar aus Aachen am 13.02.2008
*****
ausgezeichnet
Stewart O'Nan ist der Meister der kurzen Form. Wie bei einer Novelle beschränkt er seine Geschichte in Letzte Nacht auf einen Ort, auf einen Tag, auf eine Handvoll Menschen, die im Übergang leben. Das Red Lobster schließt eine seiner Filialen, obwohl zumindest dem Geschäftsführer Manny nicht ganz klar ist, warum. So schlecht waren die Zahlen nicht. Einige seiner Mitarbeiter werden übernommen, für andere ist es der letzte Arbeitstag. Ein Bus Chinesen, denen übel ist, zwei eingeschlagene Windschutzscheiben, ein unartiges Kind und eine ausgestandene Affäre zwischen Manny und einer Angestellten: vielmehr passiert nicht. Und doch wird von dem ganzen Abenteuer erzählt, das die Menschheit abseits der Fernsehgeräte und Werbeversprechungen ausmacht. O’Nan gelingt es meisterhaft, in seinem kleinen Kosmos die Welt zu spiegeln. Seine Menschen funktionieren, obwohl draußen die Stadt im Schnee versinkt, sie warten auf Gäste, bedienen sie, schlagen sich mit eigenen Hoffnungen und Enttäuschungen herum und lassen keinen Zweifel daran, dass es nächste Woche, nächstes Jahr, an einem anderen Ort, in anderer Zusammensetzung nicht genauso ist. Der Held Manny macht sich selbst, als er wehmütig das Restaurant verläßt, noch Gedanken darüber, ob er alles zur Zufriedenheit seines Arbeitgebers erledigt, ob er nicht etwas abzuschalten vergessen hat. Währenddessen schwimmen die Lobster, die er zu viel bestellt hat, mit zugebundenen Scheren im Aquarium. Ein Bild, das auf die Menschen in dieser beeindruckenden Geschichte paßt. Die Lobster werden wohl in einer anderen Filiale verzehrt werden. Und Manny und seine Crew nie merken, dass ihre Scheren längst außer Gefecht gesetzt wurden.
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05.09.2008

Begeistert ist Ulrich Rüdenauer von Stewart O'Nans neuem Roman "Letzte Nacht", einer typisch amerikanischen Chronik der Schwermut, wie Rüdenauer findet. Es geht um die Schließung des Restaurants "Red-Lobster" und dessen Inhaber Manny, der am letzten Abend über vergangene Momente und unerfüllte Träume nachdenkt und sich trotz allem weigert, die Sehnsucht nach "einer den Moment überdauernden Liebe" aufzugeben. Die langsam erzählte Darstellung sei charakteristisch für eine, wie er meint, einzigartige US-amerikanische Tradition: "Bilder zu produzieren, die etwas Allgemeingültiges haben" und die Wahrhaftigkeit menschlicher Sehnsucht vermitteln. Dies sei ferner auch noch die "größte Kunst Amerikas selbst". Deutsche Autoren kämen ganz schwer an die "melancholischsten, traurigsten, lebensdüstersten" Schriftsteller der USA heran, was er auf einen unaufdringlichen US-amerikanischen Schreibstil zurückführt.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Autorenporträt zu "Stewart O'Nan"

Stewart O'Nan wurde 1961 in Pittsburgh geboren und wuchs in Boston auf. Er arbeitete als Flugzeugingenieur und studierte in Cornell Literaturwissenschaft. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Avon, Connecticut. Für seinen Erstlingsroman "Engel im Schnee" erhielt er den 1993 William-Faulkner-Preis.

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