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Lebensquellen
Eine Familiengeschichte
Aus d. Französ. v. Rolf u. Hedda Soellner
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: DTV
- 2003
- Ausstattung/Bilder: 2003. 301 S.
- Seitenzahl: 301
- dtv Taschenbücher Nr.13083
- Deutsch
- Abmessung: 189mm x 119mm x 16mm
- Gewicht: 252g
- ISBN-13: 9783423130837
- ISBN-10: 3423130830
- Best.Nr.: 11198793
Produktbeschreibung zu "Lebensquellen"
Kurzbeschreibung
Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Familiengeschichte steht der
Vater Marguerite Yourcenars, Michel de Crayencour. Mit kritischer
Distanz und einfühlsamer Liebe beschreibt sie sein Leben und
zeichnet auf unnachahmliche Art ein Panorama des 19.
Jahrhunderts.
Beschreibung
Die Welt der Vorfahren ihres Vaters: Von der Renaissance über die Epoche der Französischen Revolution bis zum Übergang des Fin de siècle verfolgt Marguerite Yourcenar in diesen ›Lebensquellen‹ die Spuren ihrer väterlichen Sippe, bis sie im Porträt des Vaters, Michel de Crayencour, gipfeln, der die Züge des Dandys mit denen des Abenteurers in sich vereint. Wie ein Roman liest sich das Leben ihres Vaters: Zweimal meldet er sich zum Kriegsdienst, zweimal desertiert er; er reist quer durch ganz Europa von Casino zu Casino und umgibt sich mit schönen Frauen; eine seiner erotischen Eskapaden führt ihn für Jahre nach England...
Nicht die Geschichte bestimmt sein Leben, sondern sein Leben wird zur Geschichte, zum Spiel mit den Möglichkeiten. Mit kritischer Distanz und einfühlsamer Liebe beschreibt die Grande Dame der französischen Literatur sein Leben und zeichnet dabei auf unnachahmliche Art ein Panorama des neunzehnten Jahrhunderts.
Rezension
»Genealogie ist meist langweilig; Adlige, die über Onkel und
Kusinen plaudern, nervtötend. Die Crayencour, die ihren nicht so
ganz urwüchsigen Adelsnamen in Yourcenar umstellte, ist eine
hinreißende Lebendigmacherin.« (Werner Ross, Frankfurter Allgemeine
Zeitung)
»Was den Leser fesselt, ist die Intelligenz der Autorin. Es ist der
große Vorzug ihrer Bücher […], daß man sich beim Lesen in ein
Gespräch mit einer gebildeten und kultivierten Frau begibt. Die
Yourcenar vermittelt ein Lebensgefühl, das nicht zu beschreiben
ist, sie versetzt den Leser in eine andere Geisteshaltung.«
(Christoph Graf Schwerin, Die Welt)
»Die Meisterschaft, mit welcher diese Familiengeschichte
geschrieben worden ist, macht die Lektüre spannend, macht sie zu
einem Bilderbuch der Vergangenheit. […] Von der "guten alten
Zeit" ist in diesen Lebensquellen nichts zu finden,
das sei als Vorwarnung angegeben. Daß es so und nicht anders war,
daran wird jedoch keiner zweifeln, der die Kunst der Yourcenar,
ihre Seriosität, ihre melancholische Weitsicht schon lange kennt
und schätzt.« (Ilse Leitenberger, Die Presse)
Rezension
"Genealogie ist meist langweilig; Adlige, die über Onkel und
Kusinen plaudern, nervtötend. Die Crayencour, die ihren nicht so
ganz urwüchsigen Adelsnamen in Yourcenar umstellte, ist eine
hinreißende Lebendigmacherin." Werner Ross in der
'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'
"Was den Leser fesselt, ist die Intelligenz der Autorin. Es
ist der große Vorzug ihrer Bücher [...], daß man sich beim Lesen in
ein Gespräch mit einer gebildeten und kultivierten Frau begibt. Die
Yourcenar vermittelt ein Lebensgefühl, das nicht zu beschreiben
ist, sie versetzt den Leser in eine andere Geisteshaltung."
Christoph Graf Schwerin in der 'Welt'
"Die Meisterschaft, mit welcher diese Familiengeschichte
geschrieben worden ist, macht die Lektüre spannend, macht sie zu
einem Bilderbuch der Vergangenheit. [...] Von der 'guten alten
Zeit' ist in diesen 'Lebensquellen' nichts zu finden,
das sei als Vorwarnung angegeben. Daß es so und nicht anders war,
daran wird jedoch keiner zweifeln, der die Kunst der Yourcenar,
ihre Seriosität, ihre melancholische Weitsicht schon lange kennt
und schätzt." Ilse Leitenberger in 'Die Presse'
Autorenporträt zu "Marguerite Yourcenar"
Marguerite Yourcenar, geb. 1903 in Brüssel, studierte in Frankreich und England, bis sie, nach zahlreichen Reisen durch Europa, Amerika und den Vorderen Orient, Professorin für französische Literatur in New York wurde. Nachdem sie 1963 den Prix Combat und 1968 den Prix Femina erhalten hatte, wurde sie 1971 in die Academie Royale Belge und 1980 als erste Frau in die Academie francaise aufgenommen. 1987 starb sie in den Vereinigten Staaten. In den Familiengeschichten und autobiographischen Romanen 'Gedenkbilder', 'Lebensquellen' und 'Liebesläufe' hat sie vor allem ihrem Vater und der europäischen Gesellschaft des 19. und einsetzenden 20. Jahrhunderts ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
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