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Lebenslust
Über Risiken und Nebenwirkugen des Gesundheitswahns
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Droemer/Knaur
- 2006
- Überarb. u. aktualis. Ausg.
- Ausstattung/Bilder: Überarb. u. aktualis. Ausg. 2006. 287 S.
- Seitenzahl: 287
- Deutsch
- Abmessung: 19, 5 cm
- Gewicht: 351g
- ISBN-13: 9783426274095
- ISBN-10: 3426274094
- Best.Nr.: 20861316
Produktbeschreibung zu "Lebenslust"
Beschreibung
Vor lauter Fitnesskult und Selbstkasteiung haben wir schon fast vergessen, was das Leben ausmacht. Höchste Zeit für die Verteidigung der Lust, höchste Zeit, etwas gegen den Gesundheitswahn zu tun!
Scharfsinnig und unterhaltend analysiert der renommierte Psychotherapeut und begnadete Essayist Manfred Lütz, wie Gesundheit zu einer fundamentalistischen Religion geworden ist, und feuert satirische Breitseiten auf das übertriebene Streben nach Hyper-Fitness und einem Alter ohne Falten. Vor allem aber setzt Lütz an die Stelle der heiligen Kuh "Gesundheit" ein ganzheitliches Konzept, bei dem der Spaß am Leben nicht länger ein künstliches Produkt der Gesundheitsindustrie ist.
31.07.2002
Karneval der Leiden
Martin Lütz lehrt mit Witz die Kunst, zu leben und zu
sterben
Gegenüber dem gotischen Goslarer Rathaus steht die alte
Rats-Apotheke. Über ihrem Eingang thront unter barockem Baldachin
die Göttin Hygieia, "Gesundheit". Direkt ihr gegenüber
grüßt aus einer Nische am Rathaus eine wohlgeformte steinerne
gotische Madonna. Was die beiden Damen sich wohl zu sagen haben?
Die Göttin der Gesundheit kann darauf hinweisen, daß sie älter sei,
und die Madonna wird klagen, daß schon damals, in den Anfängen der
Religion ihres Sohnes, die antiken Gesundheitskulte, wie des
Äskulap und Serapis, die schärfsten Konkurrenten des Christentums
waren. Zeitweilig hat dann die Madonna gesiegt, zwischen 200 und
1900. Die Gründe: Das Christentum ging tiefer, denn hier ist Gott
selbst dicht dran am Menschen und an seinem Leid, und es verband
Religion und Krankenpflege.
Doch nun regt sich neben alldem sonstigen verbreiteten Neuheidentum
auch die antike Gesundheitsreligion wieder, als hätte es nie das
Christentum gegeben. Manfred Lütz nennt daher in seinem neuen
philosophischen Werk das Christentum die "Altreligion",
und dieses angesichts …
Kundenbewertungen zu "Lebenslust" von "Manfred Lütz"
Bewertung von LEO aus NRW am 28.06.2010
2. Das Hörbuch wird nicht vom Autor gesprochen bzw.gelesen und verliert ganz erheblich gegenüber dem persönlichen humorvollen Vortrag durch den Autor Dr. M.Lütz, was ein herrliches Erlebnis ist. Hätte ich das vorher bemerkt, hätte ich dieses Hörbuch auf keinen Fall gekauft. Dass der Autor nicht selber zu hören ist, kann man im Buchladen selber erst feststellen, wenn man die Verpackung der CD entfernt und innen in der CD-Hülle nachsieht.
Bewertung von mari aus masch am 08.11.2009
Bewertung von Gabriele Theisinger aus Bogen am 04.06.2007
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31.07.2002
So begeistert wie über Martin Lütz' Buch ist Rezensent Klaus
Berger nach eigenem Bekunden selten gewesen: "Es kommt nicht
häufig vor, dass ich bei der Lektüre eines Buches aufstehe und
meine Frau in ihrem Arbeitszimmer aufsuche, um ihr ein paar
Passagen vorzulesen, die mit Sicherheit ein lebensförderndes Lachen
hervorbringen." Ein schönes Kompliment für ein Buch (aber
natürlich auch an die Frau). Besonders gefällt dem Rezensenten,
dass Manfred Lütz in satirischem Ton und mit viel Witz schildere,
was für den Religionswissenschaftler eine durchaus ernstzunehmende
Angelegenheit sei: Die Steigerung des Gesundheitskults in eine
säkularisierte Form von Religion: So enthalte die Chefarztvisite
inzwischen alle Elemente einer klassischen Prozession, die Rituale
des Pillenschluckens erinnerten an klösterliche Speiseregeln und
Klinken gerieten zu Kathedralen. Aber auch die ernsthafteren
Passagen des Buches zu Behinderungen, den Umgang mit Leiden und Tod
sowie den klassischen Quellen der Lebenslust haben Berger nahezu
restlos überzeugt.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Manfred Lütz"
Manfred Lütz, geboren 1954, ist ein renommierter Psychologe, Theologe und Essayist und lebt in Köln. Er studierte Humanmedizin, Philosophie und katholische Theologie in Bonn und Rom. Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Dr. Lütz ist verheiratet und hat zwei Töchter. In seinen Büchern befasst er sich aus der Sicht eines Psychotherapeuten satirisch und humorvoll mit Gesundheitsthemen wie auch mit religiösen Fragestellungen.
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